Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Komm gut über die Regenbogenbrücke Marie 11.02.12

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Hallo, leider weiß ich nicht mehr, wie ich meiner kleinen Marie noch helfen kann... Am besten fange ich von Anfang an. Hoffe das ganze wird jetzt nicht zu lange. Das ganze fing vor ca. einem Jahr an, da wurden bei der kleinen Maus Ovarialzysten festgestellt, als sie das erste Mal aufgebläht ist. Bis Novemeber diesen Jahres traten keine Probleme auf. Mitte November kam es zur nächsten diesmal ziemlich extremen Aufgasung. Die Zysten waren Pflaumengroß und der Tierarzt meinte Päppeln, Medikamente... und wenn es nicht besser wird Nottierarzt / Klinik. Beim dritten Mal Päppeln war sie noch dicker und ich bin zum Nottierarzt. Die meinte an einer OP kommen wir nicht vorbei. Ich hab sie dann noch aufgepäppelt und am Sonntag wurde sie operiert. (Entfernung Eierstöcke + Gebärmutter). Ging soweit alles gut, nur hoppelte sie seit der OP immer ein bißchen. Diagnose war dann Nervenschaden durch die Narkosespritze. Behandlung mit Traumeel und Globoli. Und dann kam es ganz hart, ich mußte meine Lisa (ihre Schwester) wegen Blut in der Gebärmutter auch operieren lassen. Die kleine ging ein paar Tage später über die Regenbogenbrücke. :( Das war am 09.12.11.
    Da Marie so sehr am Schreien war, wenn ich aus dem Raum bin, habe ich schweren Herzens zwei Tage später den kleinen Pablo einziehen lassen. Die zwei vertragen sich recht gut und haben auch gut gefressen. Dann der nächste Schock um den 19.12.11 rum. Marie war abends wieder total aufgebläht und lethargisch. Gleich wieder zum Tierarzt. Medikamente bekommen und ich sollte päppeln und Sab simplex geben. Das Schweinchen hat nix genommen. Deshalb habe ich sie morgen mit Pablo zum Tierarzt gebracht und die haben dann gepäppelt... und haben auch was an ihren Zähnen gemacht, weil ich gemeint habe sie sollten mal schauen, weil ich immer komisch angeknabberte Gurkenstücke hatte, ich weiß das war vielleicht ein Fehler... am 24.12. konnte ich die beiden wieder abholen. Bei Marie ist ein Hefepilz diagnostiziert worden, den ich zwei Wochen mit Nystatin behandelt habe. Da sie seit dem Tierarzt nicht normal fressen konnte oder wollte, habe ich mir am 30.12. eine Zweitmeinung eingeholt und war bei einem anderen Tierarzt. Die Zähne konnte sie nur ohne Narkose anschauen und konnte nix feststellen. Für eine Narkose war sie zu schwach. Blutwerte alle i.O. und Röntgenbilder auch. Bei ihr habe ich dann noch Bene Bac Pulver mitgenommen und das täglich zwischen den Pilzbehandlungen gegeben. Gefressen hat sie anfangs nur Karottengrün und Petersilie. Mit der Pilzbehandlung sind wir seit dem 06.01. fertig und sie hat jetzt wieder auch normal gefressen und es auf 880g geschaft. Vor ca. 1,5 Wochen habe ich dann festgestellt, dass sie Schmerzen beim Kötteln hat, ssie saß auch zähnenknirschend da. :-( Anruf bei beiden Tierärten. Erste Meinung: Hängt noch mit der Pilzbehandlung zusammen sei normal. Weiter Schmerzmittel geben( Meloxoral) anderer Tierarzt: Das könnten Narbenschmerzen sein von der OP. Am Donnertag abend dann wieder leichte Aufgasung die mit Sab Simplex wieder wegging. Mit Tierarzt stand ich in Kontakt. Freitag wieder schlimmere Aufgasung und wieder zum tierarzt. Die meinte die Schmerzen kommen eindeutig von dem Narbengewebe und die Aufgasung hängt damit auch zusammen. Zum Thema Schweinchen erlösen meinte sie: nach der ganzen Leidensgeschichte wurde sie es verstehen, vor allem weil ich mit meinen Nerven auch total am Ende bin. Ich kann bald nicht mehr. Ich kann die Kleine nicht immer wieder leiden sehen. :cry:
    Aber normal sei das noch kein Grund zum Einschläfern. Und da hab ich ihr natürlich noch eine Chance geben müssen. Aber ob die richtig ist....
    Ich soll ihr jetzt dreimal am Tag Metamizol und Parffinöl geben. Das Meloxoral wollte ich wegen der Nieren nicht mehr geben.
    Im Moment frißt sie mir nur wieder Karottengrün, Petersilie und ein bißchen Paprika und natürlich Heu. Immer wenn sie wieder leicht aufgast gibts Sab Simplex. Weiß nicht, ob nicht doch was mit den Zähnen ist... Bin einfach total durch den Wind, möchte sie nicht zu noch einem Tierarzt schleppen...
    So ist sie ganz lieb. Bettelt auch, läuft rum, sieht aber nicht so fit aus. Auch nicht vom Fell her. Das ist im Backenbereich aufgestellt.
    Bitte gebt mir eure Ratschläge. Ich möchte die Kleine nicht so einfach aufgeben. Aber so langsam aber sicher kann ich nicht mehr. :(
    Und ganz wichtig sie soll nicht leiden !

  • Wenn sie von alleine frisst, um Futter bettelt und am Leben teilnimmt sehe ich keinerlei Grund das Tier einschläfern zu lassen. Gut wäre es mit Medikamenten- und Zusatzfuttergabe langsam runterzugehen damit der Körper sich mal wieder auf ein Gleichgewicht einstellen kann.
    Wurde der Kopf mal geröntgt um einen Abszess im Kiefer auszuschließen?

  • die frage kannst letztendlich nur du beantworten.


    Fressen etc würde ich persönlich nicht mehr als alleiniges Kriterium nehmen. Ich weiß dass heir viele anders denken, aber ein Tier kann trotz gutem appetit auch sehr leiden.
    Mir wäre wichtig: leidet das Tier Schmerzen, ist es stark beeinträchtigt usw. also wenn es leidet und keine Hoffnung auf Besserung ist, lasse ich ein Tier lieber gehen.


    Ich weiß nicht ob dir das hilft... *knuddel*

  • Zitat von Pardona

    Wenn sie von alleine frisst, um Futter bettelt und am Leben teilnimmt sehe ich keinerlei Grund das Tier einschläfern zu lassen. Gut wäre es mit Medikamenten- und Zusatzfuttergabe langsam runterzugehen damit der Körper sich mal wieder auf ein Gleichgewicht einstellen kann.
    Wurde der Kopf mal geröntgt um einen Abszess im Kiefer auszuschließen?


    Danke für die schnelle Antwort!
    Ja es wurde der Körper und der Kopf geröntgt, also am 30.12.
    Da lag kein Abszess vor.
    Sie wiegt momentan nur noch 760g.
    Mit dem Schmerzmitttel wollte ich runtergehen, da kamen die Schmerzen beim Kötteln. Ich denke ohne wird die kleine Maus nicht mehr auskommen. Und dann kommt immer wieder das aufgasen. Das bekomme ich mit Sab Simplex zwar ganz gut in den Griff, aber unter der Woche bin ich gut 9 Stunden aus dem Haus.

  • Zitat von Mäusle

    die frage kannst letztendlich nur du beantworten.


    Fressen etc würde ich persönlich nicht mehr als alleiniges Kriterium nehmen. Ich weiß dass heir viele anders denken, aber ein Tier kann trotz gutem appetit auch sehr leiden.
    Mir wäre wichtig: leidet das Tier Schmerzen, ist es stark beeinträchtigt usw. also wenn es leidet und keine Hoffnung auf Besserung ist, lasse ich ein Tier lieber gehen.


    Ich weiß nicht ob dir das hilft... *knuddel*


    Danke für die schnelle Antwort und den *knuddel* kann ich grad echt gut gebrauchen.
    Klar das weiß ich ja auch. Mein nichttierhabendes Umfeld hat leider kein Verständins....
    Das Problem bei der Einschätzung ist, dass es bei ihr immer auf und ab geht...
    Ich orientiere mich jetzt am Gewicht und an ihrem Interesse an der Umgebeung. Sie ist so ein süßes, liebes kleines Ding und ich mußte leider schon ihre Schwester gehen lassen. Sie ist jetzt 4 Jahre alt. Das ist doch noch kein Alter. Das nächste ist sie hat jetzt so hart gekämpf die letzten Wochen. Da fällt die Entscheidung noch schwerer. Endlich nicht mehr länger leider lassen. Immer wieder Schmerzen, Unwohlsein, Medikamete, Streß, Tierarzt... oder denken sie hat gekämpft und möchte weiterleben
    Ich weiß es leider nicht. :(

  • ja es ist schwer. Ich war vor 2 Jahren in der gleichen situation. Bisquit wollte definitiv fressen, hat den Päppelbrei gern genommen, war auch sonst so einigermaßen "fit" . Aber trotzdem gings bergab, der Abszess hat den Kiefer aufgefressen und letztendlich hätte es keine Besserung mehr gegeben. Da hab ich dann entschieden sie gehen zu lassen, das "auf und ab" hatten wir ja auch, aber es wär dauerhaft so geblieben und das wollt ich ihr einfach nicht antun.


    schwierige entscheidung :(

  • Mich wundert das sie immer wieder aufgast, lass doch bitte nochmal einen Kotprobe untersuchen (ber 3 Tage gesammelt)ob sie evtl noch oder wieder Hefen hat oder Kozidien.


    Denke das würde ich auf jeden Fall noch abklären.


    Du kennst deine Kleine am besten und ich prsönlich würde in der Situation denke ich noch nicht aufgeben, solange sie versucht selbständig zu fressen und auch sonst fit wirkt.


    Ich schick dir mal ganz viel Kraft rüber!

  • Zitat von Mäusle

    ja es ist schwer. Ich war vor 2 Jahren in der gleichen situation. Bisquit wollte definitiv fressen, hat den Päppelbrei gern genommen, war auch sonst so einigermaßen "fit" . Aber trotzdem gings bergab, der Abszess hat den Kiefer aufgefressen und letztendlich hätte es keine Besserung mehr gegeben. Da hab ich dann entschieden sie gehen zu lassen, das "auf und ab" hatten wir ja auch, aber es wär dauerhaft so geblieben und das wollt ich ihr einfach nicht antun.


    schwierige entscheidung :(


    Aber wenigstens können wir was für unsere Kleinen tun. :( Ich versuch jetzt mal bis zum Wochenende abzuwarten. Päppeln läßt sich meine höchst ungern. Und das möchte ich ihr eigentlich auch nicht mehr antun. Verhungern würde ich sie natürlich auch nicht lassen...
    Ich denk auch meine Kleine soll sich nicht durchs Leben kämpfen müssen. Irgendwann muss man auch "aufgeben" auch wenn mir das wie ein versagen vorkommen wird.


  • Ich denk das hängt mit den innerlichen Vernarbungen zusammen.
    Die seien ja auch für die Schmerzen beim Kötteln verantwortlich. Deshalb komme ich wahrscheinlich vom Schmerzmittel auch nicht weg... was auf Dauer natürlich au nix ist. :(
    Seit der OP kommt eins nach dem anderen und alles ist die Folge von dem vorherigen.... Kot wurde untersucht. Der war ohne Befund.
    Genau so denke ich auch! Selbst wenn ich wirklich am Ende bin, kann ich sie nicht gehen lassen, weil ich es dann irgendwann leichter habe...
    So blöd und feige es sich das jetzt anhört. Manchmal wäre es mir am liebsten, wenn meine Maus einfach einschlafen würde. Mir bricht es jedes mal das Herz wenn ich sie wieder leiden sehen. Und Familienkrach gibts auch schon... meine Eltern verstehen nicht wie ich mir das antun kann. Die leiden auch schon mit.... und ich bin schon 34....
    Vielen Dank lieb voon dir!

  • Du, ich glaub hier kennt das jeder das viele den Kopf schütteln wg dem was wir wg unseren Tieren machen.


    Ich hab meine Baileys sogar, damit ich sie päppeln konnte mit zu meiner Mum genommen, als mein Stiefdad beerdigt wurde, also denkbar ungünstig für alle Beteiligten.
    Meine Oma hatte da so gar kein Verständins für, meine Mum glücklicherweise schon.
    (Die Kleine hats leider nicht geschafft und ist 2 Tage später über die RBB, das war das schlimste Wochenende was ich je hatte)


    Also lass dich da von deiner Familie nicht zusätzlich stressen!

  • Zitat von angelssend

    Du, ich glaub hier kennt das jeder das viele den Kopf schütteln wg dem was wir wg unseren Tieren machen.


    Ich hab meine Baileys sogar, damit ich sie päppeln konnte mit zu meiner Mum genommen, als mein Stiefdad beerdigt wurde, also denkbar ungünstig für alle Beteiligten.
    Meine Oma hatte da so gar kein Verständins für, meine Mum glücklicherweise schon.
    (Die Kleine hats leider nicht geschafft und ist 2 Tage später über die RBB, das war das schlimste Wochenende was ich je hatte)


    Also lass dich da von deiner Familie nicht zusätzlich stressen!


    Oh je, dass war natürlich so ziemlich der ungünstigstes Augenblick.
    *drück* Manchmal kommt einfach alles auf einmal.
    Ja ich versuchs!
    Glaub ich dir! Wir verschenken unser Herz an unsere kleinen Racker.
    Gerade war meine Mutter da um nach uns zu schauen. :)

  • Hallo Niki,
    beim Lesen Deines Beitrag kann ich gut verstehen, dass Du mit den Nerven runter bist. Ich versuch mal alles abzuarbeiten.
    Das Paraffinöl würde ich rausnehmen, es lagert sich zu Teil in der Leber ab. Eine Alternative wäre das Colosan (pflanzliche Öle), das zusätzlich die Darmschleimhaut beruhigt und auch etwas den Appetit anregt.
    Vom Fressen her sind die Sachen ok, vielleicht nimmt sie ja auch Dill, wäre super fürs Bäuchlein. Wir hatten hier auch Hefen und sind gerade beim zweiten Nystatin Durchlauf.
    Grüner Hafer ist ein gutes Futter, wenn nur wenig gegeben kann und wird hier supergerne genommen.
    Das Sab würde ich auf jeden Fall rausnehmen wegen dem Zucker, sonst kommt der nächste Hefeschub. Eine Alternative ist Imogas aus der Apo.
    Für die Darmsanierung, die nach dem Nystatin wichtig ist, ist das Lactogel (wir haben zur Zeit Joghurt) gut da, wieder kein Zucker drinne ist.
    Leider sind die Schmerzmittel auf dauer sehr schlecht für die Leber, auch die Nieren. Ev. kann man ein homöop. Mittel in einer C-Potenz dauerhaft geben.
    Sind die Narben denn verhärtet?


    LG Dani


  • Hi Dani,
    es ist leider dieses ewige auf und ab, da hab ich mich gerade wieder etwas beruhigt und bin wieder etwas gelassener, dann kommt die nächste Sache.
    Am Anfang hat man ja noch Hoffnung, dass alles wieder gut wird... und man denkt es ist nur ne Paranoia die einen dauern vor dem Käfig sitzen läßt wenn einem wieder was komisch vorkommt....
    Ich hab mittlerweile jedes mal Angst wenn ich in mein Wohnzimmer geh und denk was erwartet mich jetzt wieder. Ist das gleiche wenn ich morgen arbeiten geh. Da mach ich mir dann den ganzen Tag Gedanken wies der Kleinen gerade geht und ob abends gleich wieder ein Tierarztbesuch ansteht.
    Ich denke ich könnte sicher noch zu einer 3. Tierärztin gehen, aber zu welcher kann man fast um die Uhr kommen... Da bin ich wirklich froh, dass ich so eine gefunden habe und deshalb bleib ich der auch treu.
    Hab jetzt eh schon zwei Meinungen.


    Werde mir auf jeden Fall das Colosan und das Imogast besorgen.
    Den Dill ist leider nur mein Kleiner. Gibt gerade noch Gurke, roter Paprika geschält, Karotte und Sellerie.
    Krieg ich den grünen Hafer im Freßnapf?
    Ich geb momentan noch ab und zu das Bene Bac Pulver, da ist aber glaub auch Zucker drin oder? Dann steig ich da auch um auf Lactogel.
    Das mit den Schmerzmitteln kläre ich ab. Meine hat auch homoöpatische Medikamente.
    Ich hab sie selber noch nicht ertastet. Aber die Tierärztin meinte die sind leider gut zu ertasten. Äußerlich ist alles super verheilt.
    Ich weiß Getreide ist eigentlich nix für Meerschweinchen, aber die beiden kriegen Haferkissen und die will ich Ihnen eigentlich auch nicht weg nehmen. Darin kriegt Marie auch ihr Schmerzittel. Ist das arg fährlässig wegen dem Pilz. Ich finde es streßfreier wie immer mit der Spritze die Medikamente zu geben.


    LG Nicole

  • Hallo Nicole,
    ich habe die Haferkissen gleich nach der Hefepilzdiagnose entsorgt, ich hatte sie für unseren Kleinen. Sie bekommen jetzt das Hafer spezial von Zoo&c..., es ist das einzige, wo nicht so viele Ähren drinne sind, die suche ich dann raus. Der Kleine hat trotz der Behandlung 100g zugenommen.
    Waren auf dem Röntgenbild Verwachsungen zu erkennen, die auf dem Darm drücken?
    Da das Gewicht doch ganz schön runter gegangen ist, würde ich doch nochmal eine fünf Tage Sammelprobe abgeben, um, wie Angelssend geschrieben hat, einen erneuten Hefepilz oder Kozidien ev. auch Parasiten auszuschliessen, alles führt auch zum Gewichtsverlust und bei Hefen muss man meist zwei Durchläufe mit Nystatin machen.
    Deine Angst kann ich, grade mit dieser Vorgeschichte, gut verstehen.
    Wichtig finde ich es, das man sich kleine Ruhe/Kraftinseln schafft, um einfach mal runterzufahren. Hätte ich das nicht gemacht, wäre ich wohl letztes Jahr abgeklappt.


    LG Dani

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