Beiträge von Pardona

    Zitat von Laely

    Vielen Dank für den Rat, was sind das für Tropfen, und wie wirken die auf die Tiere?


    Die Tropfen haben keine Auswirkungen auf die Tiere, weder positiv, noch negativ. Das häufige Rausnehmen könnte den dominanten Bock aber derart stressen, dass er sich verkriecht.


    Ich bezweifel, das der derzeit unterlegene Bock das dominante Tier nach der Kastration mobben würde. Der Eingriff an sich ist Kleinkram und "behindert" den neuen Bock nicht länger, als die Narkose-Reste im Körper sind.

    Würde ihn auch kastrieren lassen. Letztlich hat er dann die irgendwann die Chance mit einem Mädel zusammen zu leben. Wenn er mit Böcken nicht gut verträglich ist (davon war ich ehrlich gesagt aber ausgegangen), bleibt ja ohnehin keine Wahl. Selbst wenn sich die beiden zusammenraufen, irgendwann sitzt sonst wieder ein alter Bock da, der nicht einfach vergesellschaftet werden kann.

    Bei mir war noch nie ein Kastrat der Chef. Wird eine Weile dauern, bis sich alles eingespielt hat, aber klingt doch alles prima. Schönes Gehege. Ich stelle den Wassernapf gewöhnlich auf ein kleines Strohpolster, dann rutscht die Einstreu durch. Allerdings trinkt hier auch niemand. Würde dir auch noch ein zwei Unterstände empfehlen, Hängematten sind bei den meisten Schweinen sehr beliebt.

    Ein Ultraschall kann ein sehr aufschlußreiches Bild geben. Der Gewichtsverlust spricht für eine erhebliche körperliche Belastung, ohne OP wird sie wohl nicht mehr sehr lange leben. Wenn eine Mädels-Kastra durchgeführt würde, müsste sie ein paar Tage ins Haus, vor allem wegen der Wärme und zur Überwachung. Wenn die Wunde gut verheilt, könnte sie normalerweise (im Sommer) wieder zu ihrer alten Gruppe, ich würde sie aber nach längerem Aufenhalt im Haus diesen Winter nicht mehr raussetzen. An deiner Stelle würde ich ihr Haupt-Bezugsschwein mit ihr reinnehmen, wenn du dich zur OP entscheidest und die Dame die OP gut übersteht. Das Risiko ist hoch, aber wenn der Gewichtsverlust nicht durch die Zahnproblematik zu erklären ist könnte sie ihr Leben deutlich verlängern und die Lebensqualität erhöhen.

    Ich kann dir nicht garantieren, dass sie beste Freunde werden. Hatte hier Vergesellschaftungen die zwei Wochen gedauert haben, bis es sich normalisiert hat. Aber bisher klingt es nicht problematisch, was du beschreibst. Sofern genug Platz da ist, keine Engpässe vorhanden sind (Häuser mit nur einem Eingang, Rampen etc) können sich die Schweinchen ja auch aus dem Weg gehen. Mehrere Futterstellen reduzieren den Stress.

    Jedes Mal wenn ich hier reinschaue erhoffe ich mir endlich mal positive Neuigkeiten. Es tut mir so leid. Ich kann mir gut vorstellen, was für Sorgen du dir jetzt machst. Schon ein außergewöhnliches und beunruhigendes Ergebnis. Leider kann ich nur mit euch hoffen und bangen. Gebt nicht auf, dass bisher keine offensichtliche Ansteckung erfolgt ist, macht doch etwas Hoffnung.