Beiträge von Pardona

    Kopiert vom Sachenbauer aus dem alten Thread den ich verlinkt habe, den aber mal wieder keiner gelesen hat.


    :wink:


    Zitat:
    Schachtelhalme gibts im Winter nicht zum Selbstsammeln, da geht nur das "Zinnkraut", den man beispielsweise in der Apotheke als Tee kaufen kann. Erst im Mai/April wirst du wieder Schachtelhalme finden können. Wenn du über den Winter gekauften, getrockneten Schachtelhalm verfüttert hast, ist Sumpfschachtelhalm auch kein Problem mehr - dieser ist nur schwierig für Tiere, welche Schachtelhalm noch nicht kennen ...


    Der Grund dafür ist der Gehalt an Thiaminase, Sumpfschachtelhalm hat von allen heimischen Schachtelhalmen mit Abstand den höchsten Gehalt an Thiaminase.
    Thiaminase ist ein Enzym, welches das lebenswichtige Thiamin (Vitamin B1) zerlegt ... für die Tiere mit Gärkammer im Blinddarm ist das zwar nicht ganz so schlimm, wie beispielsweise für Pferde, da diese Tiere immer über den Blinddarmkot genügend Thiaminase bekommen, dennoch ist es möglich, daß sie sich gerade mit dem Sumpfschachtelhalm erstmal überschätzen - damit dies nicht passieren kann, ist zweierlei wichtig:
    1. Kennenlernen der Schachtelhalme über eine Art, die deutlich weniger Thiaminase enthält.
    2. Wenn Schachtelhalm über längere Zeit angeboten wird, darauf achten, daß wirklich immer genügend anderes Futter da ist, damit das Meerschweinchen auf thiaminasefreie Kost ausweichen kann.
    Gefährlich wird Thiaminase nur dann, wenn es über mehrere Wochen kontinuierlich in zu großer Menge aufgenommen wird, da es dann die lebenswichtige Thiaminase zerstört und damit zu einem Thiaminasemangel führt. Sind die Thiaminspeicher nach ein paar Wochen leer (wird kein Thiamin über die Nahrung mehr zugeführt, weil das alles durch die Thiaminase im Schachtelhalm aufgebraucht wird, ist das Thiamin schon nach zwei Wochen zu ca. 50% aufgebraucht! Nach vier Wochen treten die ersten Mangelerscheinungen auf), fangen die Meerschweinchen an zu torkeln, wirken verwirrt und haben Krämpfe. Werden die Meerschweinchen bei diesen Symptomen weiterhin dazu gezwungen, Schachtelhalm zu fressen, setzen irgendwann lebensgefährliche Erschöpfungszustände ein und irgendwann sterben die Meerschweinchen.
    Wenn Meerschweinchen genügend andere Nahrung haben, an der sie sich sattfressen können, überschätzen sie den Schachtelhalm auch nicht und fressen nie mehr, wie sie auch tatsächlich vertragen - daß man nun nicht gleich mit dem Sumpfschachtelhalm anfängt, wenn man Schachtelhalm verfüttern will, ist eine reine Vorsichtsmaßnahme - die Meerschweinchen lernen besser Thiaminase einzuschätzen, wenn die Konzentration nicht so derartig hoch ist wie ausgerechnet im Sumpfschachtelhalm. Kennen sie Thiaminase, fressen sie einfach vom Sumpfschachtelhalm deutlich weniger, wie sie von Ackerschachtelhalm oder Waldschachtelhalm fressen würden ...
    Dazu kommt, daß dadurch, daß sie vom Ackerschachtelhalm mehr fressen können, ohne daß dieser gefährlich wird, sie sich natürlich auch die Zähne besser abschleifen können.
    Quelle: http://www.tierpla.net/post123136.html#p123136

    Ich hab jetzt ehrlich gesagt nicht alles verstanden...
    Also kahle Stellen sind immer ein Warnsignal. Auf jeden Fall zum Tierarzt und auf Parasiten und Pilz untersuchen lassen. Möglich wären bei einem weiblichen Tier Ovarialzysten, da kommt es aber nicht im Nacken zu kahlen Stellen. Mangelerscheinungen und übermäßiger Stress sind weitere Möglichkeiten. Wenn sich deine Tiere blutig beissen ist das NICHT NORMAL! Wenn das häufiger passiert müssen die Tiere eventuell getrennt werden (natürlich jeder mit einem neuen Partner), sofern normalerweise genug Platz vorhanden ist und alle anderen Vorrausetzungen (Häuser mit wenigstens zwei Ausgängen etc) für ein harmonischen Zusammenleben gegeben sind.

    Es gibt bei TroFu ja mehrere Probleme. Das Schlimmste ist Getreidehaltiges Futter weil das die Vermehrung von Hefen und anderen ungünstigen potenziellen Besiedlern wie Coli-Bakterien im Schwein begünstigt / auslöst und das wollen wir garnicht, selbst wenn die Tiere nicht aufgebläht sind, Schmerzen bei der Kotabgabe zeigen odert massiv Durchfall haben, sorgt eine veränderte Darmflora auch zu verringerter Produktion / Aufnahme wichtiger Vitamine. Das geringe Mengen noch nicht unbedingt sofort massive / offensichtliche Probleme auslösen ist klar (zumal Meeries Probleme ja auch so lange verbergen wie es geht).
    Verminderter Zahnabrieb und durch verringerte Rohfaserfutteraufnahme, Blasengries- und Blasensteinbildung etc. sind ja schleichende Prozesse, die natürlich bei geringer Fütterung mit ungeeignetem Futter langsam, oder mit Glück garnicht auftreten.


    Insgesamt sollte man nicht vergessen das auf all die "allein im Hamsterkäfig nur mit Trockenfutter ernährten 8-9 jährigen"-Meeries an die sich alle erinnnern tausende von Meeries kommen die unter diesen Bedingungen nur 1-3 Jahre alt geworden sind, über die aber selten lautstark und stolz berichtet wird, weil sie sowieso an "Alterschwäche" gestorben sind. Hat ja auch niemanden interessiert wenn die Tiere einfach tot im Käfig lagen.