Kleinere Wunden und Verletzungen treten auch bei Meerschweinchen immer wieder auf: durch Rangordnungskämpfe, missglückte Fluchtversuche, ungeeignetes Zubehör oder scharfe Kanten im Gehege. Die wichtige Frage ist nicht nur, wie die Wunde aussieht, sondern auch, warum sie entstanden ist. Denn eine Wunde, deren Ursache bleibt, kommt schnell wieder.
Zuerst die Ursache suchen
Grundsätzlich muss immer zuerst nach der Ursache der Wunde gesucht werden.
- Gab es Kämpfe oder jagt ein Tier ein anderes?
- Hat das Meerschweinchen Parasiten oder kratzt es sich auffällig?
- Kann es sich an einem Gegenstand im Gehege verletzt haben?
- Gibt es scharfe Kanten, Heuraufen, Salatbälle, Wippen oder enge Durchgänge?
- Sitzt die Wunde an einer Stelle, die durch Nässe oder Schmutz ständig gereizt wird?
Erst wenn die Ursache gefunden und abgestellt ist, kann die Wunde wirklich heilen.
Kleine Wunden versorgen
Kleine Kratzer und oberflächliche Wunden kann man nach sorgfältiger Einschätzung oft selbst versorgen. Zuerst wird die Wunde vorsichtig gesäubert. Danach kann eine geeignete, für Tiere verträgliche desinfizierende Lösung oder Salbe aufgetragen werden. Ein Wattestäbchen kann hilfreich sein, wenn die Stelle gut erreichbar ist und das Tier ruhig bleibt.
Dieses Vorgehen muss täglich kontrolliert werden. Die Wunde sollte kleiner, trockener und unauffälliger werden. Wird sie dicker, wärmer, nässt sie, riecht sie unangenehm oder schmerzt das Tier deutlich, ist der Tierarzt dran.
Ein Verband ist nur dann sinnvoll, wenn die Wunde so liegt, dass sie ständig mit Schmutz in Berührung kommt, oder wenn der Tierarzt ihn anlegt. Falsch sitzende Verbände können drücken, rutschen oder angeknabbert werden.
Tiefe oder entzündete Wunden
Jede tiefere, stark blutende, klaffende, verschmutzte oder entzündete Wunde muss tierärztlich behandelt werden. Das gilt auch für Bisswunden, denn sie können nach außen klein aussehen und unter der Haut bereits Taschen bilden.
Bitte kontrolliert die Wunde täglich auf Verhärtungen, Schwellung, Wärme, Eiter, Schmerz und verändertes Verhalten. Schnell bilden sich an Wunden Abszesse. Bei tiefen oder großen Wunden kann der Tierarzt spülen, Schmerzmittel geben, die Wunde offen oder geschlossen behandeln und in einzelnen Fällen lokal wirkende Antibiotika einsetzen.
Verletzungen vorbeugen
Meerschweinchen sind keine guten Kletterer. Das Gehege sollte nicht so anspruchsvoll gestaltet sein, dass ein Tier bei einer Flucht stürzt, hängen bleibt oder in einer Sackgasse bedrängt wird. Auch in Notsituationen muss ein Meerschweinchen ausweichen können, ohne im Gehege weiterer Gefahr ausgesetzt zu sein.
So gehen wir das Problem an
Bei kleinen Kratzern reinigen wir vorsichtig, beobachten täglich und suchen konsequent nach der Ursache. Bei Bisswunden, tiefen Verletzungen, Entzündung, Schwellung oder Schmerzen gehen wir zum Tierarzt. Wasserstoffperoxid oder andere stark reizende Mittel setzen wir nicht routinemäßig ein, sondern nur, wenn der Tierarzt es ausdrücklich vorgibt.
Diese Beschreibung ist eine persönliche Vorgehensweise. Sie ersetzt keine tierärztliche Behandlung, vor allem nicht bei tiefen Wunden, Abszessen oder Verletzungen in der Nähe von Auge, Maul, Genitalbereich oder Gelenken.


Ich war heute mit meinem Schweini nochmal beim Tierarzt, da ich gesehen habe, das es nachdem durchfall nicht besser ging, ich dachte er hätte verstopfung. er hatte auch die nahrung und das trinken eingestell. es stellte sich heraus das der gaumen eitrig ist, eine op sagte der arzt würde keinen sinn mehr machen, er bekommt jetzt ein schmerzmittel ins mäulchen gespritzt sowie ein nahrungsergänzungsfutter, damit er überhaupt was essen tut. mein schwein ist allerdings auch nicht mehr der jüngste. ich selber habe ihn und das andere schwein 4 jahre und 3 monate, gut möglich das beide 4,5 bzw schon 5 jahre alt sind
Hallo.
Ich habe 4 Meeris. Die letzten Tage habe ich gesehen das dass männlich eine Verletzung hat.
Es sieht aus wie bei uns wenn wir einen Mücken Stich aufkratzen.
Ich weiß nicht ob es ein biss ist oder ob er hängen geblieben ist. Reicht das wenn ich mit petahen helfe? Oder doch in Besuch beim Tierarzt.
Viele Dank
Hallo Anne,
das aus der Ferne zu beurteilen ist kaum möglich, daher solltest Du einen Tierarzt aufsuchen.
Viele Grüße
Nadine
Ich bin der Meinung das jeder unwissende Halter der sich nicht sicher ist ob er seinem Tier selbst helfen kann am besten direkt an einen TA oder TA- Notdienst wenden sollte anstatt an seinem Mitbewohner herumzudoktorn. Ich nehme erfahrene Halter die sich die Erstversorgung Ihres Tieres zutrauen mal davon aus. Ich denke lieber einmal mehr zum TA als Krankheitsursachen zu verschludern.