Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

oh je.... Tumor am Magen :-(

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Mein süßes problemmerschweinchen.....
    Nun hat sie plötzlich einen tumor und seit heute!!!! frißt sie nicht und komische Schluckgeräusche. Bin gleich zur Tierärztin!
    Stellte tumor am magen fest, der auf den Magen drückt und diese Symptome wie verstärkter Speichelfluss und diese komischen mund-Schluckgeräusche machen. und sie frißt halt nicht...versuchts, lässt es aber gleich wieder....
    nun von Ärztin Antibiotika und Schmerzmittel.... soll nächste Woche wieder hin.


    Schlimmstenfalls wächst der Tumor (kann man nicht verhindern....) und dann muß sie eingeschläfert werden, da die Schmerzen zu stark werden.....


    OOHHHHH NEIN !! Sie ist doch erst 5 1/2 Jahre alt und wurde bestens versorgt.....!!!


    Habt ihr Erfahrungen mit Tumoren bei Meeries und ob sie nicht doch noch länger danach leben können....???


    Dann wäre es mein 2. Todesfall und beide ersten Schweine von vor 5 1/2 Jahren weg....
    Dann müßte ich zu meinem kleenen 2 1/2 jährigen ein neues junges besorgen.....na toll...immer im Wechsel von paar Jährchen oder wie...??? :-( :-(

  • Hallo,
    das tut mir wirklich leid :(
    hoffe sie fängt wieder zu fressen an...
    ERST 5 1/2? ich finde das alter für ein meerschweinchen schon hoch


    Kann dir leider nur sagen, dass mein Tier auch an einem Tumor gestorben ist und das essen verweigert hat. der ist auch immer größer geworden und hat auf den darm gedrückt.


    lg

  • Wie wurde denn der Tumor diagnostiziert? Ist das denn 100% sicher? Ich würde das ggf. nochmal ganz genau abklären lassen.


    Dann: Was sollen Antibiotika bei einem Tumor bewirken? Ein Tumor reagiert nicht auf Antibiotika, sondern fördert eher Darmprobleme, und die kann ein Meerie, welches nicht frisst, gar nicht gebrauchen.


    Schmerzmittel sind sicher gut, aber ganz wichtig: Das Tier muss von dir gefüttert werden. Wenn ein Meerie mal 1,2 Tage lang nichts mehr gefressen hat, ist es völlig aufgegast und alleine das kann schon zum Tode führen. Also: Du musst das Tier päppeln, und zwar sofort. Infos dazu bekommst du auf der Homepage hier. Lass das Tier bitte keinesfalls ohne Futter. Es muss fressen, ansonsten stirbt es kläglich. Ein Hund kann man 2 Tage ohne Futter sein, ein Meerschweinchen aber auf gar keinen Fall.


    Ich hoffe, dass die TÄ dir das gesagt hat. Wenn sie dir das nicht gesagt haben sollte, wäre das für mich schon ein Grund den Tierarzt zu wechseln.


    Ansonsten: Bei einem Tumor ist die einzig sinnvolle Behandlung die OP. Ob dies allerdings Sinn macht, muss zuerst genau geklärt werden:


    1. Ist das Tier noch so fit, dass es auch eine größere OP gut überstehen kann?
    2. Sitzt der Tumor so, dass er entfernt werden kann?
    3. Hat der Tumor schon Metastasen gebildet? Wenn ja, ist eine OP sinnlos.



    In meinen Augen ist es aber überhaupt keine sinnvolle Idee, ein so schwaches Tier nun noch mit Antibiotika vollzustopfen. Ich würde mir eine zweite Meinung dringend einholen.


    Alles Gute!

  • Zitat von Beate

    Habt ihr Erfahrungen mit Tumoren bei Meeries und ob sie nicht doch noch länger danach leben können....???


    Ja, ich habe leider eine ähnliche Erfahrung gemacht :cry: . Unser Michel hatte einen Tumor im Magen, eine OP war aufgrund der Größe des Tumors und seiner Lage am Außenrand des Magens ausgeschlossen. Was die "komischen Schluckgeräusche" angeht, vermute ich einmal, dass das Schweinchen versucht hat, sich zu erbrechen, das war bei Michel auch so. Falls das so sein sollte, ist meiner Meinung nach alles außer Einschläfern eine Quälerei für das Tier.


    Die Gabe von Antibiotika kann ich auch nicht nachvollziehen, ebensowenig wie die Tatsache, dass Du erst in der nächsten Woche wiederkommen sollst. Falls Dein Schweinchen wirklich versucht hat, sich zu übergeben, quält es sich sehr und Du solltest schnell handeln und eine zweite Meinung einholen. Einem Schweinchen, dass sich übergeben muss, zwangsweise Nahrung zuzuführen halte ich nicht für richtig.

  • Schweinchen können sich ja in dem Sinne nicht übergeben. Zwangsfütterung muss aber sein, ansonsten gast es auf und das ist auch ganz schnell tödlich. Wenn man aber nun überhaupt nichts in das Tier reinkriegt, ist das natürlich Quälerei. Meiner Erfahrung nach zeigt ein Tier dann aber auch, dass es so große Schmerzen hat und nicht mehr will. In diesem Fall stimme ich dir voll und ganz zu, dass man dann nicht als TÄ sagen kann, man solle nächste Woche wiederkommen. Das ist unverantwortlich, wenn ein Tier Schmerzen hat. Das Tier verspürt nur starke Schmerzen, es kann das nicht einordnen, es quält sich aber und hat Angst.


    Deswegen nochmals meine Meinung: Sofort zweite Meinung einholen, abklären, ob eine OP noch Sinn macht oder nicht und dann handeln. Ein Tumor wird nicht plötzlich aufhören zu wachsen, Antibiotika sind hier völlig unsinnig und werden es eher noch schlimmer machen.


    Wenn das Tier sich quält, ist eine Einschläferung der einzig richtige Weg. Natürlich ist das traurig, aber hier darf man keinesfalls aus Egoismus bzw falsch verstandener Liebe zum Tier das Tier quälen, weil man nicht loslassen kann. Tiere haben keine Vorstellung vom Tod und demnach auch keine Angst davor. Das muss man sich immer wieder sagen. Eine Einschläferung geht sehr schnell und ist völlig schmerzlos. Bei einer aussichtslosen Diagnose muss jeder verantwortungsvolle Tierhalter im Sinne seines Tieres handeln, und das kann auch bedeuten, dass man die eigene Trauer in Kauf nimmt, dem Tier aber schlimme Schmerzen erspart.


    Du kannst bei so einer unklaren Diagnose und eoinem nicht fressenden Tier auf gar keinen Fall eine Woche lang abwarten. Das ist Quälerei.

  • Hallo,


    also das mit dem AB und dem Abwarten, ob der Tumor wächst kann ich auch überhaupt nicht verstehen.
    Mein alter Papa hatte mit 4,5 Jahren Brustkrebs und einen Tumor am Hals. Er wurde SOFORT operiert, weil sein Allgemeinzustand noch okay war.
    Was soll Warten bei einem Tumor bewirken???
    Er hat die OP gut überstanden und ist fast 7 Jahre alt geworden.
    Aber das geht nur, wenn schnell gehandelt wird und das Schweinchen nicht erst noch dünner und schwächer wird.
    Bitte hole doch eine zweite Meinung ein!!! Mir erscheint das alles sehr dubios!!


    LG Moffat.

  • Hallo Beate,
    ich rate Dir, Dein Schweinchen zu nehmen und in die Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der FU Berlin zu fahren. Das ist im Oertzenweg 19b, Gebäude 20 und die Tel.Nr. der Telefonzentrale ist +49 30 838 62422 und 62356. Am Besten du rufst an und machst einen Termin bei Frau Dr. Müller aus. Sie kennt sich super bei Meeris aus und hat mein 6 Jahre altes Meeri mit Blasensteinen operiert. Als das Meeri dann mit 8 1/2 Tumore in der Lunge hatte, hat sie nicht mehr operieren können, aber die Schmerzen gelindert, bis wir Purzel gehen lassen mussten. Ich vertraue Frau Dr. Müller, aber auch den anderen Ärzten dort 100 %ig, hatte Purzel auch auf der Station dort gelassen. Mein Hasi hat ein Augenproblem, da hat Frau Dr. Müller für mich einen Termin bei der Augenärztin der Tierklinik Frau Prof. Eule (heißt wirklich so) gemacht. Man kann rund um die Uhr, 24 Std. am Tag in diese Klinik fahren und wenn eines meiner Tiere etwas Ernsteres hat, setze ich mich soforzt immer ins Auto und fahre dort hin - immerhin von Brandenburg aus. Und sie holt auch Spezialisten aus anderen Fachbereichen (und natürlich auch Studenten) dazu, z.B. zur weiteren Diagnose. Als Hasi (ein Zwergkaninchen) jetzt bei der Augenprofessorin war, mussten erst zwei Studentinnen schauen und diagnostizieren und dann mussten sie Bericht erstatten und dann diagnostizierte Frau Prof. selber und machte die beiden Mädels an, was sie übersehen hatten. ... Es war witzig und gleichzeitig taten mir die beiden ein wenig leid. Also: das ist die Tierklinik meines vollsten Vertrauens. Und nur am Rande: man bezahlt dort nur die Medizin und die Behandlung, nicht die Tierärzte. Ich habe immer das Gefühl, dass es dort auch preislich okay ist. Kannst mir auch eine pn schicken, dann können wir uns privat austauschen per mail, facebook, skype od. Telefon.
    LG Magret
    http://www.vetmed.fu-berlin.de…/kliniken/we20/index.html

  • Beate, du hast ja hier nun viele Hinweise und Tipps zum weiteren Vorgehen bekommen. Bitte warte im Interesse deines Tieres nicht ab, sondern handele. Nochmals: Einen Tumor kann man nicht mit Antibiotika behandeln, das ist völliger Unsinn.

  • Danke für die Tips!
    bin grad total überfordert, da ich werder viel zeit noch die benötigten utensilien habe, um zuzufüttern, bzw. Päppelbreipulver.....
    Vor allem bin ich irritiert von dee TÄ. obwohl sie eigentlich gut sein soll! Vielleicht ist sie auch der meinung, man sollte bi do kleinen tieren nicht so'n Aufwand machen....evtl mehr Streß als versuchen eigene Gesundungskräfte zu aktivieren und im Schlimmsten fall sterben zu lassen..... ????????


    Ich habe bei all meinen Kindheitstieren früher nie Probleme gehabt....


    Nun muß ich selbst heute zum Arzt, heute nachmittag Jo und zwischendurch ...??? Wie und wo anfangen... ist das ein Mist!


    Also sie frißt nix und trinkt nix....beim eingeben von Med und Flüssigkeit, würgt sies gleich wieder hoch.... ich kann so schnell einfach nix machen!
    Bin ja kein ki9nd, was frei hat...und bin auch noch alleine!
    Ich versuche das Beste und hoffe, daß zumindestesn vorerst die Schmerzmittel anschlagen!!!


    hab bei klinik angerufen, Termin sit so schnell nicht zu machen und weiß einfach nicht wann ich da irgendwie zwischendurch noch schnell hin soll....das dauert ja auch!


    mal sehen, bisher haben mich meine Meeries überrashct mit erneuter Gesundheit, auch wenn ich weiß, diesmal ist es toternst!
    Ich tu, was ich tun kann!

  • Hallo Beate,


    es tut mir sehr leid für dich und dein Wuzzi. Egal wie (ich weiß es ist hart) aber dein Tier muss zu einem erfahrenen TA.


    Das Geschwür verschließt den Magen von daher kann da gar nichts rein gehen und Meeris können nicht erbrechen-was für eine Qual.


    Du musst eine Entscheidung schnellstmöglich treffen, entweder OP oder erlösen.


    Ich drücke dir die Daumen.

  • Zitat von Beate

    Also sie frißt nix und trinkt nix....beim eingeben von Med und Flüssigkeit, würgt sies gleich wieder hoch.... ich kann so schnell einfach nix machen!!


    Das hatte ich befürchtet, weil es bei Michel genauso war. Ich denke, Du weißt es selbst: Du musst zum TA! Wenn es mein Tier wäre, würde ich es erlösen lassen :cry: .


    Wenn eine Heilungschance bestehen sollte, muss das Schweini dringendst gefüttert werden, so wie Michaela es geschrieben hat. Nachdem die Kleine jetzt allerdings so lange nicht gefressen hat, ist es jedoch fraglich, ob die Verdauung noch in Gang ist bzw. wieder in Gang kommen kann.


    Ich wünsche Dir viel Kraft für die richtig Entscheidung!


    Das Thema macht mich gerade richtig fertig.

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