Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Nach Krankheit wieder gesund?

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Hallo ...
    da ich erst seit 6 Monaten zwei Meerschweinchen habe und diese (bis auf Milben) zum Glück noch nicht ernsthaft krank waren, beunruhigen mich Krankheitsgeschichten, wie ich sie hier lesen kann, ziemlich ...
    Mich würde sehr interessieren, ob von euch ein Meerschweinchen, das richtig krank war, das man päppeln musste usw. ... dann wieder gesund wurde und noch einige Jahre gut gelebt hat.
    Es kommt natürlich auf die Krankheit an, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die meisten Meeris, die man päppeln und denen man starke Medikamente geben muss, bei aller Liebe und fürsorglicher Pflege eigentlich dem Tode geweiht sind.
    Würde mich freuen, wenn ich ein paar Antworten bekomme, wo eine Krankheit doch noch gut ausgegangen ist und das Meerschweinchen wieder gesund wurde.
    Liebe Grüße,
    Andrea

  • Hallo,


    Zitat von Chili

    Mich würde sehr interessieren, ob von euch ein Meerschweinchen, das richtig krank war, das man päppeln musste usw. ... dann wieder gesund wurde und noch einige Jahre gut gelebt hat.


    Sokrates war mehrfach sehr krank und wurde gepäppelt. Er hat sich drei Mal wieder bekrabbelt und in seinem Harem gelebt, ehe er letzten November über die Regenbogenbrücke ging.


    Milka überstand einen Lungeninfekt und ließ sich viele Wochen päppeln ehe sie wieder anfing selbstständig zu fressen und noch 1 1/2 Jahre gesund in ihrer Gruppe lebte.


    Aimée überstand heftigen Kokzidienbefall.


    Meine Phoebe ist nach 6 Wochen AB und wochenlanger Behandlung mit homöopathischen Mitteln (fast) wieder gesund geworden und lebt immer noch in meiner Gruppe.



    Liebe Grüße
    Nadine

  • Mein Bock Maxi hat mit knapp 5 seinen langjährigen Mitbewohner Oskar verloren, bekam dann Zahnprobleme und musste, wegen weiblichen Neueinzuges, auch noch kastriert werden. Ich hab ihn damals nur wenig päppeln müssen. Leider hatte er danach Probleme mit seinen beiden unteren Vorderzähnchen. Eins brach ab und eins fiel aus...


    Er musste über die Zeit immer mal wieder zum Kürzen der oberen Vorderzähne, aber er lebte weitere 3 Jahre glücklich und zufrieden mit seinen Mädels.


    Mit mehr als 8,5 Jahren wurde er dann etwas kränklich und ging im August letzten Jahres (schlußendlich der Altersschwäche wegen) über die Regenbogenbrücke. Aber er hat sich davon jedesmal wieder erholt. Manchmal ist es so, und manchmal leider auch anders. Aber eine Erholung ist sehr oft möglich.

  • Huhu,


    meine private "Statistik" bei Päppelschweinen ist eher negativ.
    Chris hatte mit über 7 Jahren einen (wohl zehrenden) Tumor am Hinterbein, sie bekam noch ein halbes Jahr Schmerzmittel und Päppelbrei zum selber fressen, bis sie eingeschläfert werden musste.
    Sam hatte eine Zahnbrücke, er starb leider einen Tag nach der Behandlung.
    Myles hatte einen Kinnabzess, erholte sich zunächst (mit Päppeln usw), bekam dann leider eine Blutvergiftung durch die Abzessbakterien und starb.
    Mein wirkliches "Erfolgserlebnis" ist Minnie, 6 Jahre alt. Sie hat einen Wundabzess (nach Biss) und direkt nachfolgende Zahnfehlbildungen, die mehrere Narkosen erforderlich machten, überstanden und ist jetzt, einhalbes Jahr später, wieder ganz die Alte. Solche Erfolge geben einem die Kraft, es bei der nächsten schweren Krankheit wieder zu versuchen - die Chancen auf Heilung stehen von meinem Gefühl her zwar eher schlecht, aber es gibt immer wieder Schweinchen, die sich berappeln, und noch ein schönes Leben haben nach so einer Krankheit.

  • Meine Paula hat ein Auge entfernt bekommen, weil sich dahinter ein Abszess gebildet hat und musste wochenlang gepäppelt werden, weil es sehr große Komplikationen gab.
    Allerdings hat sie sich nach knapp zwei Monaten wieder berappelt und hat noch 1,5 Jahre munter gelebt, bis die nächste Krankheit mit Päppelphase kam, die sie leider nicht mehr überlebte...


    Sonst hab ich bisher keine weiteren Päppelerfahrungen gemacht. Allerdings lese ich auch immer wieder von sehr kranken Tieren, die wieder gesund wurden und munter in ihrer Gruppe weiterleben konnten...


    Liebe Grüße
    Mone

  • Hallo, würde mich Öhrchen anschliessen: Die Quote bei mir ist auch etwa 50/50, in über 30. Jahren Schweinchenhaltung. Das eine Schweinchen überlebt mit Behandlung die Kokzidien, ein anderes nicht. Eines stirbt schon an einem Schnupfen, ein anderes übersteht eine schwere Lungenentzündung. Eine Kastration geht gut, bei einer anderen stibt das Schweinie. Man kann es nicht vorhersagen. Tatsache ist: Kleintiere sind schwierige Patienten, Meeries sowieso. Es ist einfach schon mal von Haus aus wahnsinnig wenig Gewicht, das so ein Schweinchen einer Erkrankung entgegen zu setzen hat. Es lohnt sich aber immer, es wenigstens zu versuchen.

  • Bei mir war erst ein Tier wirklich krank, und ich musste sie gut 6 Wochen lang päppeln. Sie hat 3 Narkosen innerhalb einer Woche überstehen müssen und nach der letzten dachte ich, sie schafft es nicht. Sie hat aber immer Lebenswillen gezeigt und deswegen haben wir alles versucht. Mit Erfolg; sie frisst wieder selbst und hat ihr altes Gewicht fast zurück. Und sie ist erst 3, heißt, ich hoffe, dass sie noch viele gute Jahre hat.

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