Ich dachte ursprünglich auch, Einstreu sei natürlicher, nur gibt es da eigentlich Aspekte, die dem natürlichen Boden ähnlicher sind, andere weniger:
Es gibt keinen natürlichen Untergrund und auch m.W. keinen in traditionellen Indiohäuser, der dem Streu in der Struktur entspricht. Streu ist sehr oder relativ locker, bietet also keinen natürlich Halt beim Laufen. Staub steigt bei fast allen (oder allen?) Sorten auf beim Rennen. Das Futter wird mehr oder minder "paniert".
Auf Streu haben meine Jungs beim Markieren Zeug eingesammelt, auf Stoff (bei uns Frottee) reinigen sie die Perinealtasche dabei. Das war auch auffallend, weil es in den ersten Tagen zeitweise heftig "geduftet" hat, beim Markieren auf Stoff. Später kam das fast nicht mehr vor. (Natürlich kann man die Perinealtasche als Mensch reinigen, aber ich finde es viel besser, wenn das nicht nötig ist.)
Da selbst unbehandeltes Holz Formaldehyd enthält, das es in geringen Mengen auch abgibt, weiß ich nicht, wie das bei der großen Oberfläche der Späne ist. In der Natur laufen sie ja nie auf Holz oder gar Holzspänen, nur auf Grünzeug, Erde, evtl. Steinigem, Blättern u.ä.
Die Gefahr durch Mikroplastik aus dem Fleece und evtl. Waschmittelrückständen ist natürlich erst recht zu bedenken.
Bei Fleecehaltung ist der Boden u.U. zu hart, wenn man nicht genug Stoffschichten verwendet.
Solange ich Streu hatte, habe ich immer Stroh darübergestreut. Das hat einen Teil der Nachteile reduziert. Jetzt habe ich nur noch zwei Kisten mit Streu und Stroh, in denen sie zeitweise gerne liegen und auch mal etwas wühlen.