Meerschweinchen Haltung

Ich habe auch nochmal ein zwei Fragen...

Haltung und Haltungsbedingungen von Meerschweinchen

  • So, nachdem wir mit 2 Meerschweinchen gestartet haben, ist uns schnell klar geworden: Das finden wir doof so ;-) Deshalb wurde unser EB erweitert und unser HUgo darf jetzt mit 3 Frauen zusammenleben - wir haben alle zusammen super vergesellschaftet (bzw vergesellschaften lassen in der Nothilfe), ab und an macht unser Pubertierschwein einen auf dicke Hose und pöbelt alle andren an, aber die Zickereien verschwinden immer sehr schnell wieder (die drei grossen zeigen ihr schon wo es lang geht *lach* - es spiegelt sich doch beinahe das Leben wieder,das wir mit unsrem Frühpubertiermenschlein hier führen....)


    Heute, nachdem ich schon draussen in der warmen Sonne sass, kommen die nächsten Fragen auf. Unsre Schweinchen sollen jetzt demnächst in ein temporäres Aussengehege "umziehen". Also morgens raus, Abends rein wir haben nachts Fuchs und Marder im Garten, da möchte ich nichts riskieren.


    Wie bauen wir das am besten? Klar, das es von oben geschützt sein muss, ich hatte jetzt mal eine Vorstellung von einer Art Hühnerhaus (das würde ich auf lassen und da ein paar Häuser reinstellen, genauso das Heu da reinlegen(?))
    und dann eben einen sehr grossen Auslauf machen (machbar wären an die 12 qm oder auch mehr) Aber was mache ich da als Deckel drauf? Bin total planlos gerade... Wir möchten gerne auch im garten mit den Schweinis gemeinsam im Freilauf sein, das machen wir im Haus auch, so dass wir uns freuen wenn sie neugierig auf und über uns klettern (der TÜV läuft wesentlich entspannter ab, das geht dann so nebenbei)


    Und kann ich mir vorübergehend eine Art Klappgehege bauen mit einem Netz drauf, da sind sie dann eben nur wenn wir auch im Garten sind?!


    Wie startet man denn die Gartensaison? Also müssen die erstmal kurz nur auf die Wiese oder kann man da gleich in die vollen gehen?
    Da die 4 ja rein und rausgetragen werden müssen, stelle ich mir dann eine kurze Eingewöhnung wieder sehr stressig vor.
    Und dann habe ich ja noch ein Schweinchen mit einem Ballenabszess, der zur Zeit zwar gut ist, aber tut ihr die Wiese am Füsschen gut?
    (übrigens LIEBE ich dieses Meeri am meisten, unser einziges das genau weiss das wir ihr nichts tun, sie kommt an die Hand im Gehege und stupst und möchte zwischen den Ohren gekratzt werden (ich dachte immer sowas gibts nicht! Ausserdem orientieren sich unsre ängstlichen an ihr und nehmen mittlerweile ihre Paprika aus der Hand *seufz* hat gar nichts mit dem Thema an sich zu tun, aber nur hier wird man verstanden wenn man als Erwachsener Meerschweinchen mag. Von meinen freunden werde ich nur belächelt ,-) )


    Also, wenn mir jemand ein paar Tips geben kann zur Aussenhaltung am Tag, freue ich mich.


    Achja, wie ist es wenn die Meeris draussen sind, alles ist gesichert und es fängt dann mal an zu regnen, wenn ich nicht dabei bin?Einkaufen, Kindergarten usw? Gehen die dann in das Hühnerhaus oder wie stelle ich mir das vor?


    Lg
    Alexandra

  • Hallo Alexandra,
    ich finde es gut wenn die Meerschweinchen draußen sind. In der Natur ist es doch am schönsten! :D Die Idee mit dem Hühnerhaus gefällt mir, da eine Art Schutzhütte immer gut ist. Das Klappgehege ist auch in Ordnung, aber nur wenn du immer ein Auge auf sie hast. Ja, die Eingewöhnung würde etwas stressig verlaufen. Besonders wenn es die Meerschweinchen total toll draußen finden und nicht mehr weg wollen :lol: .
    Mit Ballenabszess kenne ich mich leider nicht so gut aus, aber ich glaube, dass das schwierig sein könnte, da auf der Wiese oft mal spitze Steinchen herumliegen. Ich würde auf jeden Fall immer die Wiese kontrollieren. Mach dir keine Sorgen mit dem Regen! Meerschweinchen wissen wie viel Regen und Sturm ihnen gut tut und sie suchen dann automatisch das Haus auf, wenn es mal richtig donnert und gewittert. Trotzdem solltest du immer die Hütte schließen, wenn es mal ganz schlimm gewittert.


    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiter helfen,
    deine Antonia

  • Hallo,


    wenn du die Schweinchen draußen halten möchtest, dann reicht es leider nicht aus, wenn du einfach nur ein x-beliebiges Klappgehege aufbaust. Gerade, wenn du schon weißt, dass ihr Marder und Füchse in der Gegend habt, dann wisst ihr vermutlich auch, dass die a) viel Kraft im Kiefer haben, b) buddeln können und c), dass Marder sich sehr klein machen können und durch viele schmale Gitterstäbe hindurchpassen würden.


    Deswegen muss man ein Außengehege nicht nur von oben, sondern auch von unten sichern (ein Gitter unter der Wiese versenken o.ä.). Außerdem dürfen die Abstände zwischen den Gittern nur wenige Millimeter breit sein (maximal 10mm), weil sonst schon ein Marder durchpassen könnte. Die können sich deutlich kleiner machen/besser winden, als man es ihnen zutraut. In der Regel empfiehlt es sich, einen punktgeschweißten Volierendraht für ein Außengehege zu verwenden.


    Raussetzen kannst du die Tiere dann, wenn der Bodenfrost weg ist. Das ist meistens Anfang Mai der Fall. Draußen lassen kannst du sie ganzjährig, wenn du eine gut isolierte Schutzhütte (mind. 1qm) im Außengehege hast, oder eben bis ca. August/September, wenn du diese Schutzhütte nicht hast.
    Eine Eingewöhnungzeit brauchen sie in dem Sinne nicht, dass sie nur tagsüber raus könnten. Sie werden zwar am Anfang vermutlich Angst vor der Geräuschkulisse draußen haben und sich zurückziehen, aber das zusätzliche Raus- und Reinsetzen würde den Stress für die Gruppe nur vergrößern.


    Zu dem Ballenabszess kann ich dir nichts Genaues sagen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Gras schädlich dafür ist. Gras ist schließlich deutlich weicher als Streu und auch kühlender als eine Fleecedecke. Ich denke, es sollte eher positiv als negativ sein. Außerdem hast du bis Anfang Mai ja noch einen ganzen Monat Zeit um den Ballenabszess zu behandeln ;-).


    Liebe Grüße, Katharina

  • Hallo!


    Gerade wenn bekannt ist, dass in der Nähe Fuchs und Marder leben sollte auch ein Gehege für tagsüber gründlich gesichert werden. Schließlich kommt es auch mal vor, dass ein Marder nicht schlafen kann, weil er in der Nacht hungrig geblieben ist und seine Welpen Hunger haben. Und der weiß ganz genau, in welchem Garten es nach Meerschweinchen riecht. Dann muss er nur noch unter Hecken und Gebüschen versteckt zu euch huschen und warten, bis kein Zweibeiner oder Hund in Sichtweite ist. So einfache Gehege hat er innerhalb weniger Minuten offen, kann sich drunter durch quetschen oder den Deckel hoch drücken.


    So ein Klappteil mit Netz würde ich nicht mal verwenden, wenn ich dabei bin - bis ich meinen dicken Hintern aus dem Liegestuhl raus habe ist ein Fuchs mit einem schreienden Meerschweinchen zwischen den Zähnen schon längst über den zaun gesprungen.


    Das heißt, dass das gehege ziemlich teuer werden muss, um ausreichend sicher zu sein - da solltest Du vorher auch mal nachdenken, wie viel Geld Du reinstecken willst für ein paar Stunden bei gutem Wetter.


    Die Eingewöhnung nach draußen macht der Schweinchen immer sehr viel Angst, es kann ziemlich lange dauern, bis sie sich da entspannen.


    Raus können sie, sobald Du es auch 20 Minuten lang Barfuß an der Stelle aushälst. Für den Ballenabszess ist das kein problem, achte aber drauf, dass an der Stelle keine Grasmilben oder Zecken wohnen - merkst du auch wenn du dich barfuß da hin setzt und wartest.

  • Ich wohne schon seit meiner Geburt auf dem Land und bei uns wohnen Hühner, Enten und Meerschweinchen und ich bin tagsüber noch nie einen Marder oder einen Fuchs begegnet. Die haben zu viel Angst um ihr Leben. Man sollte eher Angst vor einer Katze haben.

  • Ich habe schon mehrmals Füchse und Marder am hellichten Tag gesehen. Füchse auch bei schönem Wetter vormittags um 10 Uhr, Marder eher an trüben Tagen im Gebüsch versteckt. Wovor genau sollten die denn Angst haben? Vor einem Golden Retriever an der Leine? dem dicken Herrn Müller? Die haben schon längst mitbekommen, dass von den meisten Menschen und Haustieren wenig Gefahr droht. Wir reden hier von Raubtieren die seit Jahrtausenden als Kulturfolger in unmittelbarer Nähe der Menschen leben.

  • Du kannst gerne mal googeln oder in einem Buch nachschlagen. Füchse und Marder sind nachtaktive Tiere! Es gibt Leute die glauben, dass Füchse gefährlich seien (was sie auch für Meerschweinchen sind), aber sie sind menschenscheue Tiere. Wenn man nachdenkt, weiß man dann auch wieso man immer erst am nächsten Morgen sieht, dass der Wasserschlauch oder die Zündkabeln zerbissen sind.

  • Nachtaktivität ist doch kein Gesetz. Es kann immer mal sein, dass sich der Rhythmus ändert. Ich habe hier einen Hamster, der laut Lehrbuch auch nachtaktiv sein sollte, hat ihm nur leider bisher niemand gesagt. Es ist eine Hauptaktivitätszeit, aber das kann sich immer mal verschieben.


    Dass Marder Autos meistens über nacht anknabbern liegt daran, dass da die Autos eben mal mehrere Stunden stehen, und das nahe an den Verstecken von Mardern. Ideal noch warm unter der Motorhaube, angenehm in kühlen nächten. Beim Parkplatz von der Firma gibt es wenig Marder in der Nähe, und vorm Supermarkt steht man nicht lange genug. die Beobachten die Menschen auch und wissen, wann es sicher ist. Etwa nach 20 Uhr sind nur wenige Menschen draußen, da ist es im Sommer aber noch hell.

  • Wie du meinst... natürlich ist das kein Gesetz, dass Marder, Fuchs, Hamster und co. nachtaktiv sind, aber so ist nun mal die Natur und die werden schon ihre Gründe haben, wieso sie nachtaktiv sind.


    Lg
    Antonia

  • Und Rehe sind strickt Tagaktiv. Dennoch sieht man sie in der Jagdsaison auschließlich in der Dämmerung.
    Die Amsel ist ursprünglich ein "scheuer Waldvogel" (laut Erstbeschreibung). Menschen sind tagaktiv, dennoch trifft man auch Nachts mal den Einen oder Anderen. :wink:


    Füchse jagen regelmäßig tagsüber, vor allem jetzt, wo es in Richtung Jungenaufzucht geht. Auch bei Mardern ist gerade die Fähe auch tagsüber aktiv auf Jagd um den Nachwuchs zu versorgen.

  • Huhu,


    ich denke, für dauerhaft draußen lebende Schweinchen gibt es sowohl tagsüber als auch nachts Freßfeinde. Man muß einfach anders sichern. Übrigens rennen die Marder hier am späten Abend bei Dämmerung und nachts sowieso zwischen den Häusern die Straße entlang, und ich wohne in der Stadt, wenn auch Randbereich. Hier laufen ständig Hundespaziergänger entlang, das hindert die Marder nicht an ihrer Suche. Zusätzlich gibt es Waschbären, Katzen, Ratten usw., die ebenfalls nicht wirklich vor Besiedelung zurückschrecken


    LG,
    Steffi

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