Meerschweinchen Vergesellschaftung

Vergesellschaftung nach Streit

Tipps und Hilfe rund ums Vergesellschaften von Meerschweinchen

  • Guten Morgen,

    Ich hatte gehofft das nie schreiben zu müssen, aber es war nun mal immer eine Möglichkeit.


    Zorro und Bill haben sich gestern gebissen. Ausgabgsposition war, dass Zorro auf Bill saß, der auf dem Rücken lag. Nachdem ich ihn runtergeschupst habe, haben die beiden alles und jeden angeklappert.

    Zorro hat jetzt zwei Wunden an der Schulter die sehr danach aussehen, als hätte Bill ihm einmal seine Zähne dort hinein gerammt.

    Bill hatte eine verdickte Stelle, hart und verschiebbar, aber länglich. Ich befürchte das könnte auch ein Abszess sein, weil die Haut ist dort rosa, als wäre die Wunde erst noch verheilt.


    Jetzt war Bill ja vorher krank und da war Zorro auch etwas provokant.

    Aber laut TA ist er jetzt eigentlich wieder fit.

    Ich weiß dass sich das Problem länger aufgebaut hat, harmonisch war das die letzte Woche nicht mehr, aber ich dachte das legt sich, wenn Bill wieder gesund ist.

    Ich weiß absolut nicht was der letztendliche Auslöser war, die Zwei waren in der Mitte vom Käfig, keine Engstelle oder ähnliches.


    Ich denke eine erneute VG ohne Änderung der Umstände wird nichts bringen, aber meint ihr man kann das mit mehr Platz und evtl. auch Mädels wieder lösen oder das war's jetzt?

    Gerade sind Zorro und Luna im Flur separiert, aber das ist keine Dauerlösung.


    Habt ihr irgendwelche Ideen/Vorschläge/...?

  • war dein eingreifen ( runterschieben) nötig? Haben sie sich danach erst gebissen? Ging nun alles von Zorro aus? Vor vielen Jahren hatte ich auch mal eingegriffen was zur Folge hatte das die ältere die im Begriff war sich durchzusetzen ihren Respekt verloren hatte und mobbingopfer war.

  • Hoi,verstehe ich es richtig du hast 2 Kastraten und 2 Mädchen ?

    Wenn es so ist sehe ich da keine Chase, die werden immer wieder einen grund finden

    Um sich zu zoffen auch ohne engpässe. Auch wenn die beissereien mal vorbei sind wird der

    Schwächere kein schönes Leben mehr haben.


    Bei mir höhrt die VG auf wenn sie sich blutig beissen.

    Ich würde sie doch in zwei Gruppen halten, wie du es jetzt hast.


    Die verdickete Stelle von Bill , solte zum TA.

  • Voraussagen kann es sowieso niemand, ich hatte hier 2 Weibchen die sich ja 2 Monate lang nicht einig waren und durchaus gebissen und Haarbüschel ausgerissen haben. Allerdings war die Story sofort durch als sich eine dann endlich unterworfen hat. Die Frage ist halt, ob eines deiner Männchen vom Charakter her in der Lage ist, sich unterzuwerfen. Wenn es beides Sturköpfe sind sehe ich schwarz ehrlich gesagt. Ich finde gemischte Gruppen mit mehreren Kastraten sehr interessant, aber würde mich da niemals dran ranwagen ohne massiv viel Platz und einer Grossgruppe wie bei Andreas...


    Bisse in Schultern usw. hören sich aber schon heftig an ehrlich gesagt...

  • Zorro ist jetzt halt schon verunsichert.

    Ich weiß nicht, ob ich es einfach als gescheitert ansehen sollte, oder ob da vielleicht einfach wieder mehr Routine reinkommt.

    Ich weiß nicht ob ich mit dieser Angst leben kann, dass das wieder passiert. Aufteilen auf 2 Gruppen fände ich bei unserer Gehegegröße sehr unglücklich und deshalb wäre dann wohl nur Bills Abgabe die nächste Option.

    Ich hatte gedacht wenn dann kracht es gleich, aber jetzt habe ich mich schon so an ihn gewöhnt.

    Ich kenne so eine Situation einfach gar nicht, das hatten wir noch nie.

  • Tut mir sehr leid, dass es dazu gekommen ist. Das klingt echt nicht gut mit den Bissen...


    Bei einem meiner Kastrat-Frühkastrat-Duos in einer Gruppe mit 6 Mädels hat es erst nach 4 Jahren problemlosen Zusammenleben gekracht und dann sehr heftig. Kompletter Durchbiss an der Schnute. Ich habe es danach auch noch einmal mit einer VG versucht, aber keine Chance. Beide waren erst nach einer Trennung mit jeweils eigenen 2 bzw. 4 der Mädels glücklich.


    Rückblickend betrachtet würde ich nach einem ernsthaften Biss (kein Kratzer an der Nase) immer trennen, gerade die Jungs. Es spricht meiner Meinung nach dafür, dass sie sich nicht wirklich verstehen bzw. sehr unsicher sind und die Situation nicht anders als durch Beißen zu klären wissen.

    Ich hätte dann nämlich Sorge: Was passiert, wenn es sich so sehr hochschaukelt wenn niemand da ist? Beißen sie sich dann vielleicht sogar tot?


    Hemingway hat Johnny Anfang des Jahres auch einmal auf den Rücken bekommen (nachdem der Kleine ihm gegenüber den Macker raushängen lassen wollte) und stand über ihm, aber zu Beißereien käme es da eher nicht. Die beiden wissen das auf anderen Wegen zu klären. Musste auch nicht eingreifen, Hemingway hat Johnny wieder freigegeben und der ist abgedüst.

    Danach waren sie ein paar Stunden nicht gut aufeinander zu sprechen, aber seitdem ist wieder Friede. Sie fressen nebeneinander und es gibt kein Geklapper oder Gejage. Johnny hat sich wieder untergeordnet und Hemingway akzeptiert das, ohne es auszunutzen oder Streit zu provozieren.

    Aber für einen solchen Kompromiss müssen natürlich beide Jungs bereit sein, ansonsten kann ein Zusammenleben auf Dauer nicht harmonisch klappen.

  • Bei jeder Gruppe kann es zu Krach beziehungsweise Veränderungen kommen, auch nach Wochen, Monaten oder extrem sogar Jahren.


    Beispielsweise konnten sich Xanani und Quarki Jahrelang absolut nicht riechen und als sich die Gruppenkonstellation wegen Tod verändert hatte war zwischen den beiden plötzlich wieder alles gut. Alba und Xanani haben die ersten 2 Wochen gar nichts voneinander mitgekriegt und dann ging plötzlich der Terror über 2 Monate hinweg los und jetzt sitzen die beiden oft beieinander und fressen gemütlich.


    Ist ja schlussendlich bei uns Menschen auch nicht anders, gute Freunde werden uns je nachden was sie tun plötzlich total fremd und der komische Kauz stellt sich eigentlich als ganz toller Mensch heraus, wenn man sich mit ihm unterhält.


    Als bei Xanani und Alba so ein Terror war wollte ich auch keine von beiden abgeben. Ich war wirklich schon dabei die Masse für ein zweites Gehege auszumessen und zusätzliche Spielgefährten für Xanani (sie hätte ich rausgetrennt - rein rational weil sie halt doch schon einiges älter ist und ich dachte, die Übergangslösung müsse so nur 1-2 Jahre dauern). Zum Glück hat es sich dann doch geregelt und das Thema war vom Tisch.


    Was ich damit sagen will, ich glaube ihr müsst euch definitiv Alternativpläne aufstellen; Gruppe auftrennen mit zusätzlichem Gehege oder Abgabe von Bill.

  • Sie saßen dann später auch Nase an Nase ohne irgendwas. Keine Reaktion von beiden. Später wieder etwas Geklappere und dann wieder Ruhe.

    Tilda ist gerade aber auch sehr auf Krawall gebürstet, was noch mehr Unruhe reinbringt.

    Ich weiß gerade nicht wann es zu viel ist, ob es nochmal blutig werden muss, oder ob es reicht, ob es wieder wird.

    Ich habe halt auch echt Angst vor der Nacht.

    Wir lassen das Isolationsgehege noch stehen, damit wir im Fall sofort trennen können.

    Billy könnte auch im Notfall immer zu der Züchterin zurück.

    Wegen zwei Gruppen, vielleicht könnte dann eine in mein Zimmer.

    Ich fahre halt eigentlich morgen in den Urlaub bis Freitag, das trifft sich super...

    Meine Familie wäre aber noch da.

  • Wir haben jetzt viel Sichtschutz, einen Heuberg mit Gras und Kräutern zum Schnüffeln, aufgehängtes Futter und verstreutes Gras und bisher gab es trotz Kontakt kein Gezicke mehr. Zorro testet die Grenzen schon, aber ohne Zähneklappern und umgarnt Lila ohne Brommseln.

    Deshalb ist Billy das Ganze jetzt auch egal.

    Sie gehen nicht grundlos aufeinander los und wenn Zorro aufmuckt, dann geht Billy klappernd hinterher und dann ist es ihm egal🙈


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