Meine Martha hatte 2020 mal massive Augenprobleme, ich kopiere meine damaligen Beiträge aus 2020 und das Update von 2022 hier mal rein, vielleicht hilft es dir ja? ![]()
Beitrag aus 2020
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- Martha ist seit Juli 2019 bei mir, sie war da 1,5 Jahre alt und auf dem rechten Auge blind (laut Vorbesitzerin von Geburt an, gab nie Probleme). Vor ca. 3 Wochen fiel mir dann auf, dass das blinde Auge größer wirkte als das andere. Zudem lag und schlief sie mehr. Fressen und Gewicht blieb unverändert gut.
- Wir waren sofort bei einer Augenspezialistin, die hat den Druck gemessen, der war sogar zu niedrig. Sie meinte es könne von einer Entzündung kommen und es gab dann ca. 2 Wochen Orniflox, Metacam, Floxal Tropfen und Acular Tropfen. Gebracht hat es nichts.
- Den Kontrolltermin musste dann eine andere Tierärztin machen (die erste musste in Coronatäne). Diese war der Meinung, dass in dem blinden Auge die Linse "verrutscht/rausgesprungen" sei und empfahl mir unbedingt noch die Meinung eines anderen Augenspezialist, da sie als Option nur noch sah das Auge zu entfernen. Augendruck war auch hier zu niedrig.
- Bei diesem Spezialist war ich dann am nächsten Tag. Er stellte fest, dass die Linse tatsächlich nicht mehr da war wo sie hingehörte. Er meinte, das könne durch ein Trauma passieren. Auch er stellte fest, dass der Augendruck auf dem blinden Auge zu niedrig war, dafür auf dem anderen (optisch unauffälligen) aber deutlich zu hoch! Er verschrieb dann die neuen Medikamente Nevanac-Tropfen, Predni-Ophtal-Gel und Trusopt-Tropfen (letzteres in beide, die anderen nur in das blinde Auge).
- Heute war nach einer Woche noch einmal ein Kontrolltermin. Augendruck auf dem blinden Auge 9, auf dem anderen 53. Beide sind noch "krasser" geworden im Vergleich zum Mal davor. Eins viel zu niedrig, das andere viel zu hoch...
- Seiner Meinung nach würde eine OP, bei der man das blinde Auge entfernt, nur kurzweilig helfen, da das andere Auge (das mit dem zu hohen Druck) voraussichtlich in absehbarer Zeit weiter massive Probleme machen, erblinden würde und dann ebenfalls entfernt werden müsste. Dazu kann er deswegen momentan nicht guten Gewissens raten, sodass er noch eine Therapie mit einem weiteren Medikament (Cosopt-S) vorschlägt. Dieses soll ab Dienstag (nach den Feiertagen, da es wohl massivere Nebenwirkungen geben kann und man so besser reagieren könne) zusätzlich in das Auge mit dem zu hohen Druck gegeben werden. Den Freitag danach dann noch einmal Kontrolle.
Update aus 2022
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- Ich habe mich damals für die Behandlung mit dem weiteren Medikament entschieden und dadurch wurde es tatsächlich schnell besser.
- Seit April 2020 bekommt Martha täglich Nevanac- sowie Cosopt-S-Tropfen und die Werte des Augeninnendrucks sind seitdem optimal sowie ihr Verhalten unauffällig. Sie werden halbjährlich kontrolliert.
Martha musste 2023 wegen Atemproblemen eingeschläfert werden und bekam bis zu ihrem Tod täglich Nevanac-Tropfen und Cosopt-S-Tropfen.
Alles Gute🍀