Beiträge von Pardona

    Klein Rina war gestern Abend schon irgendwie durch den Wind, ich habe mir allerdings gedacht, dass das Gehämmere aus der Nachbarwohnung sie verunsichert hat. Als ich heute Heim gekommen bin, hatte sie keine rechte Lust auf Gras :shock: . Sitzt auf dem Häuschen und kneift die Äuglein zu. Etwas hat sie dann doch gemümmelt und ich konnte mal schauen. Beide Augen etwas triefig, Bindehäute tief rot, rechtes Auge trüb. Na toll. Sie hat ja häufig leicht gerötete Bindehäute, wegen der Fatty Eyes. Wegen der räumlichen Nähe und der Uhrzeit haben wir uns auf den Weg zum Dorf-Schamanen gemacht. Fluoreszin-Test zeigte Hornhautbeschädigung an BEIDEN Augen. Es muss wohl so furchtbar jucken, dass sie sich selbst die Augen kaputt kratzt. :( Haben jetzt erstmal Tropfen und Augensalbe hier und sollen so oft behandeln bis wir umfallen. Am Wochenende 6 Mal am Tag die Tropfen und zweimal eine Viertelstunde später die Salbe. Der Schamane meint, sie produziert vielleicht zu wenig Tränenflüssigkeit. Das würde bedeuten lebenslang künstliche Tränenflüssigkeit. Ich hoffe es ist nur eine Infektion oder wächst sich noch etwas aus. *seufz* Abendbrot mag sie nicht. Hab ihr Meta gegeben, hoffe sie frisst gleich. Ist vielleicht auch nur der Schock von der Untersuchung.

    Ist denn ausgeschlossen, dass sie sich die Wunden selbst zufügt (Milben, Pilz)? Schwierige Situation. Wenn ein anderes Schweinchen sie so verletzt, sollte es natürlich nicht so bleiben. Hast du dich mal ein paar Stunden vor das Gehege gesetzt und beobachtet wie sich das Verhalten der Tiere untereinander jetzt darstellt? Sie sollte ja Abstand halten zu dem Angreifer, Drohgebärden sollten sichtbar sein, eine neue Chefin klar etc... Wenn jetzt die Rangordnung neu geklärt ist (Ablösung der alten Dame), kann es sich mit den Aggressionen aber auch erledigt haben.
    Und wenn du einen Teil abtrennst und eine nette ältere Dame oder einen netten älteren Herren für sie dazuholst? Bei 25m² hast du ja einigen Handlungsspielraum.

    Zitat von kleinschweinugly

    Nun, ich bin hochallergisch gg. Milbenkot.


    Ja ich verfüge über eine ähnliche "Gabe". Ich setze ein Meerschweinchen ohne Symptome auf meinen Schoß (TÜV) und nach 15min kann man gut die Grabgänge an meinem Bauch und meinen Unterarmen erkennen, da mein Körper mit einem sofortigen nuklearen Vergeltungsschlag reagiert. Ganz sicher, hier haben wir genau 0,0 Grabmilben. Hat das Immunsystem der Schweinchen die Milben erstmal erkannt, werden diese auch bis komplett ausradiert. Milben kapseln sich nicht ein und verbleiben dann als Dauerstadium. Und Antikörper vertreten generell eine Null-Toleranz-Politik statt "na, die zwei Milben können ja bleiben...".

    Manche Tiere fühlen sich auf Etagen nicht besonders wohl. Alles was lebensnotwendig ist, auf der untersten Etage anbieten (Wasser, Heu). Meerschweinchen nehmen es gewöhnlich schnell gelassen hin, wenn man mal irgendwo durch muss. Laufe bestimmt 10 Mal am Tag oder öfter durch den Auslauf, das interessiert buchstäblich (fast) keine Sau. Ansonsten kannst du die Etage einrichten wie du magst. Kuscheliges wird meist sehr gern angenommen, ist aber normalerweise beliebter mit einem Dach über dem Kopf. Sie laufen auch lieber über Stoff, als über glattes Holz. Sieht doch alles sehr gut aus. :D

    Wenn der alte Bock noch etwas Ruhe braucht, kannst du die Vergesellschaftung natürlich abbrechen. Allerdings wird es dann wieder alles von vorne losgehen. Nach der Kastra pegelt sich der Hormonspiegel über mehrere Wochen ein.

    Zitat von kleinschweinugly

    Aus meiner Erfahrung als Notstation kann ich Dir sagen, dass 99 % aller Meerschweinchen Grabmilben haben.


    Gabi


    Also hier haben / hatte 10 von 10 Tieren beim Einzug keine Grabmilben. Nicht eine einzige. Einmal haben wir uns welche aus der TK mitgebracht. Seitdem hatten wir nie weider welche. Bei Notschweinchen aus dem Zooladen / vom Vermehrer und anschließender schlechter Haltung sieht die Statistik natürlich vielleicht etwas anders aus.


    Ansonsten kann ich den Rest voll unterschreiben.

    Zitat von Laely

    Vielen Dank für den Rat, was sind das für Tropfen, und wie wirken die auf die Tiere?


    Die Tropfen haben keine Auswirkungen auf die Tiere, weder positiv, noch negativ. Das häufige Rausnehmen könnte den dominanten Bock aber derart stressen, dass er sich verkriecht.


    Ich bezweifel, das der derzeit unterlegene Bock das dominante Tier nach der Kastration mobben würde. Der Eingriff an sich ist Kleinkram und "behindert" den neuen Bock nicht länger, als die Narkose-Reste im Körper sind.

    Würde ihn auch kastrieren lassen. Letztlich hat er dann die irgendwann die Chance mit einem Mädel zusammen zu leben. Wenn er mit Böcken nicht gut verträglich ist (davon war ich ehrlich gesagt aber ausgegangen), bleibt ja ohnehin keine Wahl. Selbst wenn sich die beiden zusammenraufen, irgendwann sitzt sonst wieder ein alter Bock da, der nicht einfach vergesellschaftet werden kann.