Meerschweinchen Haltung

Meerschweinchen - Kuscheltiere

Haltung und Haltungsbedingungen von Meerschweinchen

  • Meine jetzigen drei wollen auch nicht, dass ich sie berühre, aber sie berühren auch gerne Mal mich, z.B. wenn ich mich Mal zu ihnen ins Gehege setze. Beim TÜV sind Lucky und Lotte immer entspannt, aber gestreichelt oder gekrault werden wollen sie nicht. Aber trotzdem sind sie sehr zutraulich. Sie fressen aus der Hand, sind nicht sehr schreckhaft und können teilweise sogar einige Kunststückchen.

  • Also unser kleiner lässt sich, je nach Laune, hinter den Ohren und manchmal auch am Kinn/Hals kraulen. Er genießt es dann auch sichtlich: reckt das Köpfchen nach oben und schließt die Augen. In den Momenten, in denen er es nicht möchte, lassen wir es auch. Unser großer mag Berührungen (jeglicher Art) gar nicht und das akzeptieren wir auch.

    Auch wenn ich bisher nicht so viel Erfahrung mit Meerschweinchen hatte, sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass es ganz auf das Tier ankommt und auch auf die Art der Berührung und man sich dann entsprechend individuell verhalten sollte.

  • Ich stimme Euch zu, dass natürlich ein Tier, dass sich von seinen vertrauten Menschen streicheln oder ohne Scheu herausnehmen lässt, bei Fremden trotzdem Angst haben kann und meistens auch wird. Das ist bei vielen Exemplaren anderer Tierarten genauso.


    Im Eingangsbeitrag stand unter anderem "Ich habe ihr erklärt, dass sich Meerschweinchen nicht gerne kuscheln oder streichen lassen , dass sie es nicht mögen und schon gar nicht, wenn sie aus dem Käfig gehoben werden." Auf diese und auch von anderen immer wieder vorgebrachten allgemeinen Aussagen habe ich mich bezogen.


    Bitte versteht mich nicht falsch: Es geht mir nicht darum recht zu haben. Es wird jedoch in Foren oft eine Meinung von einem an den anderen weitergegeben. Wenn man das dann nicht hinterfragt, schafft man mitunter auch die Tatsachen selbst. Wenn ich ein Schweinchen nicht an maßvolle Nähe und Berührungen gewöhne, wird es automatisch scheu und beim Anfassen panisch sein.


    Was ist denn für ein Tier besser: Einige Tage oder Wochen ab und an Angst zu haben oder sein Leben lang den Menschen als Bedrohung anzusehen und bei jedem Herausnehmen um sein Leben zu fürchten?


    Und einen wöchentlichen "TÜV" als reine Untersuchung braucht es auch nicht zu geben, wenn ich das Schweinchen öfters auf dem Arm habe. Dann entdecke ich Probleme früher und kann es zwischendurch, nebenbei abtasten und betrachten.

  • LuckyundLou Zara kam als erwachsenes Tier vor einigen Wochen erst zu Dir. Sie ist für mich eher ein Beleg dafür, dass Tiere leiden können, wenn sie nicht zahm sind. Das hatte ich ja z.B. von Katzen erwähnt.


    Unser Kater früher hat zwar gerne mit uns geschmust und auch auf dem Schoß gelegen, aber über den Rücken durfte man ihm z.B. nie streicheln und herumgetragen werden war für ihn schrecklich. Auf so etwas muss man natürlich achten und es respektieren. Nur wenn man es nicht einfühlsam versucht, ein Schweinchen "zu zähmen", dann wird jedes scheu bleiben.


    Wenn wir neuen Tieren, die es sich nicht von anderen abschauen können, Futter aus der Hand hinhalten oder neben dem Gehege sitzen, machen wir im Grunde nichts anderes. Den Tieren wäre es gewiss anfangs lieber, wir würden es einfach hinlegen und sofort verschwinden. Wir handeln gegen diese Gefühle der Tiere, weil wir wissen, dass es auf Dauer für sie ein Gewinn ist, wenn sie uns mit freudiger Erwartung entgegensehen und mehr Abwechslung und Sozialkontakt haben.

  • dass es ganz auf das Tier ankommt und auch auf die Art der Berührung und man sich dann entsprechend individuell verhalten sollte.

    Das ist richtig, wenn auch nicht vollständig. Wie wäre es mit:


    Es kommt auf das Tier an, seine Erfahrungen mit Menschen, seine Erfahrungen mit mir und auch auf die Art der Berührung; entsprechend individuell sollte man sich verhalten.

  • Also, meine lassen sich nach wie vor ungerne rausnehmen, ... selbst als ich den weißen in dem Tunnel hatte, um ihn rauszuheben, hatte er Quickgeräusche gemacht, dann hat der andere angefangen ebenfalls zu quicken.... Als ich seine Pfote in der Hand hielt, um mir die Krallen anzuschauen, hatte er mich angesehen und ganz schnell geatmet. Er hatte nach wie vor Angst. Ich habe sie nun 2 Monate und der weiße ist panischer als der schwarze. Aus der Hand fressen tun beide, sie kommen auch mal an den Käfig Rand um sich ein Leckerlie abzuholen, doch der weiße rennt panisch bei jeder kleinen Geste davon und wenn ich ihn nur anschaue, kann es sein, dass er plötzlich vom Fressnapf flüchtet, obwohl ich mich kein Centimeter bewegt habe, ihn nur angesehen habe.

    Der schwarze war schon immer ruhiger und ihm scheint es auch überhaupt nicht zu stören, wenn man ihn rausnimmt.

    Ich finde sowas kleines, wie Leckerlie oder Frischfutter aus der Hand füttern oder mal zu schnuppern, mich abzulecken wertvoller, als das Tier regelrecht zu zwingen, sich an mich zu gewöhnen. Es will es scheinbar nicht, also lass ich es. Ich versuche so viel wie Möglich Kontakt zu haben, aber wenn ich jedes Mal ne Hetzjadt veranstalten muss, damit ich ihn überhaupt raus bekomme, dann lass ich es. Ist besser für den Süßen.

  • Das ist Teufelchen, hat derzeit noch viel kürzeres Haarkleid. Original währen es ca 15 cm. Ich muss ca alle 2-3 Wo rundherum schneiden, bevor es der Hitzeschlag trifft. Von wegen Berührung.... Wenn's beim Krallenschneiden Fäustchen macht streich ich über den Handrücken und die Pfötchen entspannen sich.

    Das alles mag's garnicht, muss aber sein und schön langsam wird's auch besser. Lässt sich mittlerweile auch hinter den Ohren berühren/kraulen.

    Ohne "Kontakt" wäre es arm dran.


    Ansonsten darf's natürlich selbst entscheiden...:)

  • Ich habe sie nun 2 Monate und der weiße ist panischer als der schwarze. Aus der Hand fressen tun beide, sie kommen auch mal an den Käfig Rand um sich ein Leckerlie abzuholen, doch der weiße rennt panisch bei jeder kleinen Geste davon

    Das kenne ich von unseren Jungs auch. Auch nachdem sie gelernt hatten, Futter aus der Hand zu nehmen, durfte man diese nicht bewegen. Ich setze mich seither im Schnitt einmal täglich mit einer Schüssel voll Gras und Kräutern auf den Boden. Wenn ich ganz still da saß, gab es ihnen sogar Sicherheit. Wenn ich aber auch nur die kleinste (!) Bewegung machte, rannten sie davon. Nach einigen Monaten war das Vertrauen dann so weit gewachsen, dass ich jetzt während sie fressen in die Schüssel greifen und ihnen etwas besonders leckeres anbieten kann.

  • Ich mache da gerne einen Unterschied zwischen Tier händeln können bei TÜV, TA usw. und sich freiwillig kraulen lassen o.ä.


    Das sie ein gewisses Vertrauen uns gegenüber haben ist mir wichtig. Damit der TÜV, Behandlungen usw. nicht für die Tiere der Extremstress pur ist. Fremde weisen wir gleich zurecht das sie ihre Finger aus dem Gehege zu halten haben. Zweien kann man das fast jedesmal sagen, aber gut die kriegen hier öfter mal eine Ansage aus diversen Gründen.


    Wenn die Schweinchen dann mal sich aus freien Stücken kraulen lassen bin ich schlicht nur happy 8) Mein Mann freut sich dann auch immer, vor allem wenn sein "kleiner Chef"sich mal kraulen lässt. Und wenn Spock seine 5 Minuten hat, dürfen die ausgiebig ausfallen ;)


    Deshalb würde ich auch besagter Dame aus dem Anfangsbeitrag eine klare Grenze setzen, denn meine Tiere, meine Wohnung, meine Regeln.

  • Ich musste das weiße Bündel heute raus nehmen, trotz gestrigem Tüv hatte es was zwischen en Zähnen hängen und das hatte es versucht selbst weg zu bekommen, hatte er aber nicht geschafft, weswegen ich dran musste. Als das geschafft war, hatte er sich sofort in mein Haar versteckt.

    Ich habe ihm dann erstmal sich beruhigen lassen und als er dann von alleine aus meinem Haar gekrochen kam, hat er mich angestupst, da hatte ich ihn nicht weiter berührt, nur ihm Halt gegeben. Er hat sich mir immer gegen gestreckt und wollte partout nicht von einen Zentimeter von mir weichen. Dann habe ich angefangen, den Kleinen hinter dem Ohr zu kraulen, nur mit dem Zeigefinger, solange bis er sich geschüttelt hatte und dann gabs ein Leckerlie und dann war er wieder im Käfig und hat von meiner Hand Stück Gurke geknabbert. Dann konnte er wieder gut fressen.

  • Joe63 klingt grob, trifft aber nicht jeden hier ;)


    Viele nehmen sich von selbst zurück oder fragen ob die Bande bestechlich ist. Was ich ja immer wieder witzig finde und gerne "Bestechungsmaterial" raus gebe :)

    Die anderen vereinzelten Spezialisten sind da ein bisschen merkwürdig gepolt. Da wird alles angekrabbelt was wie Tier aussieht ... einer ist mal fast von unseren ersten Jemenchamäleon gebissen worden. Goofer fand es nie witzig wenn jemand in seinem Terrarium hantierte, und mehr als sagen kann man das einem Erwachsenen Menschen ja nicht. Danach hat er aber einen Bogen um das Terra gemacht, gebissen wurde er nicht. Nur ein stocksaures Chamäleon ist schon beeindruckend ...


    Und ja, bei unseren Tieren können wir durchaus bissig werden, so ein kleines bisschen ;):S

  • Ich finde es gibt da grosse Unterschiede zwischen den Schweinchen. Manche brauchen schon reichlich Mut um aus der Hand zu fressen, manche kann man vielleicht kurz das Näschen kraulen und wenige werden richtig zahm. Viel hat meiner Meinung nach mit der Sozialisierung zu tun. Wenn der Erzieher mutig ist, werden oft auch die Kleinen recht zutraulich. In 13 Jahren Meerschweinchenhaltung waren/sind bis jetzt 5 Schweinchen so zahm, dass man sie stressfrei hochheben konnte. Aktuell sind das Balu, Nalle und Niilo. Aurora und Elsa lassen sich streicheln und kraulen, hochheben ist aber stressig. Der Rest lässt sich von mir gelegentlich die Nase kraulen und fressen aus der Hand.

Ähnliche Themen wie Meerschweinchen - Kuscheltiere