Beiträge von Pardona

    Nach der Kastration sollte Schwein nach Möglichkeit auf Tüchern sitzen. Die Narbe geht fast über das ganze Schwein, besser wenn da keine Streu reinkommt. Häuser etc. können drin bleiben, selbst wenn Schwein auf blöde Ideen kommt, hält die Naht das aus. Direkt nach der Kastration ist das allerwichtigste Ruhe! Wenn das Schwein nicht eine Stunde nach dem Heimkommen frisst nicht in Panik geraten. Lieblingsfutter wie Salat, Dill, Petersilie und Co. anbieten. Nur wenn das Schwein total abwesend ist päppeln. Wenn zu Nachblutungen kommt: Kompresse draufdrücken bis es aufhört (meist eine Minute) oder bis man beim TA ist. Grundsätzlich kann dass Schwein zu Artgenossen, es sei denn es wird belästigt. Der Patient entspannt sich besser und fühlt sich sicherer.
    Die äußeren Fäden werden normalerweise nach 10 Tagen gezogen (falls Schwein das nicht selbst erledigt). Kuschelsachen und auch Wärmekissen werden gern angenommen.


    Dinge die da sein sollten:
    Nummer des Tierarztes
    Blutstillendes Verbandszeug
    Mielosan Honigsalbe (bessere Heilung)
    Päppelbrei, Sab Simplex, Bene Bac
    Schmerzmittel!!
    Lieblingsfutter
    Wärmekissen


    Wir hatten hier zwei Mädelskastras.
    Yuki (Uterustumor) war nach der OP sofort fit, ist ganz normal zum Futtern gekommen, hat erstmal das doppelte der normalen Portion verdrückt und ist dann (wie sonst auch) schlafen gegangen. Die Wundheilung war etwas Langwierig, da sie die Fäden und danach auch immer die Klammern gezogen hat. Ist aber nicht so wild. Der Bauch wird in drei Ebenen genäht.


    Tribble (Ovarialzysten) war nach der OP ziemlich fertig und schwach. Sie brauchte ca. 4ml Päppelbrei und eine heftige Nachblutung musste gestillt werden. Danach hat sie etwas gemümmelt und dann einige Stunden geschlafen. Ich hatte sie von den anderen Abgetrennt, damit sie Ruhe bekommt. Noch in der Nacht hat sie sich selbst durch zur Seite schieben der Absperrung aus ihrem Einzelzimmer entlassen. Am nächsten Tag ist sie schon wieder auf Häuschen gesprungen.


    Alles Gute

    Ich würde auch zu einem anderen TA gehen. Sitzt der Abszess außen am Kopf oder unter einem Zahn? Der Abszess sollte geöffnet, gespült und mit einem lokalen Antibiotikum versorgt werden. Möglicherweise sind in der Folgezeit weitere Spülungen notwendig, bis alle Bakterien abgetötet sind und die Wunde von innen heilen kann. Das kann man gut Zuhause machen. Zum Spülen kann man Rivanol-Lösung verwenden. Gut funktioniert eine Spülkanüle (manche Tierärzte geben diese ungern aus der Hand, im Zweifelsfall hartnäckig sein) an einer Spritze. Rein in den Abszess und Spülen bis kein Eiter und kein Gewebe mehr ausgespült wird. Dann mit einer antiseptischen Salbe (zum Beispiel Betaisadonna) abdecken. Wenn sich der Abszess schnell wieder füllt mehrmals am Tag spülen. Ein eingesetzter Leukasekegel kann sehr hilfreich sein.

    Das Gemüse in Streifen schneiden und beobachten in welcher Form sie es am besten fressen kann. Heu geht normalerweise ganz gut, es sollte nur sehr locker rumliegen, weil das Rausziehen ohne SZ schwer fällt. Die unteren SZ müssen eventuell gekürzt werden, falls sie beim Fressen stören (das Futter muss vom Schwein nun daran vorbeimanövriert werden).

    Ich denke sie haben Darwins Maul ziemlich umgestaltet. War ja wohl auch nötig. Wie gesagt, nach der Meta-Gabe ging es, nun heißt es üben. Solange wird gepäppelt. Glücklicherweise nimmt er es freiwillig. Wir hatten es schonmal, das es nach der Sanierung erst schlimmer war als vorher. Kommt vor. Wichtig ist Schmerzmittel da zu haben. Und die besten Leckerlies. Eben hat er Dill gemümmelt. :) Quälend langsam aber immerhin.

    Nur der Urin, werde gleich mal anrufen ob schon was rausgekommen ist. Sie wirkt heute recht fit und "weint" nicht, aber ihr Urin stinkt, ist mit unsichtbaren Blut und sie trinkt viel.


    Darwin sabbert heute wie eine Bulldogge. Habe nochmal Meta gegeben, jetzt ist es besser. Er hat noch nicht viel gefressen, gleich bekommt er noch was. :?


    Edit: Selbstgemachten Päppelbrei hat er dann jetzt genommen. Hoffe er ist schnell wieder beieinander.


    In der Urinprobe war Blut, Entzündungszellen, Sediment. Bakterien haben sie noch nicht gesehen, können aber auch Kokken sein, die einfach bei der Vergrößerung nicht sichtbar sind. Geht eh noch ins Fremdlabor. Werde gleich Marbocyl abholen, das schlägt erfahrungsgemäß am besten an bei Feld-Wald- und Wiesenblasenentzündungen.

    Zunächst sind Hormonspritzen das Mittel der Wahl, meist schlagen sie sehr gut an. Nach drei Behandlungen ist meist (erstmal) Ruhe. Die Zysten können wiederkommen, müssen sie aber nicht. Bei immer wiederkehrenden Zysten mit starken hormonellen Auswirkungen sollte man über eine Kastration nachdenken. Wartet man nicht zu lange und das Tier ist noch in einem guten Gesundheitszustand überstehen die Mädels die OP bei einem guten TA meist ganz gut. Danach leben sie ganz normal weiter, nur das sie nicht mehr brünstig werden.


    Bei erstmals diagnostizierter Zyste ohne den kompletten Behandlungszyklus (3x Spritzen im Abstand von etwa 2 Wochen) durchgeführt zu haben ist die Überlegung zu einer Kastration noch zu früh.

    Sind wieder da. Der alte Herr ist fit und isst gerade zu Abendgemüse (Brot gibts ja nicht :wink: ). Noch muss er sich etwas daran gewöhnen, aber es klappt schon wieder ganz gut. Er hatte zwei kleine Haken. Problematischer ist, das seine Zähne etwas nach Innen gekippt sind. Er hat wohl zum Teil auf den Seiten seiner Zähne gekaut, statt auf den Kauflächen. Ich hoffe er gewhnt sich schnell wieder an ein normales Kaugefühl.
    Von der Wurst habe ich heute Morgen gleich noch eine Urinprobe mitgenommen, da ich bei ihr von einer Blasenentzündung ausgehe. Mal sehen was dabei rumkommt. Für heute reichts, haben erstmal genug Geld und Nerven verloren heute. :wink: