Beiträge von Kleine Braunelle

    Hi,

    ich würde das Tierchen tatsächlich reinholen und damit auch die ganze Gruppe. Alleine um sie besser im Blick zu haben. So ein Abszess kann auch eine versteckte Bissverletzung sein.
    Trennen würde ich eine bestehende Gruppe nicht, also alle reinholen.
    Dies sollte man allerdings auch immer bei Außenhaltung einplanen, also dass die Tiere auch mal nach drinnen müssen.

    Auf dem Röntgenbild sollte man mehrere Punkte erkennen können:

    1. Ob der Abszess einen Ursprung in einer entzündeten Zahnwurzel hat.

    2. Ob der Abszess mit dem Kiefer verbunden ist, oder ob er nur in den Weichteilen ist.
    Evtl ist es auch nur ein Artherom, eine entzündete Haarwurzel, auch so etwas kann eine dicke Beule werden und schnell wachsen.
    Oder es ist etwas tumoröses.
    Typisch ist die Stelle allerdings für einen Abszess.
    Manche Abszesse werden komplett herausgeschnitten, andere nur geöffnet, der Eiter wird entfernt und dann wird die Wunde regelmäßig (bis zu 2x am Tag) gespült, das Tier bekommt währenddessen Antibiotika + Schmerzmittel. Die Spülungen werden dann so lange gemacht, bis sicher ist, dass sich kein Eiter mehr in der Wunde bildet. Das kann im schlimmsten Fall Wochen dauern. Mit etwas Glück nur wenige Tage.

    Frisst ein Schwein nicht selbst, kann es sein, dass man es rund um die Uhr päppeln muss, dh. alle 2 h Päppelbrei geben, bzw. anbieten. Manche Tiere fressen ihn regelrecht vom Löffel, andere muss man zwangsernähren.
    Ich musste dies mal bei einem Tier nach einer OP machen. Es hat die Narkosemittel nicht vertragen und es hat die Nahrungsaufnahme komplett verweigert. Ich habe es die Nacht quasi durchgepäppelt und den nächsten Tag. Dann war der Stoffwechsel wieder angekurbelt, das Narkosemittel wurde abgebaut.
    Die OP war nicht am Kopf, so dass das Schweinchen auch dann selbst essen konnte.

    OPs am /im Mund können das Kaugefühl beeinträchtigen und die Tiere essen schlecht, weil es sich unter anderem anders anfühlt als vor der OP. Sie müssen sich dann erst an das neue Gefühl gewöhnen, z.B. wenn die Zähne gekürzt worden sind oder wenn ein Zahn gezogen worden ist. Deswegen ist es auch sehr von Vorteil, wenn sie gut mit ausreichend Schmerzmittel versorgt sind. Das hilft , das komische Gefühl im Mund zu überbrücken.


    Alles Gute! Ich hoffe sehr, dass es dem Schweinchen bald wieder richtig gut geht!

    Wie schaut es mittlerweile in der Gruppe aus? Haben sie sich tatsächlich beruhigt?
    Um den Pilz dauerhaft loszuwerden, sollte der Stressfaktor lokalisiert und auch verringert werden.
    Sonst kann der Pilz bei allen Bemühungen, leicht immer wieder kommen.

    Als Stressfaktor kann in Frage kommen:

    Ungünstige Gruppenzusammensetzung, neue Gruppenzusammensetzung
    Gehege ist nicht optimal, bzw. es besteht Optimierungsbedarf
    Krankheit

    Bei Babies, Absetzerpilz durch Trennung von der Mutter.


    Wenn ich so deinen Verlauf von deinen Beträgen betrachte, hattest du im November einen Todesfall wegen Atemproblemen und vorher auch bei einem Schweinchen Matschkot. Evtl hast du Mykoplasmen in der Gruppe oder etwas anderes, was die Tiere schwächt.
    Ich würde tatsächlich unter diesem Hintergrund auch einmal eine Sammelkotprobe abgeben.
    Wenn du Waldboden hast, gehe ich davon aus, dass deine Tiere in Außenhaltung leben.
    Da Matschkot, Atemprobleme + Pilz in den Wintermonaten aufgetreten sind würde mich interessieren, wie dein Gehege strukturiert, bzw. aufgeteilt ist. Evtl findet sich hier etwas.
    Wie viele Tiere hast du und wie alt sind sie, bzw. wie lange leben sie jetzt in dieser Zusammensetzung zusammen?


    Dies ist jetzt keine "Kontrollfrage" sondern die Fragen dienen nur dazu, damit ich mir ein Bild von der Situation machen kann, um eine Idee zu bekommen, wie es zu den Ausfällen kam.


    Ich denke, dass es mit der Stärkung des Immunsystems alleine nicht getan ist. Es ist gut, etwas fürs Immunsystem der Tiere zu tun, aber es sollte auch genau geschaut werden, was die Ursache des Ganzen sein könnte, um weitern Unangenehmen Dingen vorzubeugen.

    Hi,

    wichtig ist, dass morgen auch ein Röntgenbild gemacht wird.
    Sollte es ein Abszess sein, ist immer auch Eiter im Spiel. Eiter kann den Knochen angreifen und auch stark beschädigen, bis auflösen.
    Daher ist es wirklich gut, dass du so schnell einen Termin bekommen hast.
    Hast du Päppelbrei zu Hause, so dass du gewappnet bist, falls sie tatsächlich eine OP benötigen sollte und danach evtl für längere Zeit nicht selbst frisst. Evtl muss sie sehr engmaschig gepäppelt werden.....
    Ich hoffe sehr, dass kein Zahn gezogen werden muss und dass es nur eine einfache Sache sein wird.
    Ein Abszess kann tatsächlich auch eine größere, langwierige Geschichte sein und es sollte auf jeden Fall die Ursache festgestellt werden.


    Hier werden fest die Daumen gedrückt!

    Wichtig ist nun herauszufinden, warum die Zähne nach außen gekippt sind.
    Dazu ist es unabdingbar, ein Röntgenbild zu machen. Darauf sieht man auch, ob die Zähne im Kiefer nicht entartet sind.
    Evtl hat sie auch Eiter in den Ohren und kaut deswegen schief. Dann hilft auch kein AB der Welt mehr.
    Dies würde man auf dem Röntgenbild auch sehen.
    Auf jeden Fall ist ist ultra wichtig, dass sie wieder anfängt, selbst zu essen. Du kannst auch Heu mit Wasser überbrühen, wie einen Tee. Manche Tiere essen das dann.
    Evtl hast du auch jemand mit einem Gartenbambus. Meine Schweinchen haben den immer sehr geliebt und der ging fast immer, wenn schon anderes nicht mehr angerührt worden ist.

    Wieviel hat sie denn vor der OP gewogen, bzw was ist ihr normales Gewicht, nur um die Lage einschätzen zu können.

    Wie ist der Kot, den sie absetzt? Normale Böhnchen oder sind sie kleiner als sonst?
    Ich drücke dir und deinem Schweinchen ganz fest die Daumen!

    Oki.

    Ich kenne es so, dass wenn ein Verdacht auf ein Zahnproblem besteht, erst einmal der Kopf in verschiedenen Lagen geröntgt wird, um sich ein Gesamtbild der Lage machen zu können. Normalerweise wachsen die Zähne zur Mitte des Mundes hin, viel seltener sind sie nach außen gekippt.
    Wenn das Schweinchen ausreichend mit Schmerzmittel versorgt ist, sollte es tatsächlich auch selbstständig essen. Denn die Dossierung sollte so hoch sein, dass es keine Schmerzen hat und so auch instinktiv wieder anfangen sollte zu essen.
    Das Gewicht ist super niedrig... Wahrscheinlich ist es ein Wunder, dass es die OP überhaupt überlebt hat. Handelt es sich um ein erwachsenes Tier? Falls ja, ist es wahrscheinlich gerade mal so dem Tod von der Schippe gehopst..... Die Tiere sollten nicht so weit herunterhungern. Teste mal, ob es Haferflocken frißt, die ganz zarten z.B. Dann muss es mit den Zähnen mahlen und nimmt reichlich Kalorien auf.
    Nur Dank deiner Fütterung, kann es zunehmen.


    Ich würde tatsächlich auf ein Röntgenbild bestehen. Sollten das Wachstum der Zähne entartet sein, kann es sein, dass es nur noch einen Weg gibt.

    Mit Brei nutzt es seine Zähne nicht ab. Diese wachsen schnell wieder. Sie wachsen 2-3 mm pro Woche. Dh., wenn dein Schweinchen seine Zähne nicht abnutzt, weil es nicht richtig frisst, kann das alte Problem ganz schnell wieder da sein.
    Machst du regelmäßigen Gesundheitscheck? 1x in der Woche?

    Hatte sie eine Entzündung, ein Abszess?

    Wurde ein Röntgenbild gemacht?
    Und war sie seitdem zur Kontrolle beim Tierarzt?

    Sorry, dass ich so viele Fragen stelle, ich versuche nur die Situation einzuschätzen.

    Süßkartoffel wird schmecken, weil sie sehr Zucker- und Stärkehaltig ist. Das ist für den Meerschweinchendarm nicht unbedingt gesund.

    Seit wann frißt das Schweinchen nur Brei? Und was genau passt mit den Zähnen nicht? Brücke?
    Bei purer Breifütterung baut sich auch die Kiefernmuskulatur ab und normales Kauen wird immer schwerer. Nur mit Breifütterung nutzen sich die Zähne auch nicht ab. Ein schlimmer Kreislauf.

    Es gibt auch noch andere Breie:

    Herbi Care Plus (meine Tiere haben nur diesen Brei früher gegessen, nichts anderes)

    Ich habe damals wegen einem Zahnschwein eine elektrische Kaffeemühle gekauft, habe darin Heu und Pellets + Haferflocken gemahlen.
    Musst du den Brei mit einer Spritze geben, oder wird er freiwillige genommen?

    Du musst halt mal schauen. Es ist super ungewöhnlich, dass so eine Gruppenzusammensetzung wie bei dir, dauerhaft funktioniert. 2 Böckchen + 2 Weibchen gibt normalerweise Mord und Totschlag. Mir ist niemand bekannt, wo dies auf Dauer geklappt hat.
    2 Böckchen in einer Gruppe bedeutet, wenn diese Art der Haltung eine größere Chance haben soll, mindestens 3 Weibchen pro Bock. Und selbst das ist keine Garantie, dass es dauerhaft funktioniert.
    Rechne daher lieber damit, dass es nicht dauerhaft klappen wird. Ein kleiner "Funke" kann bewirken, dass sich die beiden Jungs nicht mehr mit der Situation zufrieden geben.
    Mit diesem Hintergrund, wäre es tatsächlich besser, dass sie mehr Platz zur Verfügung haben. Bei der reinen Böckchenhaltung zählt man 1 qm pro Bock. Dh. bei dir gehen 2 qm alleine für die beiden Jungs drauf. Dann bleibt nicht mehr viel Raum für die Mädels.
    Wahrscheinlich ordnet sich einer der Böcke bei dir total unter und sieht sich evtl sogar als Weibchen.

    Diese Gruppenzsammensetzung kann auch noch nach Jahren des Funktionierens auf einmal eskalieren.


    Ich drücke dir die Daumen und gebe dir den Tip, auf jeden Fall eine Alternative zur Verfügung zu haben.

    Hi,

    es tut mir sehr leid, was du erlebt hast und es klingt schrecklich.

    Hast du eines der Toten Tiere obduzieren lassen? Das kann sehr aufschlussreich sein. Da der Tod so kurz hintereinander kam, liegt der Verdacht vor, dass es etwas ansteckendes gewesen sein kann.
    Manche Darmparasiten kann man mit einer langzeit (3 Tage) gesammelten Kotprobe nicht entdecken, da braucht es eine Frischkotuntersuchung und am Besten direkt vom Schwein!
    Wie war der Gewichtsverlauf der 3 Tiere?
    Es gibt Kokzidien im Darm, aber auch eine Kokzidienart, die die Nieren befallen. Ob man diese im Kot feststellen kann, weiss ich nicht.

    Wurden die kranken Tiere geröntgt? Das hätte man mit einer Obduktion herausfinden können.
    2. Woher stammt dein Heu? Ich kaute mein Heu nur bei einem Anbieter, der angibt, dass in seinem Heu keine Herbstzeitlose sind. Wir haben hier vor Ort kaum ein Feld, wo keine Herbstzeitlose wachsen. Ich würde daher kein Heu hier aus der Umgebung kaufen.
    Getrocknet sieht die Pflanze ein bisschen wie getrockneter Spitzwegerich aus.
    Aber auch eine Vergiftung hätte man anhand einer Obduktion herausfinden können.
    Es klingt danach, dass deine Tiere in Außenhaltung leben?
    Falls ja, haben Fremde zutritt? Leben sie z.B. in einer Kleingartenanlage in der Box eines Reiterstalls.. usw. Dh: könnten Fremde sie vergiftet haben? Auch das hätte man mit einer Obduktion herausfinden können.

    Und es gibt noch mehr Möglichkeiten.......


    Eine klare Antwort wird es ohne Obduktion nicht geben.

    Sorry. :(

    Hi Schweini-Neuling,


    das sieht sehr gut aus, ein schönes Gehege mit vielen Möglichkeiten. Mir gefällte wirklich sehr gut.
    Cool, dass es auch so tief ist, da kann man wirklich auch mal etwas umstellen usw, ohne irgendwo einen Engpass zu provozieren.


    Viele Grüße,

    Kleine Braunelle

    Wie schaut der Kot der 3 aus?
    Dass sie weniger essen, kann mal vorkommen. Dann essen sie meist anderes, z.B. Heu.
    Evtl haben sie aber auch ein Darmproblem.
    Und es kann wirklich sein, dass sie den Kohl nicht vertragen haben.
    Wie schaut es mittlerweile aus?