Beiträge von Pardona

    Würde nicht sagen das Alkohol und Milchzucker einem veganen Tier definitiv nicht schaden. Geschweige denn der Zeitverlust um eine richtige Therapie zu beginnen.


    Aber du weißt es. :wink: Und das Gute Befinden MUSS ja schließlich an der "Behandlung" liegen.


    Egal. Es gibt genug Informationen. Jeder kann sich selbst ein Bild machen. Ich kann einfach nichts dagegen machen. Ich glaube fest an Logik und elementare unumstößliche Naturgesetze, auch wenn es seltsam ist.

    http://www.sueddeutsche.de/wis…-placebo-effekt-1.1537763


    Viele "Effekte" beruhen aber sicherlich auf der Einbildung des Besitzers (gewissermaßen Placebo für den Halter) und auf das natürliche Abheilen nach einer Weile.


    Auf der Seite finden sich praktischerweise auch weitere Links zur Homöopathie. Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust einfach mal darüber nachzugrübeln.
    http://www.sueddeutsche.de/wis…lichkeitsprinzip-1.923310


    http://www.sueddeutsche.de/wis…rauchte-studien-1.1267699

    Das Hom. Mittel keine Wirkung haben (außer dem Placebo-Effekt) ist in einigen Meta-Studien bestätigt, aber ich weiß, das beeindruckt niemanden. Wenn du ein Salzkorn in den Atlantik wirfst (was einer deutlich höheren Konzentration entspricht, als bei den meisten hom. Mittelchen), wird das sicherlich nicht zu einer spürbar höheren Salzkonzentration führen. Als Beispiel: Ein Menschlicher Körper hat rund 100 Billionen (100 000 000 000 000) Zellen, ein Molekühl wird sofern es zufällig aufgenommen wird im Normalfall auf EINE zufällige Zelle wirken. Da warte ich lieber auf göttliche Intervention. :wink: Mehr sage ich dazu nicht, das Thema ist zu Tode diskutiert.


    Die schnelle unkomplizierte Besserung kommt durch die Ovogest-Spritze, nicht durch die Kastration. Ja, die Zysten haben zu massiven Verhaltensstörungen geführt, da sie am Ende immer weggebissen wurde, hat sie sich eine Ersatzhandlung gesucht um das Stresslevel zu senken. Also hat sie sich die Haare ausgerissen. Sie hat rapide abgenommen und hatte permanent Infektionen (seit sie Zysten hatte). Nach der Kastra und auch nach einzelnen Injektionen wurde es sehr schnell besser. In dem Zustand vor der Kastra hätte sie auch nie die später folgende Blasenstein-OP überlebt.
    Yuki ist im Grunde auch ein Beispiel, da der gutartige Tumor massiv Hormone produziert hat. Allerdings kann man durch Hormone (leider) nicht einfach die Gebärmutter / den Tumor verschwinden lassen.


    Mir ist kein Fall bekannt, in dem Hormonspritzen zu spontaner Tumorbildung oder Uterusentzündungen geführt hätten, vielleicht weiß da jemand mehr? Zumal ein veränderter Uterus und Veränderungen an den Eierstöcken oft zusammen auftreten und das jeweils andere oft erst nach der Kastra diagnostiziert wird. Ohne vernünftige Studie ist es eine philosophische Frage. Huhn oder Ei?


    Wenn es soweit ist, das man eine Kastra vertreten kann, also einen Eingriff der zum sofortigen Tod führen kann, braucht man auch keine Hormone mehr geben.


    Da hier sofort die Kastra ins Auge gefasst wurde, habe ich Hormone als Mittel der Wahl empfohlen (und tue es immernoch). Wenn ein 6 Jahre altes Schwein nach maximal 3 Spritzen möglicherweise 3 Monate, 6 Monate, ein Jahr oder vielleicht auch für immer Zystenfrei / symtomfrei leben kann, wozu dann kastrieren? Eine Kastration macht nur Sinn wenn der Leidensdruck deutlich höher ist und die Spritzen nicht mehr helfen. Die Entscheidung zur Kastration ist immer der letzte Ausweg.


    Zu der Reihenfolge der Maßnahmen wurde ja alles gesagt.

    Trotzdem gute Besserung! :wink: Muss noch in die Stadt um mir eine Fahrkarte zu einem Einstellungstest zu besorgen. Kann dann auch gleich alles besorgen was im Umkreis nicht kriege. Bekomme aber gerade meinen Hintern nicht hoch. Immerhin habe ich schon viel gewerkelt (Schweine-Putztag).

    In der Natur wird kein Schwein alt genug um an Zysten zu sterben. :wink: Mal davon abgesehen, das Wildmeerschweinchen auch wenig mit unseren Haustieren zu tun haben. Sicherlich sind auch wenige Steinzeitmenschen an altersbedingter Diabetes gestorben, das heißt aber nicht, das man heute im Zweifel auf sein Insulin verzichten sollte und statt dessen Globulis nehmen sollte.
    Die angeblich wirksamsten Homöopathika (höchste Verdünnung) enthalten garkeinen Wirkstoff, selten ein einziges Molekül.


    Das meine Schweine ohne Kastra gestorben wären ist nicht nur von mehreren Tierärzten bestätigt, sondern auch offensichtlich.


    Yuki (Tumorschwein) vor der Kastra (nicht der schlimmste Zustand)


    http://abload.de/image.php?img=dsc00337dwkjs.jpg


    Yuki einige Wochen nach der Kastra


    http://abload.de/image.php?img=dsc00966a9kqj.jpg


    Das Tribbelchen reißt sich das Fell am Rücken aus. Zu dem Zeitpunkt sah sie allerdings noch recht gut aus.


    http://abload.de/image.php?img=dsc00412zokv1.jpg


    Ich habe zwei Schweine die Ärger mit Zysten haben / hatten. Das Tribbelchen, das ohne Hormone und Kastra heute nicht mehr leben würde (definitiv) und Aria, die mit zwei Pieksern durchs Leben gekommen ist. Allerdings habe ich es bei ihr auch nicht soweit kommen lassen.


    Leider sind Meerschweinchen keine Tiere, bei denen man ewig rumprobieren und beten kann. Der Zustand kann sich in wenigen Tagen dramatisch verschlechtern. Bei Moderaten Symptomen neige ich auch zum Abwarten, wenn es belastend für das Tier wird, muss allerdings gehandelt werden. Ich habe gesehen wie schnell und umkompliziert meine Tiere wieder Lebensqualität bekommen können. Und das ist letztlich das Wichtigste. Jahre später auftretende "vielleicht" Effekte sind mir da ehrlich gesagt wurscht, denn ich weiß auch wie schnell ein Schwein an allem Möglichen sterben kann. Solange soll es ihnen gut gehen.


    Hat dein Schwein geringe Probleme: warte ab / probiere Hom.
    Leidet das Tier und die Gruppe: Hormone
    Kommen die Zysten immer wieder und verschlechtert sich der Zustand: nicht zu lange warten --> kastrieren. Das halte ich bei einem so alten Tier aber nur in akuten Fällen für Sinnvoll.

    Mal ein kurzes Update:
    Aria blutet ab und an moderat. An Tagen, an denen sie oft und stärkere Schmerzen hat, bekommt sie Meta, damit läufts. Heute ist ein guter Tag. Kein Weinen, bisher wenig Blut.


    Yuki scheint es an sich recht gut zu gehen, wenigstens hat sie genug Kraft um zu stänkern. Sie läuft zwar schlechter, ist aber derzeit auch ohne Schmerzmittel aktiv.


    Die Wurst scheint derzeit Blasensteinfrei zu sein. Sie ist gut drauf und hat immer unsinn und Essen im Kopf.


    Mio hat gestern und heute Morgen Atemgeräusche gehabt, wie es jetzt ist, kann ich nicht sagen, da die Waschmaschine läuft. Ich hoffe er hat sich nur verschluckt....


    Vivi gehts gut, auch wenn mir ihre seltsamen Liegepositionen manchmal Kopfzerbrechen bereiten.


    Insgesamt haben wir einen guten Tag. :)

    Da ich Homöopathie für Blödsinn halte, habe ich es nicht probiert. Nur etwas mit Wirkstoff kann wirken. An einen dauerhaft heilsamen Placebo-Effekt glaube ich nicht. Natürlich können Zysten auch alleine verschwinden, muss jeder selbst entscheiden wie lange er abwartet (homöopathisch "behandelt"). Das Zystenschwein, das monatelang immer wieder mit Hormonen behandelt werden musste, hatte keine Gebärmutterveränderungen. Ohne die Hormone hätte sie allerdings auch nicht lange genug gelebt, um die Kastra zu erleben, geschweige denn zu überleben. Die einzige absolut sichere Methode um Zysten auszuschließen ist natürlich die Kastra, aber bei einem 6 Jährigen Schwein mit geringen Symptomen ist das nicht das Mittel der Wahl. Meine jetzige Patientin hat vor ein paar Monaten eine Spritze bekommen, seitdem ist Ruhe. Manchmal reicht eine einmalige Behandlung mit Ovogest aus um ein Tier über einen langen Zeitraum Zystenfrei / Symptomfrei zu halten. Das andere kastrierte Mädel hatte einen Gebärmuttertumor, ohne jemals mit einem Hormon in Berührung gekommen zu sein. Leider kennen viele Tierärzte offenbar nur das eine oder andere Extrem: nichts tun oder Kastration.

    Hormonell stark aktive Zysten greifen massiv in das Leben von Schweinemädels ein. Die Tiere versuchen praktisch ununterbrochen irgendwen zu besteigen. Sie fressen nicht mehr in Ruhe, sie schlafen nicht mehr in Ruhe, die anderen Tiere werden (verständlicherweise) aggressiv gegen sie. Es gibt kein normales Sozialverhalten mehr, die ganze Gruppe ist gestresst. Neben dem massiven Dauerstress, der Gewichtsabnahme, dem Fellverlust, der Hyperaktivität schädigt die massive Hormonausschüttung das Rückenmark und ruiniert das Immunsystem (dauerhaft). Zudem sind Gebärmutterveränderungen häufig bei Zystenschweinen.
    Wenn eins meiner Mädels sich über Tage nicht wieder einbekommt, fahren wir in die TK und dann gibts einen Ovogest-Pieks. Nach wenigen Tagen ist Ruhe, manchmal über Monate. Kommen die Zysten immer wieder, in kürzeren Abständen oder sprechen garnicht auf die Hormone an, dann ist die Kastration angesagt (vorausgesetzt, das Schweinchen ist in einer passablen körperlichen Verfassung).


    Nach der Kastration behalten Mädels ihr normales Verhalten bei, nur brommselig werden sie nicht mehr. Rangordnungskämpfe, besteigen anderer brünstiger Mädels und ganz normales Rumgestänkere kommt genauso vor wie vorher. Die Schweine nehmen wieder zu, die Infekthäufigkeit nimmt ab und ein normales Gruppenleben kehrt ein.

    Katha, das tut mir furchtbar leid, ich hatte gehofft ihr schafft es, auch wenn ich im Grunde nicht daran geglaubt habe. Ihr habt tapfer gekämpft und du hast alles getan, was ein Mensch ausrichten kann.
    Lebe wohl Jerry, lass es dir mit Fienchen gut gehen und Grüße mir meine Engelchen.


    Traurige Grüße

    Es ist gut wenn Schweine bei Blasen-Geschichten viel trinken, durch Tee oder Wasser mit leichtem Päppelbreizusatz, Salate, viel Gurke etc. kann man die Wasseraufnahme zusätzlich erhöhen. Ein gesundes Schwein, das ausreichend Frischfutter bekommt trinkt nicht. Sind keine offensichtlichen Krankheitsanzeichen vorhanden und das Schwein trinkt trotzdem so viel, sollte man mal den T4-Wert im Blut bestimmen und auch den Blutzucker. Fenchel ist gut für die Verdauung, sollte ein Blasenstein da sein, ist er aber eher schädlich (viel Kalzium). Schweine, die zum Pullern ihren Platz verlassen sind sehr ungewöhnlich, Schwein pinkelt wo es liegt, geht und steht. Einige vertreten sogar die Meinung, das Schweinchen keine Kontrolle über ihre Ausscheidungen haben, das glaube ich allerdings nicht, da ich schon einige Male beobachten konnte, wie sich meine Schweine zusammenreissen können. Bei Blasenproblemen ist die Genitalregion, Bauch und Hintern fast immer voller Urin, das ist Krankheitsbedingt.