Eigentlich sind Riesenmeerschweinchen, die sogenannten Cuys, keine eigene Rasse im engen Sinn. Ich finde jedoch, dass sie trotzdem hierher gehören, weil sie in Haltung, Größe und Verhalten deutlich anders wahrgenommen werden als gewöhnliche Hausmeerschweinchen.
Herkunft der Riesenmeerschweinchen
Als Cuys werden besonders große Linien der Hausmeerschweinchen bezeichnet. Ihren Ursprung haben sie in Südamerika. Dort wurden sie aus großen Meerschweinchen gezüchtet, als Masttiere gehalten und dienen bis heute auch als Fleischlieferanten. Es gibt verschiedene Unterlinien, wobei Cobayos zu den besonders großen Tieren zählen.
Cuys sind wesentlich größer als die hier üblichen Hausmeerschweinchen. Sie können deutlich länger und schwerer werden und erreichen das Gewicht eines ausgewachsenen Meerschweinchens bereits nach wenigen Monaten. Da sie ursprünglich auf schnelles Wachstum gezüchtet wurden, setzen sie leicht Fett an. Die Fütterung muss deshalb gut angepasst werden, denn eine schnelle Verfettung belastet Herz, Kreislauf und Bewegungsapparat.
Besonderheiten von Cuys
Die Haltung von Cuys unterscheidet sich etwas von der Haltung normaler Meerschweinchen. Sie brauchen mehr Platz, stabile Verstecke, breite Durchgänge und ein Gehege, in dem sie sich trotz ihrer Größe sicher bewegen können. Viele Cuys sind sehr scheu und schreckhaft. Eine Haltung mit kleinen Kindern im Haushalt ist daher nicht anzuraten.
Cuys leiden zudem häufiger an Vielzehigkeit, der sogenannten Polydaktylie. Zusätzliche Zehen müssen nicht automatisch behindern, sollten aber kontrolliert werden, damit Krallen nicht einwachsen oder sich Zehen entzünden. In der Zucht gilt Vielzehigkeit als Erbfehler.
Cuy-Meerschweinchen haben oft eine deutlich geringere Lebenserwartung als gewöhnliche Hausmeerschweinchen. Gerade deshalb sollte man vor der Anschaffung gut überlegen, ob man ihren besonderen Ansprüchen gerecht werden kann.
Verpaarung von Riesenmeerschweinchen
Die Zucht von Cuy-Hybriden durch Verpaarung mit Hausmeerschweinchen ist schwierig und gehört nicht in private Experimentierhaltung. Zu bedenken ist immer, dass die Babys deutlich größer sein können als bei gewöhnlichen Hausmeerschweinchen. Komplikationen bei Trächtigkeit und Geburt, etwa ein Riss der Gebärmutter oder ein Steckenbleiben im Geburtskanal, können dadurch erheblich wahrscheinlicher werden.
Wer Cuys halten möchte, sollte sie als Tiere mit besonderen Bedürfnissen betrachten, nicht als besonders große Variante für Kinder oder als Kuriosität. Platz, Ruhe, passende Fütterung und Erfahrung sind wichtiger als der Reiz des Ungewöhnlichen.
Ich besitze seit fast 5 Monaten einen Cuy und ich muss sagen, das dieser Artikel sehr gut ist und schön geschrieben ist. Ergänzend muss ich aber sagen das mit Futter und hin und wieder ein paar Erbsenflocken der Kleine recht zahm geworden ist. Außerdem kennt er unsere Wohnung durch seinen Freilauf mittlerweile in und auswendig ^>^ er war wirklich sehr scheu am Anfang und er ist definitiv KEIN kuschelmeeri. Seine Persönlichkeit ist auch sehr schreckhaft, aber mit seinem besten Freund an seiner Seite, traut er sich schneller an Dinge als alleine ^^