Beiträge von Pardona

    Das tut mir furchtbar leid. Es ist schlimm, nicht zu wissen, was überhaupt passiert ist. Wenn zwei Schweinchen plötzlich gleiche Symptome bekommen, kommt ja immer das Futter in Frage. Ich hoffe ihr habt es jetzt überstanden.


    Lebe wohl Pflümli, viel zu jung bist du gegangen, aber du hattest hier eine tolle Zeit. :(

    Ja, wir können uns immer so Einiges nicht vorstellen, bis es dann passiert ist. Gerade bei Tieren, die als Ei im Winter eine Ruhepause einlegen können, sollte man sehr vorsichtig sein. Bei uns wird nicht alles prinzipiell abgetötet, einheimische Vertreter für die Praktika oder aus einigen Verhaltensuntersuchungen werden auch wieder freigelassen.

    Wären nicht die ersten ehemals tropischen Bewohner hier. Bei uns gilt jede nicht einheimische Art erst mal als potentielle Gefahr, bis das Gegenteil zweifelsfrei bewiesen ist. Wäre clever gewesen mit der Agar-Kröte in Australien genauso zu verfahren und dem Asiatischen Marienkäfer. Durch das Ausbringen von amerikanischen Flusskrebsen sind unsere einheimischen Edelkrebse so gut wie ausgerottet (Krebspest). Einwanderer (von den meisten hieß es, das sie "niemals hier überleben können"), die unabsichtlich gekommen sind haben schon genug Schaden angerichtet (Kartoffelkäfer, Maiswurzelbohrer, Kirschessigfliege, die meisten als Schädlinge bekannten Schaben, tropische Schildkröten, Pythons (vor allem in Nord Amerika, wie auch die Hirnhautentzündungs-übertragende Achatschnecke), die Apfelschnecken in Asien, Ratten in Neuseeland (bye,bye Kiwi) und und und). In einigen Flüsschen in Deutschland leben frei Guppys, Goldfische sind ebenfalls nicht einheimisch und sind einer der wichtigsten Gründe für die Bedrohung einheimischer Amphibien. Es gibt auch kuriose Varianten, wie die Sittichschwärme in einigen Städten. Bitte Vorsicht walten lassen, bevor unabsichtlich etwas in die Natur entkommt, das dort nicht hingehört.

    Wir versuchen hier nach Möglichkeit keine potentiell invasiven Arten in die Natur zu entlassen. Abtöten ist die sicherste Methode. Wir haben schon genug, was hier nicht hergehört und Schaden anrichtet. Die Herrschaften sind auch nicht besonders wählerisch was Futter angeht.

    Die monatliche Versorgung bekommt man auch relativ günstig hin, vor allem wenn man viel Zeit hat, bzw. sehr günstig wohnt und Vitamin-B hat (Gemüsereste vom Markt etc). Die Tierarztkosten oder auch Kosten chronisch kranker Tiere darf man nicht unterschätzen. Sind schon wieder bei rund 350Euro für 2 Monate. Und die letzte Abrechnung war wirklich extrem wohlwollend erstellt.

    Im Institut mussten wir regelmäßig Eier einfrieren, damit es nicht Überhand nimmt. Allerdings sind sie jetzt auch alle weg, denn auch diese Kollegen muss man regelmäßig füttern. Da hat der entsprechende Betreuer nicht aufgepasst. :wink: Stabschrecken haben wir noch (neben den ganzen anderen Zuchten).

    Du würdest dich wundern, wie gut die Tiere einen TA-Besuch verkraften. Egal wie wild die Untersuchungen und Erfahrungen waren, hier habe ich beobachtet, das die Tiere trotzdem bei jedem TA-Besuch gelassener werden. Ich schätze die Hauptsache ist für sie zu wissen, das es danach wieder Heim geht. Alles Gute für die Beiden.