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Milben bei Meerschweinchen

in Meerschweinchen Krankheiten

Milben gehören zu den Parasiten der Haustiere, von denen auch Meerschweinchen als Begleiterkrankung leider häufig betroffen sind. Mit einer konsequenten Behandlung kann man dem Problem gut entgegenwirken. Prophylaktisch kann man gegen Milben direkt allerdings wenig unternehmen, denn Milben finden sich überall, so auch auf den Meerschweinchen. Ein gesundes Tier kann sich erfolgreich gegen die Tiere wehren.

 Bei Milben ist unbedingt zu klären, welche äußeren Stressfaktoren den krankhaften Befall begünstigen könnten. Hauptsächliche Gründe sind Rangordnungsstreitereien und vor allem zu wenig Platz im Meerschweinchenkäfig

Das sind Milben

Milben sind eine Unterart der Spinnentiere und es gibt eine unüberschaubare Menge unterschiedlicher Arten. Über 50.000 in über 500 Familien sind bis heute bereits bekannt und man vermutet dass noch eine größere Menge bislang unentdeckt blieb. Milben können weitere Krankheitserreger in sich tragen und damit ihren Wirt injizieren.

Für Meerschweinchen sind zwei wesentliche Milbenarten relevant:

  • Grabmilben
    Sie sind die häufigste Form. Wie der Name erahnen lässt graben sich Grabmilben in den Wirt und bohren ganze Gänge, worin sie ihre Eier legen.
  • Pelzmilben bzw. Haarbalgmilben
    Haarbalgmilben leben in den Haarfollikeln der Tiere und ernähren sich von Talg und Hautschuppen.

Die Übertragung von Milben vom Meerschweinchen auf den Menschen ist aufgrund ihrer Wirtsspezifizität der Milben unwahrscheinlich, aber möglich. Vorbeugend sollte besonders bei einem Befall von Grabmilben der Kontakt mit den Tieren auf das Notwendige beschränkt werden.

Milben bei Meerschweinchen

Milben leben zu jeder Zeit auf den Meerschweinchen. Dabei bevölkern sie vor allem den hinteren Bereich des Tieres. Häufig ist es erst eine anderweitig konstitutionell ungünstige Situation, welche die Population explodieren lässt und Handlungsbedarf nötig macht um den Milbenbefall zu bekämpfen. Mit Milben geht also in der Regel ein weiteres Problem einher, mit dem sich das Meerschweinchen plagt.

Dies ist häufig eine schlechte Ernährung und in Folge dessen Mangelerscheinungen beim Meerschweinchen. Ein zu verdreckter, ungepflegter Käfig kann ebenso eine rasant wachsende Milbenpopulation begünstigen wie ein zu steril gehaltener Käfig, da hierbei das Immunsystem des Meerschweinchens irritiert wird, wenn es mit zu wenig Keimen und Bakterien in Kontakt kommt.

Milben erfolgreich bekämpfen

  • Die Behandlung gegen Pelzmilben kann in nicht weit fortgeschrittenen Fällen gut mit Exner Petguard erfolgen.
  • Bei Grabmilben wird zur Behandlung vom Tierarzt mehrfach ein Antiparasitikum gespritzt – z.B. Ivomec.
    Gute Erfahrungen werden auch mit Advocate von Bayer gemacht. Der Vorteil eines solchen Spon On Präparats ist es, dass es nur einmalig angewendet wird und vier Wochen vorhält.
    Frontline
 Weitere Informationen gibt es unter Meerschweinchen Parasiten

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