Pflichtabgabe kommt

Steuer auf Meerschweinchen

Eine Steuer auf Meerschweinchen? Nein: Dieser satirische Artikel war unser Aprilscherz von 2017 und wird hier eindeutig gekennzeichnet archiviert.

Die erfundene Idee der Steuer

Die Idee, Meerschweinchen mit einer Steuer zu belegen, sei nicht neu. Schon kurz nachdem spanische Eroberer die ersten Exemplare nach Europa brachten und die Tiere auf großes Interesse stießen, hätten die Obrigkeiten darin eine neue Einnahmequelle gesehen. Anders als andere Güter aus Amerika hätten Meerschweinchen noch keiner besonderen Steuer unterlegen, obwohl sie zunächst als Luxusgut galten.

Deutsche und englische Kaufleute hätten aufgestöhnt, als Meerschweinchen im September 1680 erstmals besteuert worden seien. Den Import habe man sich fortan gut bezahlen lassen. Dadurch hätten Züchtungen innerhalb Europas stark zugenommen, während die Steuer schnell an Bedeutung verlor.

Außerdem, so behauptete der Scherz, habe es auf dem europäischen Festland über Jahre eine Hasensteuer gegeben. Erst Kaiser Wilhelm II., selbst einer Hasenzucht zugeneigt, habe diese Steuer abgeschafft. Kein Wort davon war als historische Darstellung ernst gemeint.

Die Steuer „kommt“

Neu seien nun bekannt gewordene Pläne, auch Meerschweinchen-Züchtungen in Deutschland mit einer Steuer zu belegen. Diese Forderung gehe angeblich aus internen Papieren der Bundesregierung hervor und solle noch kurzfristig beschlossen werden. Wer den Artikel am 1. April gelesen hat, durfte an dieser Stelle bereits misstrauisch werden.

Kontrollgewinn durch die angebliche Meerschweinchensteuer

Die Veterinärämter seien sich sicher, dass eine Meerschweinchensteuer die Kontrolle der ordnungsgemäßen Haltung verbessern könne. Wilde Vermehrungen und verwahrloste Haltungen ließen sich damit zwar nicht verhindern, aber deutlich einschränken.

Offizielle Verkaufsstellen und eingetragene Züchter sollten bei jeder Abgabe gemeinsam mit dem neuen Halter einen Aufnahmebogen für das Finanzamt ausfüllen. Dadurch sollte der Steuerbetrug minimiert werden.

Die Schattenseite dieses frei erfundenen Verfahrens bekämen nicht nur die Halter zu spüren. Ein ebenfalls erfundener Verband der Zoohändler erwäge eine Klage oder wolle Meerschweinchen ganz aus dem Sortiment nehmen – was wiederum die Tierschützer erfreue.

Bestehende Meerschweinchen bleiben „steuerfrei“

Aufatmen könne, wer bereits Meerschweinchen halte. Die Steuer beziehe sich ausschließlich auf Tiere, die nach ihrer Einführung geboren würden. Wie hoch der jeweilige Steuersatz ausfalle, werde wie bei der Hundesteuer von den Kommunen entschieden. Auch das war selbstverständlich Teil des Scherzes.

Auflösung

Bei diesem Artikel handelte es sich um einen Aprilscherz. Weder werden Meerschweinchen besteuert, noch gibt es entsprechende Planungen.

Wir lassen den Text als Stück Ratgebergeschichte online. Suchmaschinen und Leser sollen heute aber schon vor dem ersten satirischen Absatz erkennen können, dass die angebliche Steuer frei erfunden ist.

Austausch

2 Kommentare

Fragen, Erfahrungen und Ergänzungen zum Artikel sind willkommen. Antworten bleiben hierarchisch unter dem jeweiligen Kommentar sichtbar.

  1. Moin Mein Meerschweinchen wurde in den letzten Tagen von einem Tier angegriffen. Danach sind wir halt zu. tierarzt gegeangen und müssen ihm einige Medikamente verabreichen. Diese mpssen wir ihm 3 mal tögluch geben… Da sein eigentlicher Köfig aussen ist und es dirt sehr unhandlich ist und zudem immer 2 Personen dabei sein sollten, würde ich ihn gerne für 10 Tage innenhalten. Jedoch habe ich nur einen kleinen Käfig für innen( eigentlich für Reisen gedacht) der ca. 50x30x30 gross ist. Geht das in Ordnung?

  2. ich fänd es gut eine hoho meeristeuer einzunehmen…. es gibt soviele arme Schweine!!!!!!!! vielleicht würde das dann weniger sein wenn man viel steuern zahlen müsste.
    gruss doris

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