Ist ein Meerschweinchen unheilbar krank oder schwer verletzt und lässt sich sein Leiden nicht mehr ausreichend lindern, kann Einschläfern der letzte verantwortungsvolle Schritt sein. Die Entscheidung ist schmerzhaft. Maßstab sollte nicht sein, wie schwer das Loslassen für uns ist, sondern welche Lebensqualität das Tier noch hat.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Besprich Diagnose, Prognose, Schmerzen und Behandlungsmöglichkeiten offen mit der Tierärztin oder dem Tierarzt. Hilfreich ist ein kleines Tagebuch: Frisst das Tier selbstständig, bewegt es sich, nimmt es Kontakt zur Gruppe auf und gibt es noch deutlich mehr gute als schlechte Phasen? Einzelne Kriterien ersetzen keine tierärztliche Beurteilung, machen Veränderungen aber greifbarer.
Akute Schmerzen, Atemnot oder völlige Futterverweigerung dürfen nicht bis zu einem geplanten Termin ausgesessen werden. Im Zweifel sollte der Notdienst angerufen werden.
Wie läuft das Einschläfern ab?
Die Praxis erklärt das konkrete Vorgehen vorab. In der Regel erhält das Meerschweinchen zunächst ein Beruhigungs- oder Narkosemittel und verliert das Bewusstsein. Erst wenn es tief schläft, wird das Medikament verabreicht, das Atmung und Kreislauf beendet. Die Tierärztin oder der Tierarzt kontrolliert anschließend sicher den Tod.
Muskelzuckungen, ein tiefer Atemzug oder das Entleeren von Blase und Darm können als körperliche Reflexe auftreten. Sie bedeuten bei tiefer Narkose nicht, dass das Tier wieder bei Bewusstsein ist. Frage vorher nach, wenn Dich solche Reaktionen beunruhigen.
Beim Tier bleiben und Abschied nehmen
Viele Halter möchten ihr Tier begleiten, andere fühlen sich dazu nicht in der Lage. Beides ist verständlich. Kläre, ob Du es während der Narkose halten oder danach noch in Ruhe sehen darfst. Eine vertraute Decke kann Sicherheit geben. Bei einem Hausbesuch bleibt dem Tier der Transport erspart, sofern eine Praxis diesen Dienst anbietet.
Das Partnertier kann den verstorbenen Gefährten häufig noch einmal sehen und beschnuppern. Ob das im Einzelfall sinnvoll und hygienisch vertretbar ist, sollte mit der Praxis abgestimmt werden, besonders bei ansteckenden Erkrankungen.
Was geschieht mit dem verstorbenen Tier?
Das Tier kann in der Praxis bleiben, einem Tierkrematorium übergeben oder auf einem Tierfriedhof bestattet werden. Eine Einzelkremierung ermöglicht die Rückgabe der Asche; bei einer Sammelkremierung ist das nicht möglich.
Das Begraben eines Heimtiers auf eigenem Grund kann zulässig sein, unterliegt aber rechtlichen und örtlichen Vorgaben. In Wasser- oder Naturschutzgebieten sowie auf öffentlichen Flächen ist es nicht erlaubt. Auch Abstände, Grabtiefe und mögliche Tierseuchenauflagen sind zu beachten. Frage deshalb vorab beim örtlichen Veterinäramt oder Ordnungsamt nach. Bei eingeschläferten Tieren muss außerdem verhindert werden, dass andere Tiere den Körper ausgraben und Wirkstoffe aufnehmen.
Dass das Meerschweinchen bei einer Euthanasie zuerst tief narkotisiert wird, sodass es friedlich einschlafen kann. So wurde das damals bei meinem Meerschwein auch gemacht. Danach haben wir eine Bestattung im Garten abgehalten.
Mein Snoopy hab ich jetzt schon seit 7 Jahren. Seine Hinterbeine sind fast vollständig gelähmt und ihm fällt es sehr schwer sich zu bewegen. Wir müssen ihm selber trinken zu führen weil er es alleine nicht mehr schafft. Ich bin noch recht jung (14) und kann noch nicht wirklich mit Verlusten umgehen, dazu kommt noch das ich ein sehr sensibeler Mensch bin und ihn einfach nicht gehen lassen will. Morgen gehen wir zum Tierarzt und es kann sein das er eingeschläfert wird Und das am Geburtstag meines Bruders… da kann man sich gar nicht richtig freuen. Ich würde gerne wissen wie ich das ganze besser verkraften kann, mir kommen schon die Tränen wenn ich ihn nur streichle oder auf dem Schoß liegen habe, weil ich immer daran denken muss das er bald fort gehen wird.
Hallo,
zur Tierhaltung gehört in den meisten Fällen (sehen wir mal von Schildkröten u.ä. ab) auch dass die Tiere nicht so alt werden wie wir Menschen und uns verlassen. Ein trauriger Aspekt, aber unumgänglich. Gerade wenn ein Tier schon alt ist, sich nicht mehr selbst versorgen kann, sich kaum mehr bewegen kann, kann es eine Erlösung für es sein, wenn es endlich gehen darf.
Seine eigenen Gefühle muss man dann hinten anstellen, auch wenn es schwer fällt.
Trost spenden sicher dann die anderen Tiere der Gruppe.
Viele Grüße
Nadine
Seit ein paar Tagen gebe ich meinem Max Päppelbrei aus Möhren und Banane.Laut eurem Forum auch Dill(aus Italien).Vieleicht kriege ich ihn doch wieder auf die Beine.Es muß auch der Kot untersucht werden,weil der Durchfall nicht aufhört.
Mein Meeri leidet die letzte Zeit immer wieder an Durchfall,hat Antibiotika schon bekommen.Er leidet auch an Zahnproblemen ,hat Schmerzmittel bekommen.Im Moment bekommt er bene bac.Ich gebe Kamillen-oder Anis,Kümmel,Fencheltee.Er hat auch abgenommen.Diese Ratgeberseite und das Forum sind toll.