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Kohlrabi und Kalzium


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TeeEi



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BeitragVerfasst am: 02.11.2009 18:06    Titel: Kohlrabi und Kalzium

Hallo, da Kohlrabi in letzter Zeit fester Bestandteil meiner Mahlzeiten ist, wird er natürlich auch von den Meeris gefressen. Sie kriegen immer die Blätter, von Knolle kriegen sie nur ein bisschen davon, was geschält wurde - aber schon die von drinne.

Und da habe ich mal wieder bisschen nachgeguckt.

wikipedia hat Folgendes geschrieben:
100 g Frischsubstanz des essbaren Anteils der Knolle enthalten im Mittel 91,6 g Wasser, 1,9 g Protein, 0,1 g Fett, 3,8 g Kohlenhydrate und 1,4 g Ballaststoffe. An Mineralstoffen sind Kalium (380 mg), Calcium (70 mg), Phosphor (50 mg), Magnesium (45 mg) und Eisen (0,9 mg) zu nennen. An Vitaminen sind Vitamin C (65 mg), Vitamin A (Carotin, 0,2 mg), Vitamin B1 (0,05 mg), Vitamin B2 (0,05 mg) und Niacin (1,8 mg) vorhanden. Der Energiewert beträgt 103 kJ (= 24 kcal).

Der Geschmack des Kohlrabi beruht auf dem Gehalt an Zucker, Fruchtsäuren und Senfölglykosiden. Bei den Fruchtsäuren dominieren Äpfelsäure und Citronensäure deutlich.

Kohlrabiblätter haben gegenüber der Knolle einen rund doppelt so hohen Gehalt an Vitamin C, der Gehalt an Carotin ist 100 mal so hoch, der von Calcium und Eisen 10 mal so hoch.

Aus http://www.wien.gv.at/lebensmittel/lebensmittel/uebersicht/gemuese/kohlrabi/inhaltsstoff.html
Zitat:
Durchschnittlicher Gehalt in 100 Gramm essbarem Anteil:
(...)Kalzium: 75 Milligramm
(...)Phosphor: 49,7 Milligramm

Die Blätter von Kohlrabi sind nährstoffreicher als die Knolle. Teilweise ist der Nährstoffgehalt der Blätter zwei- bis dreimal so hoch. Blätter sind unter anderem reich an Carotinoiden (Antioxidantien), Vitamin C, Phosphor und Eiweiß. Blätter von Freilandkohlrabi enthalten mehr Nährstoffe als Treibhausware. Daher sollte man die Kohlrabiblätter, zumindest die zarten Herzblätter immer mitessen.
Roher Kohlrabi ist reich an Vitamin C und schützt vor Erkältungen.
B-Vitamine und Folsäure sind wichtig für gute Nerven und die Haut.
Kohlrabi liefert reichlich Magnesium für die Muskeln und den Kreislauf sowie Kalzium für feste Knochen.
Kohlrabi soll den Gallenfluss und die Nierentätigkeit fördern.

Aus http://www.springerlink.com/content/v53l4046062788jm/
Zitat:
In Gewächshaus-und Freilandversuchen mit Kohlrabi wurde der Einfluß unterschiedlicher Stickstoff-Gaben in verschiedenen N-Formen auf den Nitrat-Gehalt in Kohlrabipflanzen untersucht. Es wurde festgestellt, daß die Steigerung des N-Angebotes zu einer Erhöhung des Nitrat-Gehaltes in Kohlrabi führte, wobei Nitrat-Dünger zumeist die höchsten, Kalkstickstoff die niedrigsten Nitrat-Gehalte bewirkten. Mit zunehmendem Abstand der Ernte von der letzten N-Düngung nahm der Nitrat-Gehalt der Kohlrabiknollen stark ab. Die Nitrat-Anreicherung war in den Blattstielen der äußeren und mittleren Blätter am höchsten, in den Blattspreiten und in der Knolle lag sie nur bei etwas 20 bis 25% dieser Werte. Der Nitrat-Gehalt in Zichtarmer Zeit im Gewächshaus kultivierter Kohlrabiknollen lag—bei etwa gleichem Stickstoff-Angebot—wesentlich höher als der von Freilandkohlrabi im Sommer.


Mich interessiert vor allem die Aussage von Wiki "der Gehalt von Kalzium ist 10 mal so hoch". Stimmt das wirklich? Ich habe so schnell nicht geschafft, eine Seite zu finden, die genaue Angaben macht. Auf Wiki gab's dazu keinen Beleg. Ich mache mir sonst nicht unbedingt so viele Gedanken über Kalziumgehalt, aber wenn der sooo hoch ist, dann verunsichert es mich doch etwas.
Allerdings steht auf der zweiten Seite "Blätter sind unter anderem reich an Carotinoiden (Antioxidantien), Vitamin C, Phosphor und Eiweiß". Wenn der Gehalt an Phosphor auch hoch ist, dann dürfte es ok sein, es geht ja nicht nur um Kalziumgehalt, sondern um Kalzium-Phosphor-Verhältnis, was idealerweise um die 1,5:1 betragen soll und bei Kohlrabiknollen der Fall ist.
Vielleicht weiß jemand von euch, wo man genaue, zuverlässige Angaben findet?

Den letzte Link habe ich nur so als Zugabe eingefügt. Es heißt ja nicht, dass Kohlrabi besonders viel Nitrat hat. Allerdings wenn, dann wohl in den Blattstielen. Ich werde die Blattstielen nicht mehr verfüttern...
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Verfasst am:     Titel: Kohlrabi und Kalzium


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Mäusle



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BeitragVerfasst am: 02.11.2009 18:13    Titel:

ich gebe die Blätter inzwischen höchst ungern. Weil da trotz Waschen eben ne Menge Pestizide drinsitzt. Ab und an geb ichs, aber nicht mehr häufig.

übrigens interessant: die Stengel werden hier meist liegen gelassen Very Happy
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Heinemanns



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BeitragVerfasst am: 02.11.2009 19:05    Titel: Re: Kohlrabi und Kalzium

TeeEi hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht weiß jemand von euch, wo man genaue, zuverlässige Angaben findet?


Ja. Die zuverlässigste Quelle ist der Instinkt von gesund und naturnah ernährten Schweinchen.
Klar, mangelhaft ernährte Tiere fressen wahllos alles, was sie kriegen können.
Aber Schweinchen, die keinen Hunger leiden, keine Mangelerscheinungen haben, erfressen sich alles, was sie brauchen aus dem reichlichen Frischfutterangebot, dass Du ihnen zur Verfügung stellst.
Problematische Pflanzenanteile werden liegen gelassen. Meine 4 lassen Kohlrabistiele genauso liegen, wie Mäusles Tiere.

Problematisch für den Kalziumhaushalt ist Calzium, das auf unnatürlichem Wege zugeführt wird.
http://www.uni-giessen.de/fbr09/tierzucht/ag_hoy/wrsa/16/example_for_long_version.pdf

"Aufgrund der geringeren Wasseraufnahme bei Fütterung von Mischfuttermitteln auf der Basis von Getreide u.a. nativen Komponenten (MFn) bzw. pelletierten Mischfutter (MFp) kam es zu einer deutlichen Reduktion der Harnmenge. Infolge der reduzierten Harnvolumina und der renalen Elimination bedarfsüberschreitender Ca-Aufnahmen, die insbesondere bei Angebot calciumreicher Futtermittel (hier z.B. 15,8 g Calcium/kg Futter bei Angebot des pelletierten Mischfutters) sowie bei parallelem Angebot von Nagesteinen (> 20 % Ca/kg) vorkommen, stieg die Ca-Konzentration im Harn bei Fütterung von Kraftfutter im Vergleich zu Saftfutter um das 10fache an (s. Tabelle 3) und somit auch das Risiko einer Ablagerung cahaltiger Konkremente in Harnblase und –leiter."

_________________
"Wenn Vitamine aus der Fabrik besser wären als ihre Geschwister, die in der Pflanzenzelle heranreifen, dann würde die Natur Tabletten auf Bäumen und Sträuchern wachsen lassen."
Prof. Dr. Dr. Linus Pauling
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