• Hallo


    meine knapp 3,5 jährige Schweinedame Charity hat vermutlich eine Zyste. Ich war noch nicht beim TA. Mache ich heute oder morgen.


    Folgende Symptome:


    - Gewicht 800 g, trotzdem fühlt sie sich knochig an, ihr Bauch ist aber "Dick"


    - Sie verliert Fell an den Flanken und am Rücken


    - Sie hat eine schwarze Zitze


    - es gibt öfters Streit zwischen den 3 Weibchen, wobei mein kastrat das öfter schlichten muss




    Wie gehe ich nun vor? Ich vermute mal der TA wird es entweder punktieren oder eine OP machen


    Abr eine OP will ich eig nicht machen. Sie hat mir 1. zu viele Risiken und 2. was ich so gelesen habe was die gruppenhaltung angeht.... da wird mir schlecht.



    Damit ich beim TA nicht ganz dumm darstehe.... was habt ihr für Tipps?

  • Hört sich in erster Linie nach Zysten an, muss aber nicht.


    Wenn die Zyste(n) hormonell aktiv sind, könnte man es zunächst mit Ovarium oder auch gleich mit Hormonspritzen versuchen.


    Punktieren bringt meiner Meinung nach nichts, vor allem bei kleinen Zysten. Denn sie würden sich immer wieder mit Flüssigkeit füllen. Und eine Punktion hat auch einige Risiken, da dem Körper Flüssigkeit entzogen wird. Der Volumenverlust kann zu Kreislaufproblemen führen.

  • Und wie gehe ich jetzt am besten vor?




    Wegen der Hormontherapie habe ich auch viel negatives gehört. Man müsste es ein Leben lang spritzen und so. Wieviel kostet sowas überhaupt? (Und nein mir geht es nicht um Geld, ich brauche nur so einen ungefähren Anhaltspunkt). Macht das überhaupt Sinn, ein so kleines Wesen mit Hormonen vollzupumpen?


    Was denkt ihr zum Thema OP?

  • Hier mal ein interessanter Link, den ich mir auch gespeichert habe, da ich morgen auch wegen Verdacht auf Zysten zum TA muss:
    Wirbelverletzung, Fraktur - Dosierung Traumeel/Zeel S. 9, Seite 4


    Wegen einer OP bin ich wohl nicht geeignet, dir da Tipps zu geben. :oops:


    Letzlich hat alles seine Vor- und auch Nachteile. Bei einer OP kann was schiefgehen, während deine Maus vielleicht gut mit den Hormonspritzen ausgekommen wäre. Andersrum kann es auch sein, dass man eine OP mit den Hormonspritzen nur weiter hinauszögert, und eine OP dann risikoreicher ist. Die Zysten hatten in der Zeit Zeit zu wachsen, schwächen das Immunsysten, das Schwein nimmt ab,...


    Man gibt am Anfang 3 Spritzen im Abstand von 10-14 Tagen (beim Ovogest). Das würde ich erst mal versuchen. Wenn es nicht anschlägt, kann man ein anderes Hormon (nach 6 Monaten, da der Körper sonst zu sehr belastet ist) versuchen. Wenn alles nicht hilft, kann nur noch eine OP helfen.


    Eine Spritze hatte mir damals 5€ netto gekostet.


    edit:
    Link vergessen. :oops:

  • Hi,


    ja, das hört sich nach Zysten an. Allerdings können Zitzen natürlich schwarz sein, wenn es die Haut drumherum auch ist. Bei Schweinchen sind die nicht automatisch rosa ;)


    Zu der OP: Muss nicht sein, wenn das Schwein nicht sichtbar davon eingeschränkt wird, z.B. Schmerzen, Verdrängung der inneren Organe oder eine Entzündung der Gebärmutter dazu kommt.


    Zu den Hormonen: Einige im Forum haben gute Erfahrungen damit gemacht, meine TÄ spritzen es allerdings nicht, weil es Nebenwirkungen haben kann.


    Zur Homöpathie: Meine Zicke bekommt Ovarium und Hormeel gemischt 2x die Woche. Seitdem haben sich ihre Symptome verbessert. Das Wachstum der Zysten muss eben ständig beobachtet werden.


    Hoffe, ich konnte dir helfen :)


    EDIT: Die Praxis hört sich gut an!

  • Zitat von Kyochan1990

    Abr eine OP will ich eig nicht machen. Sie hat mir 1. zu viele Risiken und 2. was ich so gelesen habe was die gruppenhaltung angeht.... da wird mir schlecht.


    Darf ich mal fragen, was du so über Gruppenhaltung und Weibchenkastrationen gelesen hast?
    Würde mich sehr interessieren, da es hier bei meinen zwei kastrierten Mädels keinerlei Verhaltensänderungen (außer das sie nicht mehr ununterbrochen irgendwen besteigen wollen, weniger aggressiv sind und auch mal wieder in Ruhe fressen und schlafen können) gab.


    Die OP ist "das letzte Mittel". Hormonbehandlungen schlagen meist sehr gut an. Und ja, die bringen sehr viel.


    Wenn es nicht besser wird, würde ich eine Blutprobe machen lassen um die Schilddrüsenwerte zu überprüfen (unbedingt dazu sagen, ist im "normalen" Bluttest nicht drin).


  • Ja das hilft mir weiter, danke.


    Ich versuche auch um eine Op drumrum zu kommen. Meine vermutung ist, dass es erstmal mit Hormonspitzen versucht wird und wenn das nicht klappt will ich sie mal auf Ovarium und Hormeel ansprechen.


    Wie sieht es mit einer Punktion aus?



    Achja und die Zitze war nicht von Anfang an schwarz. Sie ist ein weißes Peruaner Schweinchen mit heller Haut. Anfangs waren ihre Zitzen Rosa, inzwischen ist eine schwarz...

  • Zitat von Pardona

    Darf ich mal fragen, was du so über Gruppenhaltung und Weibchenkastrationen gelesen hast?
    Würde mich sehr interessieren, da es hier bei meinen zwei kastrierten Mädels keinerlei Verhaltensänderungen (außer das sie nicht mehr ununterbrochen irgendwen besteigen wollen, weniger aggressiv sind und auch mal wieder in Ruhe fressen und schlafen können) gab.


    Die OP ist "das letzte Mittel". Hormonbehandlungen schlagen meist sehr gut an. Und ja, die bringen sehr viel.


    Wenn es nicht besser wird, würde ich eine Blutprobe machen lassen um die Schilddrüsenwerte zu überprüfen (unbedingt dazu sagen, ist im "normalen" Bluttest nicht drin).




    Hier:



    Die bei so einer OP entstehenden Narben drücken ein Leben lang auf die inneren Organe beim Meerschweinchen. Die Narbe einer solchen OP ist im Vergleich zur Bauchdecke riesig. Es kommt noch dazu, dass die Narben ein Dehnung der Bauchdecke verhindert. Gerade Pflanzenfresser haben nicht selten direkt nach der Fütterung einen massiv gefüllten Magen/Darmtrakt das Bauchvolumen vergrößert sich massiv. Normalerweise ist das kein Problem, es kann aber ein Problem werden, wenn die Bauchdecke massiv spannt, weil eine große Narbe die Haut daran hindert, sich mit auszudehnen.


    Meerschweinchenweibchen ohne Gebärmutter/Eierstockzysten zeigen leider auch kein normales Verhalten mehr. Sie werden natürlich nicht mehr brommselig. Dadurch stehen sie sogar teilweise in der Rangordnung regelrecht außen vor. Der Bock versteht die Ablehung des Weibchens gegenüber seinem Werben nicht, das Weibchen wird mitunter regelrecht vergewaltigt oder bleibt ganz außen vor. Eine normale Interaktion zwischen Kastrat und Weibchen findet nicht mehr statt. Das kann zu massiven Rudelproblemen führen, denn gerade kastrierte Meerschweinchenböcke haben meist weiter eine relativ normale Sexualität und leben diese mit ihren Weibchen aus.



    Quelle: diebrain.de

  • Es gibt so viele kastrierte Weibchen, die nach der Op wieder ein normales Leben führen konnten/können.


    Ich hätte meine beiden Schweine auch kastrieren lassen sollen statt mit der Homöopathie zu arbeiten. Denn in ihrem Verlauf ist es nur schlechter geworden.
    Deswegen kann ich nur raten gleich Hormonspritzen zu geben. In der Regel muss man 3 mal Spritzen und dann sollte man evtl für immer Ruhe haben oder man muss nach einem halben Jahr oder länger (kommt auf das Schwein drauf an) wieder nach spritzen oder früher..
    Auch kommen keine Nebenwirkungen(wie Veränderungen der Gebärmutter oder ähnliches) der Hormonspritzen sofort, sondern wenn man länger dabei ist.


    Eine Kastration sollte man bei einem Tierarzt machen lassen, der damit Erfahrungen hat und alles genau erklärt und wo die Sterberate kaum bis niedrig ist. Oft liegt es nämlich auch an den Tierärzten und nicht am Schweinchen selber.


    Ein Ultraschall wäre gut, um zu sehen ob auch die Gebärmutter verändert ist, denn dann wäre eine Op sinnvoll

  • Die Mädels kommen nicht mehr in die Brunst. Das ist alles. Ihnen "fehlen" also maximal die "aufregenden 24h" alle 14-16 Tage, allerdings hat vor allem mein Zystenschwein ausreichend Sexualität für 3 Schweineleben gehabt. DAS war für niemanden in der Gruppe erfreulich, auch nicht den Bock. :wink: Ansonsten hat sich am Gruppenleben hier nichts geändert, auch die Rangfolge nicht. Die Narbe ist bei beiden äußerlich nicht mehr zu sehen und auch die innerlichen Narben scheinen gut verheilt zu sein, denn der Bauch dehnt sich ganz normal nach dem Futtern, wenn mal jemand etwas aufgebläht ist, der Bauch ist weich und fühlt sich normal an...


    Die OP ist lebensgefährlich, keine Frage. Und ohne Not absolut nicht zu empfehlen. Aber aus gesundheitlichen Gründen manchmal der einzige Weg. Wie gut die OP weggesteckt wird hängt am Tierarzt und am Allgemeinzustand vom Schwein und damit beim Halter. Leider wird oft so lange gewartet, das der TA nicht mehr helfen kann, nicht zuletzt wegen übertriebenen Horrorgeschichten über Mädelskastrationen.


    Aber damit kann man sich immernoch auseinandersetzen wenn mehrmalige Hormongaben nichts bringen.