Beiträge von Pardona

    Bei einem Parasitenbefall macht es Sinn das Fell zu kürzen, um die Plage gleich mal einzudämmen. Mein Langhaar wird relativ regelmäßig getrimmt. Im Sommer wäre es viel zu heiß, darüber hinaus verfilzt und verdreckt das Fell auf Dauer, da sie es nicht selbst ausreichend pflegen kann. Nachteile gibt es nicht, außer das Frisieren nicht unbedingt ein Spaß für Meeries ist. Natürlich sollte man kein Außenhaltungstier im Winter "nackig" machen. :wink:

    Du kannst ruhig 2-3 Mal am Tag Frischfuttergeben. Bei so einem Hungerhaken auch mehr z.B. Möhre, Sellerie und Fenchel. Sie sollten mindestens 10% (ruhig mehr) des eigenen Körpergewichtes an Frischfutter bekommen. Du kannst ihr extra ein paar Sonnenblumenkerne und Haferflocken zustecken. Trotzdem bitte unbedingt zum TA.

    "2 Löffel" klingt ehrlich gesagt nicht nach Meerschweinchengerechter-Fütterung. Meerschweinchen brauchen neben massenweise Heu vitaminreiches, abwechslungsreiches Frischfutter (Gräser, Kräuter, Tomate, Gurke, Fenchel, Sellerie, Möhre, Chicoree, Paprika etc. etc.). Trockenfutter, Milchdrops, bunte Rollis, Knabberstangen, Mineralsteine brauchen sie dagegen nicht, das schadet ihnen eher.


    450g ist mit 5 Monaten wirklich arg wenig.

    Kein Käfig, Eigenbauten mit ausreichend Platz + Auslauf. Da riecht dann nichts so schnell. Einstreu ist Tierwohl super.


    Den nassen Schoß kann man vermeiden, wenn man den Tieren den Gefallen tut und sie nur zum TÜV rausnimmt. Das dauert normalerweise nicht 10 Minuten.

    Kann sie fressen? Hat sie kahle Stellen im Fell? Trinkt sie viel? Wie alt ist sie? Wie ist die Gewichtsentwicklung der letzten Wochen? Wie fütterst du?


    Auf jeden Fall zum Tierarzt!
    Wenn mit Zähnen, Kiefer und Kot (Parasiten!) alles in Ordnung ist eine Blutprobe untersuchen lassen (explizit T4-Wert anfordern!).

    Grundsätzlich eine gute Sache, aber für eine Person alleine normalerweise zuviel (wenn du nicht über unbegrenzt finanzielle Mittel verfügst), da es ein Fass ohne Boden werden kann. Frag doch bei einer Notstation oder einem Tierheim nach, ob du dich da nicht "anhängen" und engagieren kannst. Von diesen Vereinen kannst du dann auch in deiner Umgebung beispielsweise bei Tierärzten Flyer auslegen (falls gestattet).

    Die Frage lautet: kannst du selbst Tiere aufnehmen, auch im großen Maßstab? Hast du die finanziellen Mittel um die Tiere zu versorgen? Hast du die psychische Festigkeit Tiere in übler Verfassung zu ertragen, auch wenn es viele nicht schaffen? Ein ausgeprägtes Wissen über mögliche Krankheiten und Trächtigkeit sollte vorhanden sein. Sowas kann einem schnell über den Kopf wachsen. Im schlimmsten Fall hat man dann wochenweise Kartons mit Tieren vor der Tür. Ist billiger als kastrieren und das Gewissen der Vermehrer bleibt bei der regelmäßigen Entsorgung "rein".


    Helfen kann man auch, indem man informiert (Zooladenkäufe, sinnlose Vermehrung Haltungsansprüche VOR dem unüberlegtem Kauf), auf Notstationen aufmerksam macht und Notstationen unterstützt. Diese Unterstützung kann über Spenden (Sach- oder Geldspenden, Kastrationspatenschaften), Aufnahme von Nottieren als Eigene oder über die Hilfeleistung als Pflegestelle geschehen.