Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Gefahr für Mensch und Tier?

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Die Situation erinnert mich an eine Bekannte von mir, Wohnung war so dermaßen chaotisch das man teilweise nur Pfade hatte um von A nach B zu kommen.

    Bei meiner Bekannten war es ein Paradebeispiel für Messi-Wohnung :( In diesem Desaster lebten zwei Kinder und diverse Haustiere. Hilfe wurde nicht angenommen, obwohl sie mehrfach angeboten wurde durch mehr als eine Person. Kontakt besteht kein direkter mehr, passiert ist wohl in der Zwischenzeit tatsächlich was. Worauf ich aber hinaus will, hinter solchen Situationen stecken oft psysische Erkrankungen die dann sowas auslösen. Da liegt auch der Haken, solange die betroffenen Menschen nicht erkennen das sie Hilfe brauchen werden sie in aller Regel alle Angebote ablehnen weil sie ja aus ihrer Sicht keine Probleme haben.


    Wenn ihr euch dort unwohl fühlt, lehnt Besuche gerade heraus ab weil der Zustand so ist wie er ist. Sicher wird die Familie erstmal sauer sein, aber ich bin inzwischen bei sowas für einen ehrlichen Schnitt und eine ehrliche Erklärung.


    Anonym bei den Ämter wäre auch eine Option, die Ämter werden auch sicher diese Anonymität einhalten. Eine Familienhilfe ist auch normaler weise der übliche Weg, und hier vermutlich ein guter Anfang sofern die Eltern diese Hilfe überhaupt akzeptieren und einsehen das was in Schieflage ist :(

  • Wie nahe seit ihr den Verwant mit der Familie, vieleicht gibt es ja jemanden in Eurer Familie

    Deren Worte sehr Gewicht haben ( also wichtig sind) zum beispiel eine Grossmutter, Tante oder ein Vater.

    Mit denen könntest du das Thema mal besprechen und fragen ob sie auch gleicher Meinung sind.


    Mit so ämter ist es doch oft langwierig und auch schwierig, so das ich dieses Problem lieber zuerst Familien intern

    Zu löhsen versuchte.

  • Grundsätzlich hast Du schon recht Silvia. Familie mit einbeziehen kann ein sehr guter Weg sein. Nur: Sollte es tatsächlich wie bei der Bekannten von Plurb sein, dann wird man doch externe Hilfe miteinbeziehen müssen. Das kann Familie nicht leisten, wenn da psychische Erkrankungen im Spiel sind oder andere gravierende Probleme.


    Wenn es nur darum geht Meeris abzugeben z.B. dann schon.


    Es ist also kein entweder oder, sondern im besten Fall ein sowohl als auch (sofern es so gravierend ist wie hier beschrieben). Um sich selber zu sortieren und zu gucken, was man wie in welcher Reihenfolge unternimmt, ist es manchmal hilfreich sich extern Hilfe zu suchen und sich beraten zu lassen und das kann auch das Jugendamt, der soziale Dienst oder ähnliches sein. Man muss die betroffene Familie ja nicht melden.


    Ich tu mir schwer zu sagen, aufgrund der Schilderung in einem öffentlich zugänglichen, googlebaren Forum, zu sagen mach dieses oder jenes. Ich lese nur, dass die TE schreibt, sie wäre in Sorge um die eigene Gesundheit in der Wohnung, die Meeris und die Familie. Also sage ich: Hol Dir vor Ort Hilfe bei echten Personen, die Erfahrung haben. Das ist kein Problem für ein Meeriforum (obwohl Du hier gerne schreiben darfst) und kein Problem fürs öffentliches Internet im Allgemeinen.

  • Erstmal das Gute vorweg: es gibt keine Kinder mehr in der Familie. Es gibt nur Besuch von Kindern. Da wir es alle ziemlich eklig dort finden, laden wir sie immer zu uns ein. An so Anlässen wie Ostern oder Weihnachten laden wir immer schon frühzeitig ein, damit sie uns gar nicht erst zu sich einladen können und man sich aber trotzdem sehen kann. Es gibt mittlerweile nur noch die Geburtstage dort zu feiern. Das sind 2 Termine im Jahr und manchmal hat man Glück und es wird ein Termin in einer Gaststätte gefeiert oder man ist krank. Es sind also 1-2 Treffen dort. Die Eltern der anderen Kinder, weiß ich, achten darauf, dass die Kinder Socken tragen (auch im Sommer), ganz oft Hände waschen, nicht alles angreifen und man geht für eine längere Zeit auf den Spielplatz raus. Ein Familienmitglied sagte mir mal, sie esse abends nur Sachen, die erhitzt sind, in der Hoffnung, dass dann alle Keime raus sind. Man hat so seine Strategien entwickelt. Wir haben derzeit nur ein Kind und haben sie letztes Jahr halt auf dem Arm gehabt, mit Muttermilch ernährt, sind auch mal raus gegangen und zum Wickeln haben wir unsere Unterlage drunter gelegt. Dieses Jahr wird eine Feier in einer Gaststätte gefeiert und wir müssen erst im Sommer wieder hin. Dann wird unser Kind sicher laufen können und alles am Tisch essen dürfen. Natürlich mache ich mir da Sorgen, aber wenigstens konntet ihr mich hinsichtlich der Meerschweinchen erstmal beruhigen. Offensichtlich geht ja von ihnen keine größere Gefahr für mein Kind aus. Oder sind Milben für Menschen gefährlich?


    Ich überlege im Moment 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und die Tatsache anzusprechen, dass es für ein Kind was rumläuft zu unsauber ist und wir nicht mehr kommen können, wenn sich das nicht ändert. Ich erhoffe mir, dass das eine größere Motivation ist, etwas zu ändern. Die Meerschweinchen können sich ja leider nicht beschweren. In dem Zusammenhang will ich auf die möglichen Pilze oder Milben hinweisen sowie auf die schlechte Haltungsform, die das begünstigt und geändert werden muss. Natürlich sind Pilze vielleicht nicht ganz so schlimm und man kann sie sich überall holen, aber ich kann das ja auch ein bisschen "aufpauschen". Es wird schließlich in der kleinen Küche neben dem Meerschweinchenkäfig Essen zubereitet. Der Käfig steht auf einem Schränkchen und ist so genau auf Höhe der Kochplatten des Herdes (schräg gegenüber), gegenüber ist die Spüle, die immer mit ganz viel Geschirr zugestellt ist (es wird nicht in den Schrank geräumt), neben dem Käfig ist der Kühlschrank und irgendwo dazwischen wird dort, wo noch eine Lücke Platz ist, das Essen zubereitet und angerichtet. Die Vorstellung, dass da Pilzsporen an Geschirr oder Essen kommen, finde ich nicht schön und ich will versuchen es doch so einzubringen, dass es sich für die Meerschweinchen lohnt. Das hab ich mir jetzt erstmal so überlegt, um ihnen eine Chance zu geben, die Bedingungen zu ändern. Natürlich, wenn gar nichts geht, muss das Veterinäramt informiert werden.


    Ob psychische Ursachen vorliegen, weiß ich nicht. Komisch waren sie wohl schon immer. Man wird es nicht schaffen, dass es da ordentlich sein wird. Mir würde es schon reichen, den Meerschweinchen irgendwie zu helfen. Es wäre echt hilfreich, wenn es nicht so leicht wäre, Tiere zu erwerben. Sie holen sich die Meerschweinchen über Kleinanzeigen von Privatleuten. Wenn ich schon in einem Meerschweinchenforum gelandet bin, obwohl das Problem doch wirklich multifaktorieller Natur ist, dann soll es auch euch mit der Botschaft dienen: Gebt niemals euren Meerschweinchennachwuchs an irgendjemanden Fremdes, ohne die Haltungsbedingungen zu kennen!


    Wenn ihr noch ein gutes Buch über Meerschweinchen wisst, was ich der Familie schenken könnte, wäre das lieb. Auch eine Tierarztempfehlung wäre toll. Die Familie lebt in Mittelsachsen.

    Ich war bei meiner Recherche wirklich geschockt, was einige Nagerbesitzer in den Tierarztrezensionen berichten. Selbst bei unserem Tierarzt mit dem wir bei unseren Katzen zufrieden sind, habe ich eine Rezension gelesen, dass eine Tierarzthelferin einem Hasen das Genick beim Festhalten brach.

  • Der Pilz ist leider hochansteckend und wenn man ihn als Mensch bekommt, wird man ihn nicht allzu leicht wieder los. Ich selbst bin davon verschont geblieben, meine Tierärztin kann ein Lied davon singen.....


    Ich weiss nicht, ob ein Buch das Richtige für so jemand ist. Wenn es jemand ist der Sammelt, dann spielt der Zustand evtl gar keine Rolle, wichtig ist nur, dass der Gegenstand /das Tier da ist. Und dann ist evtl der Zustand des Tieres auch egal, sonst würde man etwas daran ändern.
    Das Vetamt nimmt auch nicht gleich die Tiere weg. Sie geben Auflagen, die in einem gewissen Zeitraum zu erfüllen sind, weil sie sonst die Tiere abholen. Dieser Schock kann sehr hilfreich, heilsam sein und auch jemanden aufwecken.


    Viel reden würde ich tatsächlich nicht mehr. Wenn das Haus voller Zeugs ist, wo ist da denn noch Platz für die Schweinchen? Alles wird seinen Platz haben, weggeworfen wird nichts.. usw.

    Egal, welchen Weg du wählst, es wird nicht leicht sein und steck die Erwartungen nicht so hoch......


    Gutes Gelingen!

  • Milben, Haarlinge oder andere Parasiten sind i.d.R. für normal gesunde Menschen nicht ansteckend. Da ist eigentlich alles wirtsspezifisch und würde auf menschlicher Haut/Haaren nicht überleben. Beim Pilz sieht das anders aus, den kann man sich schon holen, ist aber in der Regel gut behandelbar und ungefährlich, auch für Babys. Nur vielleicht etwas nervig. Ich sehe das auch so wie Kleine Braunelle dass man da nicht mehr viel reden kann vermutlich. Natürlich kannst du es versuchen, aber ob das dann genauso fruchtet wie ein plötzlicher Vet-Besuch, kann keiner vorhersehen.

  • Keine Kinder ist gut. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die schon erwachsen. Sprich: Kann man die mit einbeziehen? So nach dem Motto „Ich mache mir Sorgen um Deine Eltern, weil…“ Der soziale Dienst kann auch helfen.


    Meerschweinchenparasiten sind wirtsspezifisch. Bis auf seltene Ausnahmefälle (die sich im Grunde auf Menschen mit supprimierten Immunsystem beziehen, also Menschen mit Chemotherapie, manchen Rheumapatienten etc.) ist an übertragbaren Krankheiten nur der Pilz da.


    Ich würde das Kleinkind nicht mitnehmen, so schnell kannst Du nicht gucken, wie die irgendwas antatschen und in den Mund stecken. Manchmal ist es schon praktisch, dass die recht oft krank sind…


    Die Frage ist, was willst Du? Der Familie helfen? Einen nicht ekligen Besuch? Den Schweinchen helfen?

    Bei letzterem kann ein Kontakt zum Vetamt helfen. Bei den anderen Punkten nicht.

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