Beiträge von Werschweinchen

    Danke Mucgini ! Den Wirkmechanismus kenne ich und finde ihn plausibel, das ist nicht das Problem. Mich stören eher die vagen Aussichten, wie du schreibst. So ne wirkliche Alternative haben wir aber auch nicht. Ich lese mal deinen Link durch, danke 👍🏼

    Hallo zusammen, hat jemand schon mal Erfahrungen gemacht mit Autovakzinen bei Meerschweinchen? Also dass ein Impfstoff speziell gegen den vorliegenden Erreger hergestellt und gegeben wird?

    Hintergrund: mein vierjähriges Meerschweinchenmädchen hat eine langwierige Blasenentzündung durch Corynebakterium renale. Obwohl wir mittels Antibiogramm passende Antibiotika gefunden haben, haben die ersten beiden nicht funktioniert. Das dritte schon; allerdings hat sie das einen Monat bekommen, dann ging es ihr super. Dann war ein Monat Ruhe und jetzt muss ich schon wieder damit anfangen, weil die Symptomatik wieder da ist. Meine Tierärztin schlägt nun das Herstellen eines "personalisierten Impfstoffes" vor. Dafür kommt das Schweinchen in eine Kurznarkose, die Blase wird gespült (wäre u.U. im Rahmen der Entzündung noch nötig geworden in nächster Zeit), der Erreger wird isoliert, angezüchtet, und der Impfstoff hergestellt. Kostenpunkt um die 800€ und ob es klappt, ist nicht sicher. Andererseits hat sie nun einfach sehr viel Antibiotikum schon hinter sich und hat immer wieder Schmerzen beim Pinkeln. Ich bin nun auf der Suche nach Erfahrungsberichten. Hat jemand so was schon mal gemacht?

    Danke und Grüße!

    Hey, ich hab das auch schon so gemacht, also geschnippelt und in dicht verschlossenen Tupperdosen im Kühlschrank aufbewahrt. Ich glaube es war für vier oder fünf Tage, muss mal sehen, ob ich das Foto finde, sah witzig aus 😅 bei mir hat das gut geklappt. Habe aber Cocktailtomaten in die Dose getan, nicht geschnittene normale Tomate, weil ich dachte, das wird vielleicht matschig. Salat und Kohl habe ich in ganzen Köpfen "füttern lassen" in der Zeit, oder nur ein, zweimal auseinander zupfen


    Edit: hab die Fotos gefunden 😅

    Ah, und einmal, am Anfang, musste ich nach einer Woche nochmal hin zum nachschleifen. Da hat irgendwas noch nicht ganz plan gepasst und sie hat nicht gefressen. Vor allem am Anfang weiß der TA ja auch oft nicht, wie sich die geschliffenen Zähne verhalten. Nach dem Nachschleifen wurde es deutlich besser.

    (Bei uns sind es drei Makrodonten in den Backenzähnen).

    Es ist noch zu früh um das zu hundert Prozent zu sagen, aber ich hab das Gefühl, es wird jedes Mal besser. Und auch kurz vor dem schleifen ist es viel besser, also die Abstände werden zumindest nicht kürzer bei uns, eher vielleicht länger.

    Viel Glück und gute Besserung!

    Hey, als das bei uns losgIng mit dem schleifen, hat Safi auch nicht gut gefressen. Am Anfang für über eine Woche. Beim dritten Mal dann ging es wesentlich schneller, beim vierten Mal hat sie auf dem Rückweg vom Tierarzt schon wieder angefangen. Beim fünften Mal war's wieder schlechter, aber da waren ihre Schneidezähne mit geschliffen worden und waren ziemlich kurz, das findet sie doof.

    Wichtig ist halt, davor und vor allem danach ausreichend mit Schmerzmitteln abzudecken, damit die Muskeln sich entspannen können und alles abschwillt. Und Futter in Streifen bzw Gras etc, aber das wisst ihr ja.

    Falls sie kräftig Schmerzmittel kriegt, könnte es auch sein, dass ihr davon schlecht wird und sie deshalb nichts fressen will. Ich gebe in diesen Fällen 1-2x am Tag Sucrabest (Sucralfat) mit Abstand zu den Schmerzmitteln. Das half hier oft. Und ggf Aufgasungsprophylaxe mit SabSimplex, RodiCare akut, Colosan, dieses ganze Zeug, damit sie nicht auch noch Bauchweh dazu kriegt.

    Röntgen hat sie schon, wie gesagt, das ist unauffällig. Gegen die Schmerzen bekam sie Gabapentin, das machte keinen Unterschied. Wegen ihrer Zähne bekommt sie regelmäßig Metacam und Novalgin, auch hier kein Unterschied. Schmerz zeigt sie nur bei Berührung an dieser Stelle. Sie ist vor anderthalb Jahren mal bei einem TÜV etwa 30cm auf den Boden gesprungen und ist dabei gegen ein Haus geprallt. Anschließend beim Tierarzt ergaben sich abgebrochene Schneidezähne, die aber super nachwuchsen. Ansonsten nichts. Die Schmerzen hat sie auch nicht seit damals, sondern erst seit vielleicht einem halben Jahr. Das ist nur das einzige traumatische Ereignis, was mir in den Sinn kommt. Ich war wegen der Schmerzen bei zwei Tierärzten mit ihr, jeweils ohne Befund.

    Ansonsten ist sie ja wegen ihrer Makrodonten alle paar Wochen beim TA und der Rücken wird immer mal mit angeguckt. Sie sprintet rum, hüpft auf Sachen und putzt sich ohne Einschränkung. Daher kam ich auf Physio.

    Hast du auch eine Antwort bezüglich der Physiofrage Kleine Braunelle ? Anschauen lassen würde ja nicht schaden.

    Hallo zusammen,

    Eines meiner Meerschweinchen hat eine schmerzhafte Stelle an der Wirbelsäule. Im Röntgen zeigt sich nichts auffälliges. Es behindert sie nicht beim Leben, aber sie streckt sich nicht mehr gern aus und ist an dieser Stelle berührungsempfindlich. Da sie erst zwei Jahre alt ist, wäre mein erster Tipp nicht Arthrose oder so was, sondern eher irgendeine Verstauchung/Verspannung oder so. Da müsste im Prinzip ja Physio helfen, nur finde ich ausschließlich Praxen, die Hunde, Pferde, oder höchstens Katzen behandeln. Hat jemand von euch schon mal ein Schwein physiotherapeutisch behandeln lassen? Wie war euer Eindruck?

    Und: kennt jemand eine taugliche Praxis im Umkreis von 727... ?

    Danke schön schonmal!

    Ah, ich füttere meinem Zahnschweinchen hier immer wieder ein paar Haferflocken/grüner Hafer/... zu, einfach zur Unterstützung. Ist für die Zähne klar nicht ideal, aber für den Gesamtzustand, ihr Gewicht und fürs Wohlbefinden schon 😉


    Mir hat die Tierärztin als Schmerzmittel Novalgin empfohlen statt oder zusätzlich zum Metacam. Sie sagt, das ist für Weichteilschmerzen gut, und ihr tut ja nach dem schleifen auch die Kiefermuskulatur weh. Hilft hier gut. Von Metacam vergeht manchen Schweinchen irgendwann der Appetit; das wär natürlich kontraproduktiv.

    Wenn sie den Großteil der Zeit gut drauf ist, würde ich auch noch abwarten, glaube ich. Ohne dein Schwein genau zu kennen natürlich; nur mein Gefühl. Bei älteren Wesen ist es ja auch oft so, dass nicht jeden Tag alles gleich weh tut, manchmal gibt es einfach schlechtere Tage und dann wieder bessere. Wenn sie frisst und genug Schmerzmittel kriegt, kann man auch ein bisschen Zeit geben, ob sich das einpendelt, finde ich.

    Bin auch mit alle drei/vier Wochen schleifen eingestiegen hier, aber inzwischen klappen sechs Wochen gut. Es ist ein Rantasten. Hatte und habe auch immer wieder Zweifel, besonders kurz vor und kurz nach dem schleifen, wenn sie so in den Seilen hängt. Und dann, zwei Tage später, hat sie sich erholt und rennt mir quietschend entgegen. Aushalten ist besonders für uns Menschen schwer. Ich finde, es kommt aufs Verhältnis an. Wenn der Großteil ihrer Zeit "lebenswert" ist, dann kann man mit Schmerzmitteln, Heizmatten und zufüttern vielleicht auch die anderen Tage überbrücken. Kommt auch voll aufs Schweinchen an. Du merkst garantiert, wenn sie nicht mehr kann.

    Das hat sich übrigens leider erledigt; als ich nach einer zweiten Wurmkur, Infos über die erste Wurmkur oder alternativ einer Kontrollkotprobe gefragt habe, wurde es den Leuten zu bunt und sie haben sich entschieden, das Tier an eine Notstation abzugeben (welche ja dann anstatt ihnen die Behandlung etc an der Backe hat)