Meerschweinchen Haltung

Waldbodeneinstreu

Haltung und Haltungsbedingungen von Meerschweinchen

  • Ein paar hier nutzen ja Waldbodeneinstreu. Hat das schon mal jemand in Innenhaltung getestet? Meine 4 leben auf Fleece, aber ich will ihnen immer mal wieder etwas Abwechslung bieten. Hatte deshalb auch schon einen Teilbereich mit Einstreu drin, aber das war mir auf Dauer zu staubig und zu viel Müll. Meine Schweinchen waren auch nicht sonderlich versessen darauf. Wie ist das bei Waldboden? Ist er auch saugfähig?


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    Anmerkung des Moderators: Ich habe die ersten drei Beiträge zu einem eigenständigen Thema gemacht. Sie waren in Ganzjährige Außenhaltung entstanden.

  • Hi, ja, ich teste den seit etwa zwei Wochen. Nicht flächendeckend, sondern einfach als Abwechslung an einigen Stellen.

    - er riecht gut nach Erde, frisch mehr als nach ein paar Tagen, aber er stinkt selbst nass nicht

    - die Schweine laufen gern drüber, könnte mir auch vorstellen, dass er den Pfoten gut tut. Streu ist ja ziemlich trocken.

    - mit Absicht drin liegen tun sie nicht; sie pennen halt in Häusern unabhängig worauf die stehen

    - er mischt sich mit der Zeit mit dem anderen Streu, aber das sieht auch nett aus

    - die Pinkelstellen findet man, wenn man mit der Hand sucht, da wird das streu dann etwas dunkler und zerfällt so krümelig. Aber es gibt keine große Nässe

    - einziges Manko: man sieht die Köttel nicht so gut.


    Fazit: würde es empfehlen für Teile des Geheges :)

    Ich habe das bestellt, was mir hier im forum empfohlen wurde.

    Anbei noch ein paar Bilder, wie es frisch aussah und wie es jetzt (mit wenig nachstreuen) aussieht.

  • Ein paar hier nutzen ja Waldbodeneinstreu. Hat das schon mal jemand in Innenhaltung getestet? Meine 4 leben auf Fleece, aber ich will ihnen immer mal wieder etwas Abwechslung bieten. Hatte deshalb auch schon einen Teilbereich mit Einstreu drin, aber das war mir auf Dauer zu staubig und zu viel Müll. Meine Schweinchen waren auch nicht sonderlich versessen darauf. Wie ist das bei Waldboden? Ist er auch saugfähig?

    Ich kann jetzt nur vom Hörensagen (Mitlesen aus einer anderen Gruppe) weitergeben, dass es anscheinend mittlerweile in der Innenhaltung von sehr vielen genutzt wird. Dann aber ausschließlich Waldboden (nicht mit Einstreu mischen) und sehr dick eingestreut (10cm?), damit dieser "Selbstreinigungsprozess" funktioniert und die obere Schicht immer trocken bleibt. Man muss regelmäßig durchhaken, hin und wieder leicht befeuchten und Essenreste raussuchen. Sieht man stark verschmutzte Stellen auch die. Ansonsten bleibt es wohl so und soll über Monate gut funktionieren, ohne Geruchs- oder Feuchtigkeitsbildung.

  • Ich hatte bei einem Hersteller nachgelesen. Dort hieß es bzgl. Pferdehaltung, dass die Einstreu 25cm hoch sein muss, damit der gewünschte Zersetzungsprozess funktioniert. Die untere Schicht darf dann nicht angerührt werden. Nur oben werden die Pferdeäpfel entfernt und das Feuchte an den Rand zum trocknen gelegt.


    Natürlich produzieren Pferde ganz andere Mengen von Flüssigkeit. Aber ob 10cm Einstreu bei Meerschweinchen funktionieren würde oder dann z.B. da Substrat zu trocken wird, weiß ich nicht. Grundsätzlich bin ich an einer Lösung im Sinne von Matrazenbildung immer sehr interessiert. Und auch die Aussicht, es am Ende im Garten nutzen zu können, wäre schön. Aber da suche ich noch Erfahrungsberichte von Meerschweinchen.


    Übrigens schrieb der betreffende Hersteller, dass man in Boxen bei guter "Pflege" der Einstreu alle 8-12 Wochen komplett wechseln muss. Offenstallhaltung soll es bis zu 1 Jahr nutzbar sein. Es scheint also auch da Details zu geben, die man ggf. bei Meerschweinchen noch einmal anders hätte.


    Könnt Ihr bitte noch einmal Euer Produkt verlinken?

  • Ich hab hier bestellt (auch auf Empfehlung):


    Waldgold Einstreu Waldboden Pferdeeinstreu online bestellen (xn--stadtmhle-waldenbuch-uec.de)


    Ja, bezüglich der Einstreu-Höhe ist das schwer zu schätzen, ich glaub, am Ende muss man es zuhause auch ein wenig learning by doing praktizieren - weil eben jeder eine andere Ausgangslage hat von Anzahl der Tiere pro qm. Daher bekommt man da auch sehr verschiedene Aussagen, was die benutzte Menge angeht. (Ich hab schon sehr viel mitgelesen darüber).


    Auf der Seite oben steht, man solle pro qm (!) 4 Sack Waldgold einstreuen, das ist aber für Pferde in der Box. Zum Vergleich: Ich hab im Gehege 6 Sack auf 4 qm und finde das bisher vollkommen ausreichend, ich harke ein bisschen um und es ist immer sofort trocken - ABER: da brauch ich natürlich auch den Zersetzungsprozess nicht so stark, weil sie dort wesentlich weniger pinkeln als im Stall.

  • Hallo,


    ich habe vor einigen Monaten auch mal Waldboden in Innenhaltung getestet. Mein Gehege ist ca.7 qm groß und das ist auf Dauer mit normaler Einstreu sehr aufwendig, was die Entsorgung, oder bei Fleece die Wäsche angeht. Also hatte ich die Hälfte auf Fleece gelassen und die andere Hälfte mit Waldboden eingestreut. Die Höhe waren bei mir so zwischen 8 und 10 cm. Höher wurde schwierig, da ich aufpassen musste, dass die Schweinchen dann nicht über die Umrandung hüpfen konnten 😁

    Ich habe dann wöchentlich umgegraben und die Frischfutter- und Heureste raus gesammelt. Und ich habe dabei den Boden auch leicht befeuchtet. Die Schweinchen mochten es auf dem Boden zu laufen, ich konnte keinerlei Uringeruch feststellen, aber leider kamen dann nach und nach beim Umgraben immer wieder schimmelige Köttel zum Vorschein. Und nach einigen Wochen hatte ich dann leider eine Plage der roten Spinnmilbe (nicht die rote Vogelmilbe) im Gehege. Das fand ich dann so fies, dass ich den kompletten Boden raus geschmissen habe. Die Milben krabbelten zu hunderten im Boden rum, auf den Zimmerwänden und im Fleeceteil. Das war schon ganz schön eklig. Mit Hilfe eines Staubsaugers habe ich dies jedoch sofort in den Griff bekommen. Das ist leider meine nicht so gute Erfahrung. Ich hätte mich auch sehr gefreut, wenn es geklappt hätte und ich nicht mehr so viel Einstreu entsorgen müsste. Ich hoffe der Bericht hilft euch weiter. LG

  • Danke!


    Mindestens folgende Fragen habe ich noch EllaPropella:

    • Du hast wahrscheinlich darunter Erde, also den natürlichen Boden?
    • Ist das nicht zu hart für die Schweinchenfüße?
    • Staubt es wirklich gar nicht?
    • Muss man dieses Einstreu auch erst auseinanderpulen oder ist das locker genug um einfach einen Teil davon entnehmen zu können?


    Bisher finde ich Allspan Super die beste Einstreu-Lösung. Aber es staubt leider schon ziemlich stark. Und obwohl ich nicht allergisch bin, muss ich nach dem Einfüllen meistens husten. Nicht zuletzt deshalb nutze ich ja Stroh als Überstreu. Der Staub ist ja für die Schweinchen sicherlich noch schädlicher als für uns, weil sie damit viel dichter und anhaltender in Kontakt kommen.

  • ChaCha: oh, das klingt ja gruselig,, urgs..


    Danke!


    Mindestens folgende Fragen habe ich noch EllaPropella:

    • Du hast wahrscheinlich darunter Erde, also den natürlichen Boden?
    • Ist das nicht zu hart für die Schweinchenfüße?
    • Staubt es wirklich gar nicht?
    • Muss man dieses Einstreu auch erst auseinanderpulen oder ist das locker genug um einfach einen Teil davon entnehmen zu können?


    Bisher finde ich Allspan Super die beste Einstreu-Lösung. Aber es staubt leider schon ziemlich stark. Und obwohl ich nicht allergisch bin, muss ich nach dem Einfüllen meistens husten. Nicht zuletzt deshalb nutze ich ja Stroh als Überstreu. Der Staub ist ja für die Schweinchen sicherlich noch schädlicher als für uns, weil sie damit viel dichter und anhaltender in Kontakt kommen.


    Ja, ich hab drunter den Rasen/Erde. Ich weiß nicht, was du mit zu hart meinst... viele haben ja auch Terrassenplatten und das funktioniert gut im Gehege? Ich finde es von der Konsistenz einer fein gehäckselten Pinienrinde sehr ähnlich, meine Pinienrinde hatte ich vorher ja leider viel zu grob gekauft, das war mir zu uneben. Diese Einstreu liegt m.E. angenehm trocken, warm und gut verteilt im Gehege. Es fällt auch locker aus dem Sack, gar kein Vergleich mit diesen zusammen gepressten Streu, staubig finde ich es nicht.


    Der Bericht oben klingt wirklich nicht sehr einladend - ich persönlich bin bei geschlossenen Räumen bzw. an den "Hauptschlafestellen" auch noch ein wenig skeptisch und hab es bewusst nur im Gehege, weil ich mich wohler damit fühle, den Stall regelmäßig komplett auszuwechseln. Nun müssen wir natürlich auch zusätzlich mit kälteren Temperaturen agieren und daher ist Feuchtigkeit einfach ein No-Go. Aber, wie gesagt, es gibt auch sehr viele die damit anscheinend (innen wie außen) gut zurecht kommen..


    OT: Bei der sogenannten "Matratzenhaltung" für Pferde scheiden sich auch sehr die Geister, glaube ich. Die einen sagen, es funktioniert super, wenn man die unteren Schichten komplett in Ruhe lässt - die anderen, die finden, das ist, als ob man die Tiere auf'm Misthaufen hält... ich denke, wie oben schon mal geschrieben, es wird von sehr vielen individuellen Faktoren bestimmt, die man am Ende nur selbst ausprobieren kann. (EDIT: leider etwas hochpreisig, um das "mal eben so" anzuschaffen..)