Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

HILFE, Dringend!!!

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Hallo! Ich hoffe, dass mir jemand von euch Rat geben kann. Folgende Geschichte: Ich habe 2 Meerschis, ein Weibchen und ein kastr. Männchen, sie leben von Geburt an zusammen. Das Weibchen hat vor ca. 6 Monaten begonnen, Gewicht zu verlieren und Haarausfall zu bekommen. Ich also zum TA gerannt, der meinte, dass es Eierstockzysten sind. Der Haarausfall hat auch an den Flanken begonnen. Ich hab diese 1x punktieren lassen, jetzt sind sie wieder gekommen, aber kleiner. Sie frisst und verhält sich normal, aber sie ist schon dünn. Hat aber derzeit 820g. Vor 2 Wochen hat sie am Maul an der Oberlippe eine große rote Geschwulst bekommen. Ich also wieder zum TA, der hat die Zähne kontrolliert, alles bestens. Hat mir Antibiotika gegeben, das hat aber nix gebracht. Dann bin ich nochmal zum TA und der war dann ratlos.


    Also hab ich das Schweinchen in die Tierklinik gebracht, wo´s Meerschi Spezialisten gibt. Dort wurde sie gestern stationär aufgenommen. Der TA dachte, der Haarausfall käme nicht von den Zysten (weil nicht ganz typischer Haarausfall) sondern vielleicht von der Schilddrüse (war leicht vergrößert). Nun hat sich nach einigen Untersuchungen gezeigt, dass Ding am Maul tumorös ist (er hats punktiert) und dass die vergrößerte Schilddrüse viell. auch tumorös ist.


    Er meinte jedenfalls, dass ich sie einschläfern lassen sollte.


    Nun hab ich mehrere Fragen:
    -) Ich würde mein Schweinchen gerne zu Hause einschläfern lassen in gewohnter Umgebung, und nicht auf der ekligen Klinik. Kann man das ihrem Partner zumuten? Oder ist es "besser" für ihn, wenn sie einfach weg ist?


    -) Muss ich mein Schweinchen gleich einschläfern lassen? Sofern es noch gut frisst und im Auslauf rumrennt und sich normal verhält, kann ich sie dann nicht noch bei mir lassen, auch wenn sie dünner als ihr Partner ist? Oder hat sie viell. doch Schmerzen, zeigt es aber nicht?


    -) Ist es für ihren Partner schlimmer, wenn sie jetzt wieder zurückkommt und dann zB. in einer Woche wieder geht, als wenn sie gleich weg bleibt?


    -) Aufgrund ihrer möglicherweise seltenen Schilddrüsenerkrankung bat mich der TA, ob er sie obduzieren lassen dürfe. Wir wollten sie eingentlich begraben...was würdet ihr tun? Seine Obduktion hiflt ja viell. mal anderen Meerschis, trotzdem ist es sehr schwer.....


    Ich bin sehr ratlos. Hat vielleicht jemand von euch so was schonmal erlebt? Was habt ihr getan?


    lg Corina

  • Ich würde definitiv erst einmal das Ergebnis der Schilddrüsen - Biopsie abwarten!
    Und selbst dann eine 2. Biopsie machen lassen, um sicher zu gehen.
    Beim Schwein einer Freundin wurde Blutkrebs diagnostiziert.
    Er hatte nichts, außer Übergewicht:(


    Wegen der Schilddrüse: die Schilddrüsenexperten sind in diesem Board
    http://meerschweinchenschilddrse.forumup.de/


    Da bekommst Du sicher gezielteren Rat zu dieser Problematik.
    Alles Gute,
    Antje

  • Zum einen: Ein Tierarzt kommt sicher auch zum Einschläfern nach Hause, das muss man natürlich bezahlen, aber das ist sicher möglich.


    Zum anderen: Solange es deinem Schweinchen gut geht, es frisst und keine Schmerzen zeigt, würde ich einen Teufel tun! Wieso bitte sollst du denn das Tier einschläfern lassen, solange es ihm gut geht? Würde ich absolut nicht tun. Ich denke, für dein anderes Meerie wäre das genaue wie und wann egal. Wenn sie wirklich sterben sollte, kann der andere so oder so nicht alleine bleiben.


    Ich persönlich würde aber keinesfalls vorschnell ein Tier einschläfern lassen. Im Zweifelsfall immer eine zweite Meinung einholen und erstmal abwarten, ein "vielleicht" wäre mir viel zu wenig.

  • Hallo Corina,


    mit Tumoren oder Schilddrüsen kenn ich mich gar nicht aus, dazu kann ich Dir leider nichts sagen.


    Aber ich würde das Schweinchen noch nicht einschläfern lassen, sondern weiter versuchen rauszukriegen, was es wirklich hat. Die Vermutung des Tierarztes, dass es "vielleicht eine seltene Schildrüsenerkrankung" ist, würde mir nicht reichen, um ein munteres Meeri, das frisst, sich normal verhält und rumrennt, einschläfern zu lassen.
    Aus der Ferne ist es natürlich schwer zu beurteilen, wie es dem Tierchen geht, aber ich bin mir sicher, dass Du merken würdest, wenn es Schmerzen hätte oder sich quälen würde.
    Einschläfern wäre für mich immer nur der letzte Weg, um ein Tier zu erlösen, wenn es leidet und der Zustand hoffnungslos ist.
    So wie Du es beschreibst, geht es Deinem Schweinchen aber ganz gut, bis auf den Gewichtsverlust.
    Deswegen würde ich versuchen, einen weiteren TA aufzusuchen, um ganz sicher zu gehen, was Dein Meeri hat.


    Viel Erfolg und alles Gute für das Schweini,


    liebe Grüße
    Yvonne

  • Danke für eure Antworten. Eine 2. Meinung werde ich mir morgen jedenfalls noch holen. Der TA meinte, einschläfern wegen dem Tumor an der Backe, nicht wegen der Schilddrüse. Die Geschwulst an der Backe kann man nicht einfach entfernen und man muss damit rechnen, dass sie wieder kommt. Und ich will mein 5 Jahre altes Schweinchen nicht mehr operieren lassen unter Vollnarkose... :(


    Naja, sie sieht schon "schlecht" aus im Gegensatz zum Männchen, eben weil sie Gewicht verloren hat und weil sie Haarausfall hat. Aber danke für eure Meinungen, ich dachte mir auch, solange sie noch normal frisst und herumrennt, kann ich ihr ja noch einen schönen Lebensabend bescheren. Auch, wenn´s nur ein paar Tage wären. Die Geschwulst an ihrer Backe ist natürlich schon etwas, was ihr sicher nicht angenehm ist...aber solange sie noch frisst, denke ich, dass es ihr nicht so weh tut. Leider kann ich sie nicht fragen, ob sie Schmerzen hat...


    danke nochmal
    lg Corina

  • Hallo Corina,


    hat Dein TA Dir denn gesagt, um welche Art von Tumor es sich handelt? Ode weißt Du, wie die Gewebeprobe entnommen wurde (wurde richtig ein Stück Gewebe mittels Biopsiestanz entnommen oder wurde mittels einer feinen Kanüle punktiert und der TA konnte sich das entnommene Aspirat direkt ansehen?)?
    Ich nehme an, die Antibiose hat er Dir deshalb mitgegeben, da es bei Tieren mit Gewebezubildungen im Maulbereich oft zu sogenannten Sekundär- / Folgeverletzungen kommt: durch die ständige Bewegung, durch Fressen oder auch durch Belecken der Stellen kommt es zu kleinen Hautwunden über die dann Bakterien eindringen- diese verursachen zusätzliche Probleme.
    Durch eine gute, regelmäßige und schonende Reinigung der betroffenen Stelle, sowie evtl. AB Abdeckung kannst Du zumindest diesen Problemen schon einmal einen Riegel vorschieben und es Deinem Meeri etwas leichter machen.
    Liebe Grüße!

  • Zitat

    Und ich will mein 5 Jahre altes Schweinchen nicht mehr operieren lassen unter Vollnarkose...


    Das kann ich persönlich nicht verstehen.


    Zum einen gibt es die Möglichkeit einer Inhalationsnarkose. Zum anderen gibt es mittlerweile Kombi-Narkosen, die idR sehr gut vertragen werden.


    Ein Schweinchen ist mit 5 Jahren auch nicht uralt- und auch hier gibt es viele Erfahrungsberichte von Haltern, deren ältere Tiere sehr gut notwendige Narkosen vertragen haben.


    Solange eine OP eine gute Chance sein kann, würde ich das auf jeden Fall machen lassen.

  • Das Schweinchen kann nicht operiert werden, denn dann hätte sie ein rießen Loch auf der Nase und die Beeinträchtigung nach einer erfolgreichen OP wäre so groß, dass sie kein normales Leben mehr hätte. Also kommt eine OP so und so nicht infrage.


    Ich hab sie jetzt zu Hause und hoffe, dass sie noch eine schöne Zeit hat :(

  • Wie sollte denn dabei ein Loch auf der Nase entstehen?


    Ich vermute, die Schwellung am Maul ist eine Folgeerscheinung, mglw. eine bakterielle Infektion, nichts tumoröses.
    Die Schilddrüsenwerte werden per Bluttest ermittelt (T4). Eine Überfunktion der Schilddrüse kann derartige Folgeerkrankungen auslösen. Ist aber gut behandelbar.
    Von einer OP braucht erst mal noch gar keine Rede sein. Eher von einem kompetenten TA...

  • Ich kenne mich zwar mit Schilddrüsenproblemen nicht aus, aber ich hatte früher schon mehrere Meeries mit Tumoren, eines mit gutartigem Brustkrebs, ist aber trotzdem wiedergekommen und war nach sehr langer Zeit die Todesursache.


    Eines hatte einen Tumor unterm Kinn, der wurde auch operiert, ist wiedergekommen, ich habe das Schweinchen erst einschläfern lassen, als es nicht mehr fressen wollte, es hat noch einige Zeit gut gelebt, obwohl der Tumor sehr groß war im Verhältnis zum Schweinchen.


    Ich würde dein Schwein also nicht einschläfern lassen.


    Eines meiner jetzigen Schweine hat Herzprobleme und bekommt Medikamente, sie hat vermutlich auch Zysten, weil sie ein anderes Mädel regelmässig besteigen will. Die Zysten waren aber nicht tastbar, sie hat nur etwas homöopathisches bekommen, wir haben dann erstmal die Herzprobleme diagnostizieren lassen und behandelt.


    Sie ist seit sie das hat, auch viel dünner geworden, frisst aber mit gutem Appetit und ist munter. Ich schätze mal, Schweinchen mit chronischen Krankheiten nehmen nicht so leicht zu, ist ja bei Menschen auch oft so, wenn man krank ist, zehrt die Krankheit eben noch an einem.


    Ich würde sie halt gut füttern und ihr vielleicht immer mal extra was geben, aber auch dünne Schweine können gut leben, wenn ich meine anderen drei Dicken sehe, wünschte ich mir, sie hätten auch ein paar Probleme, damit sie so schlank wären wie Wanja :)


    Vielleicht kannst du ja auch nochmal einen anderen Tierarzt zu Rate ziehen.


    Ich drücke euch dann erstmal die Daumen...

  • Zitat von Dori

    Das Schweinchen kann nicht operiert werden, denn dann hätte sie ein rießen Loch auf der Nase und die Beeinträchtigung nach einer erfolgreichen OP wäre so groß, dass sie kein normales Leben mehr hätte. Also kommt eine OP so und so nicht infrage.


    Ist für mich medizinisch gesehen nicht wirklich nachvollziehbar.


    Ich würde dich wirklich dringlich bitten, das Schwein nun nicht einfach nicht mehr zu behandeln, sondern mal zu einem anderen TA zu gehen.

Ähnliche Themen wie HILFE, Dringend!!!