Meerschweinchen Haltung

Schweinchen und Kaninchen....

Haltung und Haltungsbedingungen von Meerschweinchen

  • Hallo liebe ForumleserInnen/Poster,


    gleich mal vorweg: es geht mir hier rein um eure Gedanken dazu, möchte keine Schimpfmails o.ä. lesen - denn wie der Idealfall aussehen würde, weiß ich.


    Also: ich hab seit sechseinhalb Jahren Meerschweinchen. Zuerst 2 Baby-Schwestern in einem 2qm EB, dann - rund ein dreiviertel Jahr später - kamen 2 dazu (1 Weibchen und ein Kastrat, 1 Jahr älter als meine beiden), sie hatten zu 4t dann einen 6qm EB. Vor knapp 2 Jahren holten wir uns noch 2 Baby-NInchen, allerdings nicht in den EB zu den Schweinchen. Ich hab eine Außenhaltung angestrebt, wo dann alle (Schweinchen + Ninchen) umziehen sollten. Eines meiner 4 Schweinchen ist bereits lange zuvor über die Regenbogenbrücke gewandert, der Kastrat dann kurz vor dem Umzug ins Außengehege.
    Das Außengehege hat übrigens 20 qm, davon 4qm wetterfesten Unterstand inkl Boxen aus Holz, also da zieht es nicht, es bleibt trocken und warm. Ich hatte damals beim Umzug der Tierchen schon a bissal Bauchweh dabei, weil Meeries und Ninchen ist ja keine so ideale Kombi. Aber es hat super funktioniert. Die Schweinchen waren zuerst im neuen Heim, dann erst die Ninchen und die waren damals ja kaum größer als die Schweinchen - hat super funktioniert. Sie haben den Meeries nichts zuleide getan, haben gemeinsam gefressen. Nun ist zu Silvester ein drittes Schweinchen gegangen, somit ist eines nun alleine. Im Winter konnte ich sowieso kein neues Schweinchen dazuholen, da kaum eines in Außenhaltung zu finden ist und alle anderen kein Winterfell dafür haben. Es hätte zwar die Möglichkeit bestanden, in den alten großen EB im Keller (mit Fenster, also kein finsteres Loch) zurückzukehren und ein Schweinchen dazuzuholen, aber dann alle im Frühling/Sommer wieder neu vergesellschaften? Nein danke. Denn ich glaube nicht, dass meine beiden mittlerweile bald 2jährigen Ninchen so leicht einen neuen Schweinchenmitbewohner akzeptieren werden, dann ist es noch eine Herausforderung für meine verbleibende Schnuck (mittlerweile 6,5 Jahre), sich dem Stress neues Meerie + Ninchen-Vergesellschaftung auszusetzen.


    Einerseits tut mir Schnuck leid, wenn sie als einziges Meerie alleine bleibt. Andrerseits sie in den EB zurückzuholen, dafür ein zweites Meerie dazusetzen...und ich kann sie dann eben unmöglich wieder zu den beiden Ninchen nach draußen dazusetzen. Ich finde halt, dass es draußen LEBEN ist, die Jahreszeiten zu erleben, 20qm zu haben, die Sonne zu spüren, viele Gerüche...herinnen mit dem 6qm EB ist es zwar immer noch besser als in den vielen 50x100cm Käfigen....aber halt net super. Und jetzt noch ein zweites Gehege draußen für die Meeries bauen, wo Schnuck schon so alt ist und vielleicht mit Glück noch 1 Jahr hat - ich meine, sind wir ehrlich, Durchschnittsalter ist nunmal eher 6/7/8 Jahre und nicht 10-15 - das sind eher die Idealfälle. Und wenn ich eben noch eines dazu hole, bleibt dieses ja auch wieder mal alleine...denn es werden unter natürlichen Umständen wohl kaum beide gleichzeitig oder zumindest sehr zeitnah ins Jenseits wandern. Und jetzt eines aus dem Tierheim holen mit der Option, es wieder zurückzubringen, wenn es mal allein ankommt, ist für mich eben keine Option....also das Tier mal hierhin und mal dorthin setzen. Es soll schon "Wurzeln" schlagen können. Sind halt so meine Überlegungen, meine Pro und Contra...
    Drum, ich weiß schon, dass die ideale Haltung Meerschweinchen und Kaninchen getrennt sein soll, immer jeweils 2 von jeder Sorte....und ich schaue schon drauf, dass es den Tieren bei mir gut geht, drum auch das große Gehege und zuvor der große EB....und kein Trockenfutter :wink:


    Möchte mich nur hier mal mit euch austauschen, eure Überlegungen / Meinungen hören, was ihr machen würdet. Ich vergleich das ein bisschen mit Menschen...alte Menschen, die nicht mehr uneingeschränkt mobil sind, lassen sich auch nicht immer ins Alterheim umsiedeln...sie hängen auch an den eigenen 4 Wänden, mögen die Ruhe daheim manchmal lieber als die vielen Leute im Heim...ich kann Schnuck halt nicht fragen, was ihr lieber wäre *g* bzw die Ninchen freundlich bitten bzw von denen verlangen, dass sie ein neues Schweinchen freundlich aufnehmen sollen.


    Bitte eben um konstruktive Antworten, keine Beschimpfungen.


    LG und Danke vorab!

  • Ich kann deine Argumentation absolut nachvollziehen, würde mich aber an deiner Stelle um einen Artgenossen kümmern, auch wenn dein Schnuck schon älter ist. In dem Fall würde sich doch ein altes Leihmeerschweinchen anbieten was du ab Mitte Mai an Aussenhaltung gewöhnen kannst. Sollte die VG misslingen zw. neuem Schwein und den Kaninchen, kannst du bei dem großen Gehege doch einen Bereich für die Schweine abtrennen. Über Winter sollten sie ins Haus.

  • Das Schwein braucht (mindestens) einen Artgenossen.
    Wie du das realisierst ist deine Entscheidung
    -Innenhaltung ist keine Qual für Meerschweinchen,
    -Leih- oder feste Notschweinchen aus Außenhaltung (gibt es genug, Winterfell haben sie eh nicht, müssen halt nur dran gewöhnt sein)
    - Abgabe des verbliebenen Tieres : Meerschweinchen ist es relativ wurscht bei wem sie leben, vermissen ihren Halter nicht wirklich und finden sich in jede geeignete Umgebung gut ein, solange sie vernünftig versorgt werden

  • Hallo!


    Ich möchte Dir ans Herz legen, das letzte Schweinchen zu vermitteln. In eine Gruppe, wo es bleiben darf. 6,5 Jahre sind halt doch noch nicht sooo uralt, ich habe zur Zeit zwei 9jährige, also es kann auch noch sehr lange alleine bleiben.


    So wie jetzt sollte es auf jeden Fall nicht bleiben, und wenn Du noch so viele Argumente zusammen zimmerst. Weder der 6m² EB noch die Anwesenheit von Kaninchen die sich seit Jahren sehr gut mit Schweinchen verstehen sind Gegenargumente.

  • Stimme voll zu.
    Tut mir leid, aber da helfen auch Kaninchen, viele Quadratmeter, Sonne, Jahreszeiten und sonst was alles nichts.
    Stell dir vor, du müsstest alleine ohne Kontakt zu anderen Menschen leben.
    Vor allem ganz alleine alt werden und schließlich alleine sterben...
    Da hilft dir die Gesellschaft irgendeiner anderen Tierart doch auch nicht weiter.
    Meeris und Kaninchen haben leider nicht so viel gemeinsam wie man denkt, auch wenn sie beide niedlich aussehen und Pflanzen fressen.
    Einen Artgenosse können sie sich gegenseitig niemals ersetzen.

  • Danke mal für die Antworten. Ich will da auch nichts schönreden....ein Artgenosse ist nunmal was anderes als 2 Ninchen....alles Argumente, die ich eben immer wieder abgewogen habe. Ich überlege nun doch ernsthaft, ein zweites Gehege zu errichten und ein zweites Meerschweinchen für Schnuck zu holen. Schnuck ist sozusagen ein Erbe meines Vaters.....kurz nach dem Tod meines Vaters sind die Meeries geboren worden und sie sind sozusagen ein Andenken an ihn...alleine deswegen möchte ich Schnuck nicht weggeben. Und ja ich weiß, dass ist dem Meerie ziemlich egal. Drum werd ich vermutlich ein zweites Gehege für draußen errichten, wenn auch nur rund 6 oder 8qm groß....dazu hab ich nämlich noch ein altes mobiles Gehege von der Zeit vor der ganzjährigen Außenhaltung, wo ich die Meeries bei Schönwetter immer rausgesetzt und abends wieder reingeholt habt. Und dieses könnte ich dazu verwenden, eben als fixes gut verankern, absichern, guten Deckel drauf und fertig. Ist dann nicht so aufwendig und teuer wie das große Gehege.
    Andere Frage: welches Alter sollte das Meeri haben, dass ich dazuholen könnte? Auch schon etwas älter (4-5 J?)oder noch jung (ein paar Monate oder 1 Jahr?)?
    Und ja das 2. Gehege deshalb, weil ich ziemlich überzeugt bin, dass meine beiden Ninchen kein neues Schweinchen möchten. Lilli ist sehr dominant, Stups ist ihr gegenüber unterwürfig, vor allem wenn sie mal wieder scheinschwanger ist, ist sie furchtbar zickig. Seit dem Tod des anderen Meeris haben sich natürlich die Plätze wieder neu geordnet und Schnuck ist definitiv nicht höher aufgestiegen in der Rangordnung. Als ich sie damals vergesellschaftet habe, waren die Schweinchen die älteren, die Ninchen ganz jung und körperlich kaum größer als die Schweinchen und für die war alles neu und sie haben sich gut zusammen gewöhnt, sie kannten es nicht anders. Jetzt sind die aber die körperlich weitaus größeren und wissen diesen Vorteil auch zu nutzen. Das möchte ich den Schweinchen nicht antun. Sie sollen schon ein schönes Leben haben und sich nicht ständig vor den Ninchen fürchten müssen. Letzten Sommer noch haben immer alle 4 Tiere gemeinsam gefuttert, waren gemeinsam im offenen Freibereich draußen; jetzt sucht Schnuck sofort Unterschlupf im Innenbereich, wenn ich sie mal draußen hinsetze ...also sie zieht sich sehr zurück...ob sie jetzt wirklich drangsaliert wird oder sie sich nur nicht mehr wohl fühlt alleine kann ich nicht sagen. Hätte noch keine Angriffe der Ninchen auf sie beobachtet.


    LG


    PS: wegen im Winter ins Haus: sie waren jetzt bereits 2 Winter draußen, da mache ich den wetterfesten Unterstand ganz zu, sie können dann nur durch ihre gegrabenen Tunnel ins Freie, es kommt viel Stroh rein und wenn es besonders kalt ist (also ab 0 abwärts) bekommen sie 2x täglich snuggle safe-Platten.

  • Hallo!


    für eine Kaninchendame die öfter Scheinschwanger ist wäre es besser, wenn sie keinen Sichtkontakt mehr zu Meerschweinchen hat. Es kann sein, dass die kleinen knuffigen Schweinchen die hormonelle Schieflage noch weiter verschlimmern, weil sie eben Kaninchenbabys ähnlich sind.


    Ich würde die Meeris über Winter lieber ins Haus holen, erst recht, wenn sie nur zu zweit sind. Das ist halt auch keine richtige Gruppe, sondern nur eine Notlösung. Da bräuchtest Du sonst eher eine Heizung im Stall um mindestens 5 Grad Plus sicher zu stellen.


    Wenn nur ein weiteres Schweinchen kommen soll wäre ein ähnliches Alter besser. Dürfen es auch mehrere sein gehen auch Babys, die spielen dann miteinander und nerven das ältere Schweinchen nicht.

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