Cystitis

Blasenentzündung bei Meerschweinchen

Schmerzhaftes Wasserlassen und Blut im Urin müssen abgeklärt werden. Diagnose und Behandlung einer Blasenentzündung beim Meerschweinchen.

Eine Blasenentzündung ist eine Entzündung der Harnblase. Bakterielle Infektionen sind möglich, doch Blut im Urin, Pressen und schmerzhaftes Wasserlassen können ebenso durch Blasensteine, Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane oder andere Probleme entstehen. Kälte oder Zugluft allein verursachen keine bakterielle Blasenentzündung.

Warnzeichen und Einordnung

Deutliche Schmerzen, Futterverweigerung, Atemprobleme, rasche Verschlechterung oder Teilnahmslosigkeit sind immer Gründe für eine sofortige tierärztliche Untersuchung. Meerschweinchen verbergen Beschwerden oft lange.

Tierärztliche Diagnose

Symptome allein erlauben selten eine sichere Diagnose. Untersuchung, Gewichtskontrolle und je nach Verdacht Bildgebung, Blut-, Urin- oder Gewebeproben helfen, Ursache und geeignete Behandlung festzulegen.

Ursachen für Blasenentzündungen

  • Eine bakterielle Infektion kann ebenfalls eine Blasenentzündung auslöen

Symptome bei Blasenentzündungen

  • Zu Beginn ist eine Blasenentzündung symptomfrei. Unter Umständen heilt sie in einfachen Ausprägungen auch aus, ohne dass man überhaupt die Blasenentzündung bemerkt hat
  • Bei Meerschweinchen mit Blasenentzündung ist vermehrtes Trinken festzustellen
  • Durch höheren Wasserkonsum steigt natürlich auch die Ausscheidung des Harns an
  • Krümmung des Rückens oder Quieken während des Urinierens als deutliches Indiz schmerzhaften Wasserlassens
  • Blutiger, schleimiger oder trüber Urin

Behandlung bei Blasenentzündungen

  • Wenn ihr die Symptome bei einem Eurer Meerschweinchen feststellt sofort zum Tierarzt
  • Untersuchung einer möglichst sauber gewonnenen Urinprobe; je nach Befund Urinkultur und Bildgebung
  • Gabe von Antibiotika und gegebenenfalls ein entzündungshemmendes Mittel
  • Zur Unterstützung kann verdünnter Blasen- und Nierentee zusätzlich zum Wasser gegeben werden.
 Meerschweinchen, die einmal eine Blasenentzündung hatten, neigen oft dazu weitere zu bekommen. Das kann natürlich auch mit den insgesamt ungünstigen Haltungsbedingungen zusammenhängen. Achtet also auf den Standort des Käfigs! 

Diagnose und Behandlung

Zur Abklärung gehören eine klinische Untersuchung und eine Urinprobe; häufig sind zusätzlich Röntgen oder Ultraschall sinnvoll. Ein Teststreifen allein reicht nicht für eine sichere Diagnose. Wenn eine bakterielle Infektion vermutet wird, kann eine Urinkultur mit Resistenztest helfen, ein passendes Antibiotikum auszuwählen.

Schmerztherapie und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sind wichtige Bestandteile der Behandlung. Tee ersetzt weder Wasser noch Medikamente und sollte nicht ohne Rücksprache gegeben werden. Bei wiederkehrenden Beschwerden muss nach Steinen, anatomischen Problemen und anderen Grunderkrankungen gesucht werden.

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