MeerschweinchenMeerschweinchen Rassen, Farben und ZeichnungenBesonderheiten: Nacktmeerschweinchen & Cuys (Riesenmeerschweinchen)
Meerschweinchen Rassen, Farben und Zeichnungen: Besonderheiten: Nacktmeerschweinchen & Cuys (Riesenmeerschweinchen)
Besonderheiten unter den Meerschweinchen Rassen stellen die Nackmeerschweinchen und die
Riesenmeerschweinchen - auch Cuys genannt - dar.
Beide Rassen haben besondere Ansprüche an ihre Haltungsbedingungen.
Besonderheiten: Nacktmeerschweinchen & Cuys (Riesenmeerschweinchen)
Nacktmeerschweinchen
Nacktmeerschweinchen gibt es seit Mitte der 1970er Jahre. Man unterscheidet die Rassen Skinny und Baldwin.
In Deutschland ist die Zucht umstritten (vor allem bei den Baldwins durch die fehlenden Tasthaare) und beide Rassen sind nicht anerkannt. In Nordamerika und Kanada hingegen werden Skinnys und Baldwins recht häufig gezüchtet.
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Skinny Pigs gibt es seit 1976. Sie wurden ursprünglich im Labor von Menschen gezüchtet. Skinnys sind nicht völlig haarlos, sondern haben eine Restbehaarung an den Zehen und am Kopf, selten auch am Rücken. Die Tasthaare sind ebenfalls vorhanden. Die Haare der Skinnys sind kraus.
Die Haarlosigkeit vererbt sich rezessiv. |
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Baldwins sind durch eine Mutation zu ihrer Haarlosigkeit gekommen. Diese Laune der Natur trat erstmals 1976 auf. Baldwins werden normal behaart geboren und verlieren ihr Fell im Laufe der Zeit. Es bleibt keine Restbehaarung zurück, auch die Tasthaare fallen aus.
Die Haarlosigkeit vererbt sich rezessiv. |
Nacktmeerschweinchen sind in erster Linie Meerschweinchen wie andere auch. Sie möchten in einem Rudel leben, viel Frischfutter und gutes Heu bekommen - die Bedürfnisse sind mit denen von behaarten Meerschweinchen deckungsgleich.
Unterschiede gibt es in der Haltung. Durch das fehlende Fell verlieren sie viel mehr Wärme als behaarte Meerschweinchen. Um den Energieverlust auszugleichen, brauchen sie entsprechend mehr Futter (ca. 30 %). Eine ganzjährige Außenhaltung ist auf Grund der Haarlosigkeit nicht möglich (Gefahr von Unterkühlung). Im Sommer jedoch dürfen auch Nacktmeerschweinchen nach draußen. Wie bei ihren behaarten Artgenossen muss das Geheg selbstverständlich im Schatten stehen.
Besondere Vorsicht ist bei Vergesellschaftungen geboten, da sich die Meerschweinchen leicht verletzen können. Vor allem Bissverletzungen sind weitaus häufiger, da das schützende Fell fehlt. Daher ist von einer Vergesellschaftung von Skinnys / Baldwins und behaarten Meerschweinchen eher abzuraten.
Die Zucht beider Rassen ist umstritten. Darüber ob nackte Meerschweinchen "nötig" sind und daher explizit auf Haarlosigkeit gezüchtet werden sollten, sollte sich jeder selbst eine Meinung bilden.
Hier könnt ihr sehen, dass Skinnys im Grund ganz normale Meerschweinchen sind, die viel Freude bereiten.






Cuys / Riesenmeerschweinchen
Eigentlich sind Cuys keine eigene Rasse. Ich finde jedoch, dass sie trotzdem hier hin gehören.
Als Cuys werden die besonders großen Rassen der Hausmeerschweinchen bezeichnet. Den Ursprung hat diese Rasse in Südamerika. Sie wurden dort im letzten Jahrhundert aus besonderns großen Meerschweinchen gezüchtet und dienen als Fleischlieferanten. Es gibt verschiedene Unterrassen der Cuys, wobei die Cobayos die größten unter ihnen sind.
Cuys sind wesentlich größer als unsere Hausmeerschweinchen. Sie können bis zu 50 cm lang und 4 kg schwer werden. Sie setzen schnell Fett an, da sie ursprünglich ja als Masttiere gehalten wurden. Man muss daher die Fütterung daran anpassen.
Die Haltung von Cuys unterscheidet sich etwas von der Haltung normaler Meerschweinchen. Sie brauchen mehr Platz und sind sehr scheu und schreckhaft. Eine Haltung mit Kindern im Haushalt ist daher nicht anzuraten.
Cuys leiden oft an Vielzehigkeit, sogenannter Polydaktylie. Diese behindern die Cuys jedoch nicht. In der Zucht gilt dies als Erbfehler.
Cuy Meerschweinchen haben eine recht geringe Lebenserwartung von bis zu drei Jahren.
Die Zucht von Cuy Hybriden, die durch Verpaarung mit Hausmeerschweinchen erfolgt, ist schwierig. Nur Züchter mit jahrelanger Erfahrung sollten sich an diese Zucht begeben. Zu Bedenken ist dabei immer, dass die Babys viel größer sind als bei den Hausmeerschweinchen. Komplikationen bei Trächtigkeit und Geburt (Riss der Gebärmutter, Stecken bleiben des Jungtieres im Geburtskanal) erhöhen sich damit um ein Vielfaches.
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Cuys sind sogenannte Riesenmeerschweinchen. Sie können bis zu 4 kg schwer werden. Ihre Lebenserwartung liegt bei maximal 3 Jahren.
Cuys gibt es in vielen Rassen, Farben und Zeichnungen. |
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Hier seht ihr ein Cuy im Vergleich mit einem normal großen Meerschweinchen. Beide Tiere sind ausgewachsen. Das Meerschweinchen auf diesem Foto hat ein Gewicht von 1005 g, das Cuy wiegt 1950 g. |
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