• Hallo,


    unser Kastrat und Gruppenchef ist gestorben, und am Freitag zieht ein neuer Kastrat zu den 3 Mädels. Es ist natürlich nicht ideal, im Winter eine Vergesellschaftung in Aussenhaltung zu machen.


    Aber ich möchte den Mädels so schnell wie möglich einen neuen Chef geben. Seit sie allein sind, ist es ruhig bei denen geworden, sie sind längst nicht mehr so lebhaft :?


    Hatte schon mal jemand eine Vergesellschaftung im Winter? Ich würde die 4 erst mal ins Aussengehege setzen, weil da mehr Platz als im Stall ist. Aber Stunden geht das nicht, weil es sonst zu kalt wird.


    Was meint Ihr?

  • Ist der neue Kastrat denn Außenhaltung und winterliche Temperaturen gewöhnt? Und ist der Stall groß genug, also mindestens 2 Quadratmeter Fläche auf einer Ebene, besser mehr? Dann spricht nichts dagegen, Du musst aber eine ganze Zeit dabei bleiben und sie beobachten, auch im Stall.

  • Ja, er kommt aus einer Aussenhaltung. Der Stall ist 1,5 m groß, 2 Ebenen. Ich kann aber nicht mit rein, ist zum Aufklappen. Gehege 7 m groß. Da wir ihn von weiter weg holen, sind wir erst gegen 16.30 wieder zu Hause, da wird es bald dunkel :?


    Die Bedingungen sind also erschwert . Ich hoffe , dass alles gut geht

  • Vergesellschaftungen im Winter in Außenhaltung sind schon eine Herausforderung. Du solltest auf jeden Fall sicherstellen, dass sie den neuen Kastrat nicht über Nacht aus der Schutzhütte mobben können. Bei den Temperaturen ist das wirklich gefährlich. Oft ist es auch so, dass sich die Schweine erst einmal freundlich ignorieren. Du denkst dann, die Vergesellschaftung ist durch, dabei hat sie noch gar nicht angefangen. Stunden später knallt es dann.
    In den ersten Wochen würde ich sie entweder in der Hütte über Nacht einsperren (funktioniert aber nur bei einer einigermaßen friedlichen Stimmung und größerer Hütte) oder eine zweite, kleinere Hütte mit Heizmöglichkeit, notfalls Snuggle-Safes, bereit stellen. Auf jeden Fall wirst du viel beobachten müssen. Ich drücke dir die Daumen.


    Ich habe im Sommer einen neuen Kastraten mit meinen drei Mädels vergesellschaftet . Obwohl die Gruppe vorher sehr harmonisch war, zog sich die Vergesellschaftung über Monate. Der Herr hat ewig in einer zweiten, nicht isolierten Schutzhütte geschlafen. Als es auf den Herbst zuging, wurde ich langsam nervös und habe die Hütte auch isoliert. Mit dem Erfolg, dass er sofort in die große Hütte umgezogen ist. :roll:

  • Ok, so werde ich es machen. Ich werde den Stall nachts verschließen, das mache ich jetzt bei den Temperaturen eh immer. Die Schweine sind jetzt wenn es dunkel wird auch draußen nicht unterwegs.


    Ich werde eine 2. Ebene gemütlich einrichten mit Haus, so das der Neue dort notfalls hin ausweichen kann.


    Vielleicht hätte ich doch bis April mit dem Neuen warten sollen :roll: Vielleicht wäre das besser gewesen. Soo "schädlich" kann es für die drei Mädels ja auch nicht sein, denn es gibt ja auch genug reine Mädelsstruppen. Aber so ist es oft bei mir : erst handeln , dann nachdenken :? :mrgreen:

  • Ich musste im Dezember 2013 einen neuen Kastraten vergesellschaften, die Temperaturen waren ähnlich wie zur Zeit.
    Ich hab ja unkomplizierte Mädels und die waren froh, wieder einen Kerl im Stall zu haben. Er saß ein paar Stunden verschreckt in der Heuröhre, dann taute er auf und wurde freundlich aufgenommen. Die Nacht verbrachte er bereits zusammen mit den Mädels im Stall. Wenn sie ihn nicht reingelassen hätten, hätte er eine Styroporbox im Gehege gehabt, da drin ist es immer kuschlig.
    Ein paar Wochen vorher habe ich übrigens ein Baby von vier Wochen bekommen, auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Auch das Kleine hat es gut überstanden, aber sowas würde ich nicht noch mal riskieren, hat mich doch einiges an Nerven gekostet.
    Ich drück Dir die Daumen, dass alles problemlos klappt

  • Sieh es einfach positiv: Es ist zwar nicht einfach, im Winter in Außenhaltung zu vergesellschaften, aber es hat auch Vorteile: Die Gruppe ist durch den Tod des Kastraten jetzt ohnehin in Aufruhr. Mit dem neuen Chef können sie sich neu sortieren und danach kommt dann auch Ruhe rein. Ansonsten würden sie jetzt untereinander einen Boss ermitteln und es würde später wieder neue Unruhe reinkommen. :wink: Dass klappt schon!

  • Danke für die Tipps und Ermutigungen! :D
    Morgen holen wir Bongo, ein dreifarbiges Glatthaarschweinchen ab.


    Das Gehege gestalten wir neu und streuen es mit Pinienrinde aus, so riecht es für alle neu. Während die Schweine im Gehege sind, machen wir den Stall sauber.


    Morgen soll es hier auch noch schneien :shock: Na ja, wird schon alles klappen

  • Hm, der neue Kastrat war sehr freundlich, guckte sich um und wollte auch gerne mit den anderen drei an den Fressteller, aber unsere zickige Marie ist fies zu ihm , bespringt ihn und mobbt und jagd ihn durchs Gehege :evil:


    In den Stall haben sie ihn gar nicht reingelassen, abwechselnd bewachen sie den Eingang, so dass er ja nicht reinkommt.


    Da es so kalt ist und ich Schiss hatte, dass er die ganze Nacht draußen sitzt, habe ich eine Trennwand in den Stall installiert und den Kastraten mit dem neutralen lieben Schwein in die eine Hälfte gesetzt und die beiden Mobbschweine in die andere

  • Schade, dass es doch schwieriger geworden ist. Leider weiß man nicht vorher, wie eine Vergesellschaftung verläuft. Bei unserer Vergesellschaftung im Sommer hat es auch eine gefühlte Ewigkeit gedauert, obwohl ich dachte, es wird ganz unkompliziert. Bei der letzten hatte ich daher mit mehr Schwierigkeiten gerechnet, da ging's dann aber völlig problemlos. Aber ich würde vermutlich im Winter zumindest warten, bis für ein paar Wochen einigermaßen mildes Wetter angesagt ist.

  • Nur 1 Tag nach der Vergesellschaftung hat Bernhard (wir haben nun doch seinen Ursprungsnamen behalten)den Spieß umgedreht und den Damen ( auch unserer Mobb-Kampfsau Marie) gezeigt, wer der Chef ist: nämlich er! :lol:


    Jetzt kuschen die Mädels vor ihm. Eine darf immer zusammen mit ihm nachts in der Schlafbox liegen, so haben sich die anderen beiden Mädels zusammen getan und machen ihr Ding.

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