Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Wohl endlich richtige Diagnose: Eierstockzysten

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Hallo zusammen,


    wir haben immer noch Probs mit dem Problemschwein. Nachdem unser alter TA zuerst Hautpilz und dann Milben diagnostiziert hat, haben wir jetzt den TA gewechselt.


    Unser neuer TA soll sich auf Nager spezialisiert haben und wurde mir einer Mitarbeiterin von Meerschwein in Not e. V. empfohlen. TA hat sich erst mal aufgeregt, dass alter TA nicht gewogen hat und keine gesicherte Milben/Pilz-Diagnose gestellt hat.


    Naja, auf jeden Fall hat er dann untersucht, Pilzkultur ist angesetzt, Parasiten keine gefunden. Haarausfall kommt vermutlich von Eierstockzysten. Dafür spricht: angefangen hat er an den Flanken, Schwein ist sexuell sehr aktiv, bespringt Männchen, hat kein Juckreiz und es ist eben nur ein Schwein krank, Parasiten/Pilze wären ja ansteckend.


    Jetzt wird noch ein Blutbild gemacht, um Schilddrüsenprobleme auszuschließen. Zysten hat sie auf jeden Fall, sichergestellt soll nur werden, ob die wirklich hormonell so aktiv sind, dass ne OP notwendig ist. ABer ganz ehrlich, was ich bis jetzt darüber gelesen habe, denke ich, wir kommen um die OP nicht drum rum. Zuerst will der TA medikamentös behandeln.


    Bin irgendwie traurig und auch leicht schockiert :(. Hatte noch nie ein krankes Schwein, jetzt sowas :(. Da wären mir echt Parasiten (selbst wenn sie durch Pflege-/Haltungsfehler meinerseits gekommen wären, lieber. Da hätte ich wenigstens was gegen tun können :(.

  • Ich habe auch ein Schweinchen das Probleme mit hormonell aktiven Zysten hatte. Da gabs vier Ovogest-Spritzen (jeweils im Abstand von 10-14 Tagen) und das Problem war gelöst. Bisher ist das Problem nicht wieder aufgetreten, immerhin schon fast drei Monate ist Ruhe. Die OP würde ich in dem Fall immer als Letztes Mittel sehen.

  • ja, das sagte der TA auch, dass er das vorher probiert, die OP birgt ja ne Menge Risiken. Habe auf diebrain darüber gelesen, bin echt schockiert :(


    Jetzt heißt es hoffen, dass das Schweinchen keine weiteren Krankheiten hat und es vielleicht mit den Medikamenten weggeht. Wäre schön!

  • Sie wird im September 2 Jahre alt.


    Wir haben jetzt die Blutergebnisse. Schilddrüsenwerte sind in Ordnung. Pilzkultur unauffällig. Also definitiv hormonell aktive Zysten.


    Habe den TA auf die Spritzen angesprochen, werden wir ausprobieren, obwohl er glaubt, dass die nur vorrübergehend helfen. Wurde ihm aber von dem Labor mit dem er zusammenarbeitet empfohlen, vor der Kastration die Spritzen zu geben. Samstag gibts die erste.


    Wie schnell merkt man da Besserung? Also dass die Haare nachwachsen kann ja dauern. Aber dieses Dauer-Bromsel und Männchen bespringen sollte sich doch relativ zügig einstellen?

  • Den SD-Wert kann ich dir nicht sagen, der TA hat ihn mir telefonisch mitgeteilt, ebenso wie die Norm-Werte, er lag im Norm-Wert. Aber ich habs vergessen :oops:


    Wir haben jetzt mit den Spritzen angefangen und ich hab echt den Eindruck, es geht ihr besser. Also dass sie den Bock bestiegen hat, habe ich seit Montag nicht mehr mitbekommen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie aktiver wird in anderer Hinsicht, auch mal gemütlich AUF dem Häuschen sitzt. Vorher hat sie sich so zurückgezogen. Warten wir weiter ab. Sieht aber gut aus!!!

  • Hallo zusammen,


    von den Östrogenspritzen wurde es erst besser, Haare wuchsen nach und das Dauer-Brommselig-SEin ließ nach. Leider nur recht kurzzeitig. Daher vorgestern die OP.


    Dabei kamen noch mehr Probleme ans Tageslicht: die ganze Gebärmutter ist verwachsen, daher 3 x so groß wie normal. Außerdem war sie mit der Blase verwachsen, das ist auch nicht normal, laut TA. Ich hab Fotos gesehen von der OP, man sieht deutlich, dass das zusammen gewachsen ist. War dadurch ne viel schwierigere OP als erwartet.


    Ihr gehts aber gut, sie frisst seit gestern schon selbstständig, halt nicht genug, deshalb füttere ich stündlich (nachts zweistündlich) mit Critical Care. Körpertemperatur kann sie gut und stabil halten, trotzdem haben wir auf Anraten des TA einen Rotlichtlame neben den Käfig gestellt, aber so, dass sie selbst entscheiden kann, ob sie drunter sitzt oder nicht.


    Alles in Allem bin ich recht zufrieden.

  • Hey,
    Ich hab bei einem meiner beiden Weibchen das gleiche Problem und schwanke immer wieder zwischen OP und doch erst mal alles andere ausprobieren. Bisher hatten wir ihr immer Ovarium (das Hoöpatische Mittel ) gegeben, das schien ganz gut zu wirken. Immer wieder hab ich jedoch das Gefühl, dass sie Magenprobleme hat- sie hat kein Durchfall oder ne stake Blähung, aber so ganz gut zu gehen scheint es ihr auch nicht. Mein letzter TA meinte, dass könnte auch von den Zysten kommen, wenn die zu groß sind könnten sie auf den Darm drücken und da einiges durcheinander bringen. Habt ihr sowas auch schonmal gehört?


    lg Steffi


    PS: Mein Schwein hat gar kein Haarausfall.

  • Hey,
    Danke für die ANtwort!
    Wir gehen kommende Woche nochmal zum TA, da ich Angst habe sie könnten wieder größer geworden sein. Das Schwein an sich sieht manchmal ein bischen "unförmig" aus und damals meinte die TA (dort sind wir nicht mehr) das würde von den Zysten kommen, das würde ja bedeuten sie wären sehr groß.
    Allerdings kann man nicht von Fressunlust bei ihr sprechen und da bin ich auch echt froh darüber! Trotzdem weiß ich nie, ob ich sie nun auf Diät setzen soll oder ob das tatsächlich die Zysten sind.
    Wir sind nun bei der Tierklinik in Mannheim, da wir gesehen haben, das die auch ne Meerschweinchenstation betreuen, ich hoffe die können mir nächste Woche mehr sagen!
    Liebe Grüße
    Steffi