Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Tumor im Bauch- Zwangsfüttern ja oder nein?

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Hallo!
    Ich habe leider gestern die schlechte Nachricht vom Tierarzt bekommen, dass mein knapp 5jähriges Schwein einen Tumor im Bauch hat. Ich war dort, weil sie deutlich abgenommen hatte (von 930 auf 800gr) obwohl sie frisst. Gestern bei TA hatte sie deutliche untertemperatur (35,3). Sie frisst etwas Heu, Salat und Gurke. Mit Paprika, Möhre oder Fenchel brauche ich ihr nicht zu kommen. Meine Frage ist nun ob ihr, so wie der TA gesagt und empfohlen hat, mit Päppelbrei zuzufüttern oder nicht. Ich bin hin und her gerissen weil es immer so eine Quälerei ist. Sie futtert ja noch! Vielleich nicht genug, das kann sein. Aber sie wird definititv an dem Tumor sterben. Sollte ich sie also nicht lieber in Ruhe lassen mit ausreichend Futter und Rotlicht versorgen?
    Danke für eure Rückmeldungen!

  • Wie wurde der Tumor festgestellt? Ist sie geröntgt worden? Wurde Ultraschall gemacht?
    Manche Tierärzte verwechseln große Eierstockzysten z.B. gerne mal mit einem Tumor im Bauchraum und dann kann es sein, dass die Zyste z.B. auf die Organe drückt, so dass sie deshalb nicht mehr richtig frisst - man aber durchaus operativ eine Kastration versuchen könnte um ihr eine Chance zu geben.
    Wenn nicht klar ist, wo genau der Tumor ist und wie groß er ist, sollte dies noch schnell abgeklärt werden um sicher zu sein, dass wirklich nichts mehr gemacht werden kann.
    Wenn es so ist, würde ich ihr vielleicht noch einmal hochdosiertes Cortison geben und gucken ob es ihr damit noch mal besser geht. Wenn nicht und wenn sie noch weniger frisst würde ich sie einschläfern lassen.

  • Der Tumor ist getastet und mit Röntgenbild bestätigt worden. Er ist ca 3 cm groß (das Schwein ist relativ klein). Das Rötngenbild wird nächste Wo nochmal in der Tierklinik abgecheckt. Die TÄ sagte, dass es nicht nach OP aussieht.
    Sie frisst ja. Wenn sie nicht mehr fressen würde, müsste ich päppeln und wenn es nicht besser wird einschläfern. Aber sie sitzt den ganzen Tag im Haus, guckt nur mal selten hervor. Sehr traurig.. und deswegen überlege ich, ob ihr ihr was reinzwingen soll. Sie findet übrigens jeden Brei zum ko...en


    Achso, der Tumor ist seitlich links im UNterbauch

  • Hallo Kat,
    das tut mir aber wirklich sehr Leid, aber ich kenne mich ein wenig damit aus. Also unser Flecki hatte einen 5cm großen Tumor im Bauch, wovon wir leider nichts wussten. Er hatte die Tage vorher auch noch gegessen , aber leider auch nicht mehr soviel wie sonst. Wir sind eigentlich nur zur Tierklinik gefahren weil die letzten Tage matschigen Kot hatte, und etwas dickes unten im Bereich der Hoden. Als er untersucht wurde hat der arme Kerl nur geschrien, und dabei wurde der Tumor festgestellt. Es waren keine Organe mehr zu sehen sein ganzer Bauchraum war voll. Meine Tochter und ich haben uns sofort entschieden ihn gehen zu lassen, weil wir ihn nicht quälen wollten.



    Entscheide das aus deinem Bauchgefühl, du wirst es merken wenn es nicht mehr geht. Klär es nochmal beim Arzt ab, ob er Schmerzen hat.


    Hat dein Schweinchen denn Schmerzen wenn man ihn anfasst?
    Ist sie schlapp und wirkt schon richtig krank?

  • Ich glaube, dass sie schmerzen hat aber nicht beim Abtasten. Ich denke, dass es so ist, weil sie überwiegend im Haus sitzt. Für mein EMpfinden wirkt die Kleine krank weil sie sonst laut und neugierig ist. Ich habe noch nicht den Eindruck, dass es jetzt Zeit zum einschläfern ist aber da es so oder so schlecht ausgehen wird, will ich sie eigentlich nicht mit Futter quälen, wenn sie noch freiwillig frisst. (Gestern habe ich es gemacht und es tat mir sooo leid). Wenn ich wüsste, dass es eine Phase wäre und sie bald über den Berg ist, würde ich ihr das Zeug reindrücken. Aber so? Schwierig... :-(


    Hab noch Schmerzmittel vom Arzt bekommen um zu gucken, ob das etwas hilft.

  • 3cm und links im Unterbauch könnte auch eine Beschreibung für eine Zyste oder einen Eierstocktumor sein. Da sollte am besten ein Ultraschall gemacht werden um das genauer zu beurteilen und dann zu entscheiden ob man operiert oder nicht.
    Aber das ist jetzt eben die Krux an der Sache: Wenn du ihr sozusagen die Option offen halten möchtest, dass sie operiert wird, falls es etwas mit den Eierstöcken zu tun hat, müsste sie am besten noch zwangsgefüttert werden damit sie bei Kräften bleibt. Wenn man aber so oder so keine OP mehr durchführen lassen möchte, würde ich ihr das ersparen, ein paar Tage das Schmerzmittel geben aber dann einschläfern wenn es ihr damit nicht deutlich besser geht und nicht warten, bis sie überhaupt nichts mehr frisst.