Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Gewichtsabnahme und verändertes Trinkverhalten

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Der dritte Krankenthread :?


    Murmele hat vor etwa 4-5 Wochen etwas Hahnenfuß gefressen, aber ohne Durchfall o.ä. zu bekommen. Seitdem nimmt sie kontinuierlich ab:
    16. April - 1195 g
    23. April - 1177 g
    1. Mai - 1146 g
    7. Mai - 1126 g


    Normalgewicht bei ihr sind um die 1200 g. Seit gestern trinkt sie sehr viel (seit gestern Abend 60 ml, normalerweise alle paar Tage mal ein Schlückchen). Wir werden jetzt als nächstes den Urin untersuchen lassen, ich hätte Diabetes im Verdacht, es könnte laut Alex aber auch eine leichte Vergiftung sein.
    Jemand noch eine Idee?

  • Hallo,


    lasst doch sicherheitshalber auch ein Blutbild machen.


    Vielleicht fällt dem Tierarzt ja auch noch irgendetwas anderes auf.


    Habt ihr die Zähne kontrolliert?
    Manche Schweinchen trinken mehr, weil sie nicht mehr richtig essen können.


    Liebe Grüße


    Amanda

  • Bin ja in ständigem Kontakt mit Alex, unsere TÄ: Wir werden es erst mit Urin testen probieren, wenn dabei nichts herauskommt, Blutabnahme. Deshalb, weil Blutabnahme sowieso Riesenstress ist und Murmele in ungewohnten Situationen sehr, sehr panisch wird.


    Ja, Zähne hab ich immer im Blick, mit momentan zwei Zahnschweinen hab ich da ja auch Erfahrung: Da ist definitiv nichts. So traumhaft schöne Schneidezähne hab ich noch nie gesehen, und sie frisst auch wirklich richtig gut.

  • Zitat

    So traumhaft schöne Schneidezähne hab ich noch nie gesehen


    Wurden auch die backenzähne angeguckt? Die sind meist viel wichtiger


    Als erstes würde ich an die schilddrüse denken und dies auch testen lassen. Oft ist bei denen der herzschlag beschleunigt. Diese tiere haben häufig mehr durst, nehme ab (fressen aber viel) und verlieren dann auch meist haare.


    Was mir auch noch einfallen würde, wäre diabetis

  • Die Backenzähne wurden vor ein paar Wochen mit dem Otoskop mal kurz angeschaut (ich weiß, um alles genau zu sehen, braucht man Narkose und Backenspreizer, aber warum das Narkoserisiko eingehen, wenn sie super frisst), super schön. Was Zähne angeht, da bin ich mir wirklich zu 200% sicher, dass ich Symptome erkennen kann. Mein Kastrat ist seit 14 Monaten Zahni, seine Schwester hat jetzt auch beginnende Probleme, da hab ich ein kleines bisschen Erfahrung. :wink:


    Okay, Schilddrüse werde ich morgen ansprechen. Ich nehm morgen die Urinprobe mit zu Alex, wenn wir eh mit Maxi hingehen.

  • 1. Vielleicht hast Du es noch nicht mitbekommen (ist ja auch verständlich, bei dem was Du um die Ohren hast), aber ich habe definitiv Erfahrung mit Zahnschweinchen. 14 Monate bei Maxi, ca. 20 Korrekturen, ca. 30 TA-Besuche und 1600 Euro TA-Kosten. Ich bin mittlerweile bei jeder Korrektur dabei, meine TÄ lässt mich immer nochmal ins Maul schauen, wir entscheiden gemeinsam, ob da noch was Störendes ist.


    2. Ja, das sagt meine TÄ, das sagt auch Dr. Eickhoff, der Zahnspezialist, und das sagt der gesunde Menschenverstand. Nur mit Otoskop sieht man nicht alles. Backenzähne gehen bei Meerschweinchen sehr weit nach hinten, das kann man mit dem Otoskop nicht sehen. Mit dem Otoskop kann sich ein erfahrener TA einen groben Überblick verschaffen, nicht mehr. Also Maulspreizer. Maulspreizer ohne Narkose ist Tierquälerei. Es kam laut Eickhoff schon zu Kieferbrüchen, weil das gewaltsame Aufspreizen so gegen den Muskeltonus geht.


    3. Das letzte was ich tun werde, ist den TA zu wechseln. Es gibt keine bessere TÄ als meine, definitiv nicht. Sie hat Maxi das Leben gerettet, als er schon fast tot war, sie hat ihn zwei Tage zu sich mit nach Hause genommen, ihn auf ihrem Schreibtisch sitzen lassen, weil das der einzige Ort war, an dem er gefressen hat, sie ist mitten in der Nacht auf ihr Dach geklettert um ihm Klee zu holen.


    Sie hat bei Eickhoff hospitiert, hat selbst Zahni-Erfahrung.


    4. Ich muss noch sehr viel lernen, aber bei einer Sache kann ich mir wirklich sicher sein:
    Das sind die Zähne. Ich wusste bei Luna, dass sie später Zahnprobleme bekommen wird, bevor Eickhoff das gesehen hat, und ich weiß, wie ein Meerschweinchen frisst, das Zahnprobleme hat. Murmele hat keine Zahnprobleme.

  • Hallöchen,


    ich kenne sowohl Maxi_Lunas Wutzis als auch die TA. Cuddles, in diesem Fall ist ein TA-Wechsel wirklich nicht angebracht ;-) Ich würde für unsere TA die Hand ins Feuer legen und das will was heißen.
    Und zum Thema Narkose oder nicht: Um bei Meeris, die meist Futterreste im Maul haben, nicht nur oberflächlich, sondern genau ins Maul zu schaun, ist mehr notwendig (vor allem, wenn das Meeri es nicht lethargisch über sich ergehen lässt). Wehrt sich das Meeri, kann sowas ohne Narkose zu schersten Verletzungen führen.
    Man kann ohne Narkose "mal kurz reinschaun" und wird wohl auch extreme Brückenbildungen sehn, aber kleine Veränderungen (vor allem hinten) zu erkennen...dazu braucht es meist mehr. Da reicht der normale Wangenhalter/Backenspreizer oft nicht aus, vor allem, wenns weiter hinten ist.
    Ein TA, der ohne Narkose einen Kieferspreizer bei einem Meeri einsetzt, riskiert schwerste Verletzungen!
    "Meerschweinchen haben ein sogenanntes "Schlittengelenk" und das Einführen und Aufspannen des Kiefers mittels des Kieferspreizers würde dazu führen, dass der Unterkiefer heraus gleitet und das Mäulchen nicht mehr geschlossen wird, sozusagen der Kiefer ausgerengt wird bzw. auch überdehnt wird, weil ohne Narkose versucht wird Druck zum Schließen des Mäulchens auszuüben. Fressen ist trotz richtig korrigierter Zähne dann nicht mehr möglich." (Quelle: http://www.alice-dsl.net/mkf/meeri/5_2.htm)


    Natürlich ist es wichtig, zu entscheiden, ob ein kurzer Blick ohne Narkose reicht oder eine ganz genaue Kontrolle nötig ist und entscheidend, wie gut sich das Meeri dabei verhält.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Maxi_Luna sieht ihren Tieren wirklich oft schon am Kauvorgang an, wenns Probleme mit den Zähnen gibt und kriegt ihre Einschätzung meist von der TA bestätigt. Ich denke eher nicht, dass Murmele Zahnprobleme hat.
    Trotzdem danke für deinen Beitrag, oft genug liegts ja wirklich an zahnunerfahrenen TAs.


    Lg
    Lys

  • Mist. Sie trinkt wieder normal, ihr Bauch gluckert und sie hat schleimigen Kot. Ich nehm sie heut Abend mit zu Alex.... Urinprobe hab ich auch.


    Jetzt nochmal die Symptome kurz und präzise:
    Linsentrübung
    Gewichtsabnahme
    gestern verändertes Trinkverhalten, heute normal
    gluckernder Bauch
    schleimige Köttel

  • So würde ich jetzt sagen, dass sie Magen-Darm-Probleme hat! Gluckern, schleimiger Kot, Abnahme........


    Ich bin aber sehr gespannt, was eure TÄ zum Thema Diabetes sagt....... Du weißt ja : Linsentrübung ......
    Allerdings hat Tara keine zusätzlichen Symptome, so wie Murmele.


    Ich denke nun ganz fest an Euch und drücke die Daumen
    LG
    Simone

  • Ja, ich würde auf zwei Baustellen tippen:
    Einmal Gewichtsabnahme/Trinken/Linsentrübung und einmal Gluckern/schleimiger Kot.
    Bei ersterem habe ich nach wie vor Diabetes im Verdacht, bei letzterem - puh, keine Ahnung. Dass Gewichtsabnahme mit ihren Verdauungsproblemen zusammenhängt, denke ich nicht. Sie nimmt seit 4 Wochen ab, seit heute hat sie Probleme mit der Verdauung.


    In weiser Vorraussicht mache ich gerade den EB gründlich sauber, ich vermute, ich werde die nächsten Tage wieder Köttel sammeln müssen *seufz*

  • So, wieder zu Hause.


    Erstmal einen Urin-Schnelltest mit Combur Teststreifen, dabei fiel nichts auf. pH-Wert, Proteine, Glucose etc. - alles im normalen Bereich. :)
    Dann Schwein gecheckt. Im hinteren Bauchbereich ist sie verspannt. Schleim und die Verspannung würden zu Dickdarm-Problemen passen. Schleim muss jetzt besser werden, sonst schicken wir Kot ins Labor. Ich fang an, zu sammeln.
    Vorsichtshalber Urin sedimentiert - bingo. Sie hat eine Menge Kristalle im Urin, die sehr nach Calcium-Oxalat aussehen. Geröntgt haben wir dann auch - nichts. Nicht die kleinste Spur von Gries oder Steinen.


    Dickdarmprobleme und viel Trinken - das deutet darauf hin, dass sie doch mal etwas gefressen hat, was ihr nicht so gut bekommen ist. :?


    Weitere Behandlung:


    Darmprobleme - Colosan, Tee 1 (Zusammensetzung hab ich nicht mehr auswendig im Kopf) von Maxi, Wärme in Form von Snuggle Safe anbieten, Bauchmassagen.
    Wegen dem Schleim, Kot sammeln und wenn es nicht besser wird, einschicken.


    Calcium-Oxalat - Sie zu mehr Frischfutter fressen animieren. Ich mein, prinzipiell ist das schon ein Stück weit logisch: Sie frisst fast ausschließlich Heu, und trinkt im Normalfall nicht viel. Zur Zeit mag sie Wassermelone ganz gerne.


    Ich werd morgen Combur-Teststreifen besorgen, man könnte ihr auch noch Blut nehmen, aber das würde ich nach Möglichkeit gern vermeiden. Die Omi hasst alles, was vom normalen Tagesablauf abweicht *seufz*

  • Oha,


    sieht so aus, als ob ihr wieder am Krankheitensammeln seid :?
    Wo hat sich die Arme nur den Magen verdorben? Sie ist doch eh so pingelig?
    Soviel zum Selektieren bei der Omi *seufz*
    Den Blasentee trinken meine hier ja aus der Spritze, muss toll schmecken.
    Vielleicht reichts ja, wenn ihr schön durchspült und das Kalzium etwas reduziert. Und auch hier wieder....Schweine, ich dachte, ihr wisst, was ihr fressen sollt *schimpf*


    Willkommen im Club der Blasenschweine :?
    Grüßle
    Lys