Meerschweinchen Vergesellschaftung

Ein zweites Weibchen

Tipps und Hilfe rund ums Vergesellschaften von Meerschweinchen

  • Ich halte auch nichts von dieser Abtrennung. Es ist doch eine stink normale Vergesellschaftung. Über Abtrennung kann man nachdenken, wenn eine Vergesellschaftung sich sehr schwierig gestaltet, aber nicht sofort

  • Und da das Schweinchen aus einer notstation kommt wird es auch gesund sein. Man könnte höchstens sagen ich möchte erst sichergehen das sie keine kokzidien hat. Von der kleinen 3 Tage köttel sammeln und euer Tierarzt guckt sich die kotprobe an. Die kotprobe könnte man auch ins Labor schicken, dauert 5-7 Tage und kostet zwischen 60-100 Euro. Ich gestehe bei Tieren aus dem tierschutz habe ich das noch nie gemacht.

  • Ich halte auch nichts von Abtrennungen und war verwundert, dass hier hin und wieder in letzter Zeit gelesen zu haben. Das kann Stress sogar noch schüren. Die Hauptsache ist Platzangebot und "luftige" Einrichtung sowie viele verschiedene Futterstellen. Und dann wirklich machen lassen, sich zurücknehmen, aber beobachten. Ich find die Idee, das Neuschwein als erstes rein zu setzen, auch ganz gut. Werde ich demnächst bei meinen Neuen auch mal so probieren.

  • Wir trennen neue Schweinchen nie mit Gitter, würde die Neue auch gleich dazusetzen. Viel Futter, Heuberge und alles was nur einen Ein/Ausgang hat vorläufig rausnehmen.


    Den Rest regeln die Schweinchen von alleine, da sie mit 7 Monaten sicher keinen Welpenschutz mehr hat werden sie das unter "Erwachsenen" ausmachen ;) Diesen Babybonus hat man erfahrungsgemäß nur bis max. 6-8 Wochen. So jedenfalls bisher meine Erfahrungen.

  • Ich finde das Abtrennen kann positiv oder auch negativ ausgehen. Beispiel:


    Monte hatte sich Mal die Bänder gezerrt und hat "Bettruhe" verschrieben bekommen. Die TÄ meinte wir sollen das Gitter von so einem kleinen Hamsterkäfig nehmen und das im Gehege platzieren und ihn dort reinsetzen. Für Monte war es purer Stress. Die anderen schnüffelten an allen Wänden, nagten an den Stangen und er wurde aggressiv.


    Hingegen mussten wir unsere zwei neuen Schweine in Quarantäne setzen bevor sie zu meiner Gruppe durften und aus Platzgründen haben wir einfach das Gehege mit durchsichtigen Songmicsplatten im zwei Teile geteilt. Das Ergebnis war eine rege Kommunikation durch die Platten auf beiden Seiten und sogar ein paar Schnüffelversuche durch die Platten hindurch. Meine Schweine waren bei der Vergesellschaftung der neuen dann total entspannt. Sie kannten einander ja schon. (Die Problematik die es dann mit Lucky gab hatte damit nichts zu tun) und Marshmallow und Gizmo erkannten sich als Freunde wieder und verbrachten gleich Zeit zusammen.


    Für Gizmo war das Abtrennen durchaus sinnvoll, da er vorher sehr nervös und stürmisch war. Aber für Monte war es eine Qual. Ich denke es kommt auf die Tiere selbst an. Daher würde ich bei einem komplett unbekannten Tier (von Quarantäne abgesehen) trotzdem eher sagen dass die Vergesellschaftung direkt passieren sollte. Merkt man dass das nicht funktioniert könnte Abtrennen hilfreich sein.


    Aber das ist nur das was ich aus meinen Beobachtungen schließe. Andere haben da vielleicht andere Erfahrungen gemacht.

  • genau so ist es , jedes Tier ist verschieden und darum passe ich hier die VG an.

    Ich setzte die neuen unter ein Gitter und wenn sie dann alle cool bleiben nehme ich das Gitter raus,

    Das kann auch nur 10 Min. Dauern oder dann halt länger, ja nach Meeri.

    Für mich ist das eine vorsichts masname um schlimme beissereien zu verhindern,

    damit habe ich gute Erfahrungen gemacht und es darum hier mal so weiter gegeben,

    Natürlich soll das jeder so machen wie er möchte, das mit Gitter ist nur eine Variante.


    Habe ja hier ab und zu Notfallmeeris und ich getraue mich nicht,

    Böcke oder auch Kastraten einfach so zusammen zu setzten.


    Übrigenz ganz früher hat man das so gemacht.

  • Da ich die Sache mit dem Gitter auch schon mehrfach empfohlen habe, will ich es auch noch einmal begründen und abwägen:


    Eine Zeit mit einem Gitter dazwischen kann unnötig, schädlich, nützlich oder notwendig sein. Wie DieDreiVonDenise und Silvia. erklärten, kommt es auf die Tiere an, was für sie besser ist. Daher würde ich nie eine Methode als die Richtige empfehlen.


    Wir haben vor eineinviertel Jahren eine Vergesellschaftung zwischen Böckchen so gemacht, wie es fast überall empfohlen wird. Und es führte zum Scheitern und zu verhaltensmäßigen Schäden, die heute noch sichtbar werden. Ich will zu gegebener Zeit noch in Ruhe von unseren Erfahrungen berichten und kann jetzt nur soviel sagen: Dass jetzt Tiere hier friedlich zusammenleben, die sich seinerzeit wiederholt gebissen haben, war nur möglich, weil ich den Ansatz geändert habe. Natürlich ist das Trenngitter dabei nicht die alleinige Lösung, aber es kann die üblen Erfahrungen, die wir machen mussten verhindern und eine der möglichen Hilfen sein.


    Wenn die Tiere wie wild am Gitter nagen oder sich anhaltend bedrohen, dann muss man natürlich gleich für Sichtschutz oder Trennung sorgen oder es ohne Gitter versuchen. Und wie schon gesagt: Oft kann es überflüssig sein, aber das sieht man ja schnell und nimmt dann das Trenngitter weg.

  • Ich bleibe dabei und würde es ohne gitter machen. Nora kam vor eineinhalb jahren dazu, bildete für ein paar sekunden ein kneuel mit Foxi und das thema war durch. Am abend saßen sie friedlich nebeneinander.


    Die empfehlung mit dem gitter kann meiner meinung nach dazu führen, dass unerfahrene halter einfaches brommseln oder zähne klappern shcon als agressive haltung werten und die tiere gar nicht zueinander lassen

  • Ich respektiere Eure Meinungen


    Ich werde die Variante nehmen.


    Das neue Meerschweinchen erst Mal alleine für 15 Minuten im gehege lassen.

    Damit sie alles kennen lernen kann


    Dann kommen die zwei rein und dann lasse ich die machen (unter Beobachtung)


    Meine sorge ist dass die neue ausgegrenzt wird weil die beiden hocken schon sehr aufeinander.


    Aber das wird schon werden ☺️

    Die müssen sich halt alle drei zusammenreißen

  • Ich würde auch eher vom Gitter abraten, mir leuchtet die Erklärung mehr ein, dass einander riechen/sehen/hören, aber nicht richtig miteinander kommunizieren können mehr Aggressionen schürt als entgegen wirkt.


    An Italoschwein würde ich empfehlen genug Platz, Fressen und viele Heustellen (am besten lose) anzubieten. Überbeliebte Häuschen würde ich rausnehmen damit kein Streit darum entsteht. Keine Sackgassen aufbauen, keine Kuschelsachen (die oft nur 1 Ausgang haben). Ich würde aber nicht zu viel Ärger erwarten.

  • Meine sorge ist dass die neue ausgegrenzt wird weil die beiden hocken schon sehr aufeinander.

    ein neues schweinchen im gehege löst fast völlig die bestehende dynamik auf. lass dich überraschen :) Kann alles passieren

  • Ich nehme die Option mit dem Gitter abtrennen auch nur wenn es dringend nötig ist. So wie bei Tilda damals. Ansonsten kommen die neuen Tiere eine halbe Stunde eher in den Auslauf und dann werden die jetzigen reingesteckt . Dann heißt es natürlich beobachten und Futter reinwerfen.

  • mehr ist immer besser. große gruppen haben ein viel besseres soziales gefüge und ein schöneres miteinander. es ist auch viel viel natürlicher. deswegen möchte ich ja ein 4. weibchen

  • Es ist sicher keine schlechte Idee, eine Abtrennung für den Notfall zu haben, aber bei einem neuen Weibchen für eine Gruppe würde ich ehrlich gesagt das Gitter nichtmal aus dem Keller hochschleppen. Eine Viertelstunde Vorsprung ist eine gute Idee, und sonst wirklich immer mit Futter bereit stehen, wenn sie aktiv werden, oft ist dann erst das Fressen interessanter, und dann sind sie satt und träge und machen ein Verdauungsschläfchen statt rumzustänkern, und wenn sie dann wieder wach werden, stehst du gleich wieder mit Futter parat. Immer weiträumig verteilen, auch vor die Eingänge von Häusern, gerne Heuhaufen zum durchwühlen und verstecken.


    Sollte es dann wirklich schief laufen kann man immer noch mit Gitter arbeiten, aber wie gesagt, bei Weibchen wäre das sehr ungewöhnlich.

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