Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Meerschweinchen Gewichtsabnahme/frisst kaum noch Heu

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Ich würde ihr Spitzwegerich + Schafgarbe geben. Ist sie an frisches von draußen gewöhnt?
    Spitzwegerich hat ein eigenes AB und Schafsgarbe ist gut für die Schleimhäute.
    Streptokokken sind nicht so ohne. Spontan hätte ich eher zu einem AB tendiert.
    Wichtig ist halt, dass die Ursache für den Durchfall gefunden wird.
    Wurde die OD noch einmal überprüft?

  • Nach dem, was ich gelesen habe, ist der Nachweis von Streptokken ohne Aussagewert. Das Problem ist, dass viele Arten dieser Bakterien völlig normal und harmlos sind - zumindest beim Menschen. Ich vermute, dass es bei Meerschweinchen nicht anders ist.


    Du müsstest also wissen, ob es eine schädliche Menge oder Art dieser Bakterien ist, die gefunden wurde. Da würde ich noch mal nachfragen. Ansonsten kannst Du mit dem Befund nichts anfangen - außer Dich zu freuen, dass sonst nichts gefunden wurde - was aber bei Meerschweinchen durchaus üblich ist.

  • In den letzten Wochen wars ein Auf und Ab mit Majas Verdauung, letzte Woche waren die Böhnchen richtig gut und dann am Wochenende kam die Matsche wieder und sie wollte auch nix mehr fressen. Also sind wir heute zu unserer Tierklinik und ich bin komplett am Boden zerstört. ;(
    Sie hat Probleme mit den Zähnen, die müssten dringend gemacht werden. Aber die Ärztin riet mir eher dazu, sie erlösen zu lassen.
    Ich hab das Metacam weggelassen um die Verdauung zu schonen und Novalgin gegeben und sie hatte beim Abtasten Rückenschmerzen und die Hüfte tat natürlich auch weh. Sie war am Wochenende sehr träge, lag nur rum, wurde gepäppelt.

    Es wurde weder ein Zahnröntgen noch vom Körper gemacht, sie würde sie dann am Mittwoch in Narkose legen, den Röntgen machen und sofort die Behandlung. Aber sie kann mir nicht garantieren, ob und wie lang dass gut geht, vielleicht nur paar Wochen und sie würde wieder nicht essen. Außerdem könne es sein, dass Zähne gezogen werden müssen, und das wäre bei Majas Geschichte mit der OD zu gefährlich.
    Aber im Dezember war der Kiefer ja nicht betroffen und jetzt wurd ja Bild gemacht.

    Ich soll mir nun bis Mittwoch überlegen, ob ich sie behandeln lasse oder Abschied nehme.
    Bis dahin bekommt sie 2 mal am Tag 0,5ml Hundemetacam und 3-4 mal 0,05ml Novalgin. Gerade wirkt sie etwas munterer, hat auch etwas an den Kräutern geknabbert.

    Mir bricht das alles das Herz, vor allem will ich nicht das sie leidet. Aber ich will auch nichts unversucht lassen.
    Sollte ich sie tatsächlich ohne eine erneute bildgebende Diagnostik einschläfern lassen?
    Die Ärztin ist Expertin, aber ich hab da starke Bauchschmerzen mit, dieses kleine Leben aufzugeben, auf Grund eines 4 Monate alten Röntgens und dem Abtastbefund heute.

    Ich habe gerad 2 Stunden mit meinem Verlobten drüber gesprochen und wir sind kein Stück weiter.
    Sie hat doch noch Lebenswillen, isst auch gern ihre Gurke und gibt jeden Küsschen, auch der Tierärztin. ;(
    Das ist alles so traurig...

  • Vielen Dank ;(
    Maja hat OD und hatte beim Abtasten Schmerzen. Was auch relativ logisch ist, da ich das Metacam auf Empfehlung eines anderen Tierarztes weggelassen hatte, weil die Vermutung war, dass ihre Verdauung deswegen aus dem Tritt ist.
    Das Problem müssen die ganze Zeit ihre Zähne gewesen sein und er hatte mit dem Otoskop geschaut und es nicht gesehen?
    Es ist mir am Wochenende aufgefallen beim tüv weil es jetzt schon an ihren Schneidezähnen zu sehen war.
    Die Ärztin meinte, es kann sein dass sie dann paar Wochen gut frisst, vielleicht paar Monate. Vielleicht könne sie das auch gar nicht beheben,
    wenn Majas Kiefer von der OD schon angegriffen ist und sie Zähne ziehen müsse. Also so hab ichs verstanden.

    Ich hab irgendwann nur noch genickt, ich muss später nochmal anrufen, ich weiß nicht mal wann der Termin am Mittwoch ist, so durcheinander bin ich.
    Sie meinte wenns ihr Schweinchen wäre, würde sie die Diagnostik der Zähne machen und sie dann nicht mehr aufwachen lassen.
    Ich weiß das OD nicht heilbar ist und ich Maja wahrscheinlich irgendwann gehen lassen muss, aber ohne Diagnostik?

    Also wenigstens Röntgen?

  • Ist halt auch eine finanzielle Frage.


    Wenn Geld absolut egal wäre, würde ich ein CT machen lassen. Dann weißt Du genau woran Du bist. Aber mal eben 440€ oder mehr?

    In Narkose legen, Röntgen und dann entscheiden, ob geschliffen oder eingeschläfert wurde, klingt plausibel.


    Ich fände es auch ok direkt einzuschläfern. Mit OD liegt es ja nahe, dass die Zähne verschoben sind, weil der Kiefer kaputt ist.


    Ganz, ganz schwierig…


    Moralisch und im Sinne des Tieres sind alle Möglichkeiten vertretbar. Die Frage ist eigentlich, was brauchst Du um guten Gewissens entscheiden zu können.

  • Die Behandlung kostet 300 Euro. Mit Röntgen des Kiefers und anschließendem Schleifen. Hab ihr die neue Dosierung gegeben und sie hat Salat und Möhrengrün gegessen, zusätzlich etwas reduziert gepäppelt. Will auch keine Magenüberladung riskieren.

    Sie ist jetzt schon etwas munterer als die letzten Tage, bewegt sich nicht viel aber etwas und sie isst vor allem.
    Dieses Mal könnte ich die Behandlung zahlen, sollte es öfter nötig sein, wird es natürlich schwierig. Habe ja hier und da von Abständen von 6 Wochen gelesen.
    Und dann muss ich auch überlegen, ob ich ihr den Stress zu allen anderen Problemen die sie hat, antun will. Ich möchte es schon gern versuchen. Ihr wenigstens die Chance geben. Selbst wenns nur ein paar gute Monate sind.

    Über einen CT wurde noch gar nicht gesprochen, aber ich möchte am Mittwoch auf jeden Fall gern auch einen Röntgen ihres Körpers.

    Moralisch wäre für mich ein Einschläfern ohne neues Röntgen nicht vertretbar und deswegen habe ich mich mehr oder weniger mittlerweile entschieden.
    Ich denke, ich lass sie behandeln und ich bestehe auf ein Röntgen, damit man endlich sieht, wie weit die OD fortgeschritten ist.

    Es wäre hier für uns alle sehr leer ohne die kleine Maus. ;(

  • Hi,

    es tut mir alles sehr sehr leid...

    Mit der Menge an Hundemetacam + Novalgin ist sie quasi aus therapiert. Was so viel sagt, dass nach oben keine Luft mehr ist....

    Alleine das ist schon wirklich besch......


    Ich würde tatsächlich auch unbedingt auf ein Röntgenbild bestehen! Ohne das geht gar nichts. Weder die Diagnose von OD noch sonst eine Diagnose, was das Skelett + die Zähne des Tieres betrifft! Alles andere sind Vermutungen, auch wenn sie sehr wahrscheinlich zutreffen.


    Sollte es sich tatsächlich um OD handeln (wovon ich nach deinen Schilderungen ausgehe), ist wichtig festzustellen, wie stark der Kiefer schon betroffen ist. Evlt ist eine Zahnkorrektur gar nicht mehr möglich, da der Kiefer bei der Korrektur stark beansprucht wird und auch brechen kann. Ist der Kiefer noch einigermaßen in Form und die Hüfte auch noch vorhanden, kann man eine vorsichtige Korrektur auch mit OD gut machen. Es braucht dann allerdings ein wirklich gutes Feingefühl, denn die Knochen sind nicht so stabil wie bei einem Tier ohne OD.


    Wichtig ist, dass der komplette Körper geröntgt wird! Weder Kopf noch Hüfte dürfen ausgelassen werden!
    OD kann bei jedem Tier in einem anderen Tempo voranschreiten!

    Falls das Röntgenbild im Dezember nicht richtig gelesen worden ist, wurde evtl schon etwas übersehen...


    Lieder klingt alles grausam und gar nicht gut.....

    Ich wünschte, ich könnte dir etwas anderes sagen. :(

  • dann berichte ich jetzt mal über unseren "Zahnweg". Wie gesagt, mit OD habe ich keinerlei Erfahrung.

    Unsere Diagnose war eher ein Zufallsbefund. Wie waren wegen einer anderen Sache von unserer Haustierärztin an eine Tierklinik verwiesen worden und im Nachhinein war das unser großes Glück.


    Die Zähne wurden in Narkose geschliffen (zuvor gab es noch ein Röntgenbild in mehreren Ebenen) und sie blieb 2 Tage stationär. Auf diesem konnte man schon sehen dass es eine Veränderung im hinteren Backenzahnbereich gab. So hundertprozentig konnte man es da noch nicht abgrenzen. Da sie auch Tage danach beim fressen noch komische Kaubewegungen machte gab es eine Kontrolle ohne nennenswerten Befund. Etwa eine Woche später gab es immer noch keine wirkliche Besserung. Auch die TÄ sah die Kaubewegungen, konnte sich das ganze aber auch nicht wirklich erklären. Also haben wir die Maus (bei uns ging es ohne Narkose - ich habe ein braves Mädchen :saint:) ins CT. Da wurde das ganze Ausmaß sichtbar. Ein hinterer Backenzahn hatte einen Kieferabszess der den Kieferknochen angriff. Wir haben dann alle möglichen Varianten durchgesprochen. Meine kleiner Zwerg war da etwa 5 Jahre alt. Ein kleines zierliches Schweinchen mit mehreren Baustellen.

    Wir haben uns dann gegen eine OP entschieden. Sie bekam das erste Antibiotikum und dauerhaft Schmerzmittel. Das AB wirkte leider null. Wir waren regelmäßig (etwa alle 14 Tage) zur Kontrolle dort. Irgendwann hatte sich der Abszess dann seinen Weg nach Außen gesucht und wurde zweimal punktiert um den Druck abzulassen. Dazwischen haben wir schon das AB gewechselt. Zwischendurch wurden die Backenzähne immer wieder geschliffen weil sich Brücken gebildet haben. Zum Glück hat das AB irgendwann angeschlagen. Nach etwa 6 Monaten haben wir ein Kontroll CT gemacht. Das ganze geht jetzt seit fast einem 1 Jahr. Eigentlich hatten wir es gut im Griff .. eigentlich .. beim letzten Schleifen stellte sich dann heraus, dass der Kieferabszess gut im Griff ist, dafür haben sich jetzt auf der anderen Seite Riesenzähne gebildet. Das ist so die Kurzfassung und ich habe bestimmt einige Zwischenschritte vergessen.


    Gerade zu Beginn habe ich extrem mit mir gehadert und viele um Rat gefragt. Die Gewichtsspanne meiner kleiner ging von ca. 960 - 740 gramm. Ich dachte mehrfach sie schafft es nicht und einige haben mir auch geraten sie erlösen zu lassen da sie u.a. an Arthrose leidet und vermutlich auch noch Morbus Cushing hat (die Diagnostik hierfür lassen wir nicht mehr machen).


    Es war ein harter Weg mit wenig Schlaf, noch weniger Geld und sehr vielen Sorgen. Aber für uns hat sich jede Minute gelohnt. Sie ist die kleinste, aber immer noch die Chefin im Gehege und einfach das beste was mir passieren konnte. Sie hat so viel Lebenswillen und wir werden diesen Weg so lange zusammen gehen bis Sie mir zeigt das sie nicht mehr will.


    Und was noch wichtig ist - bei uns hat es nur funktioniert weil wir eine top Tierärztin haben und wir alle an einem Strang ziehen.


    Du kennst dein Schwein besser als jeder andere. Lass die Untersuchungen machen die Du für eine gute Entscheidung brauchst und dann höre auf dein Bauchgefühl:) Ich drücke euch die Daumen.

  • Vielen Dank für eure Antworten :)
    Ich hab mich mittlerweile auch etwas beruhigt und mit Familie und Freunden beraten und die Diagnostik und anschließende Zahnbehandlung am Mittwoch wird gemacht.
    Ich merk natürlich, wenn es der Kleinen nicht gut geht, ich hatte von Anfang an zu ihr eine ganz andere Beziehung als zu meinen anderen Tieren bisher. Und ich hab am Wochenende gemerkt, sie leidet. Heute, unter der starken Medikation, geht es ihr schon ein wenig besser.
    Sie hat aktuell halt viele Baustellen, die Knochen, die Zähne und ihr Bauch tat auch weh und sie ist auch schwach, der ganze Stress kommt ja auch dazu.
    Aber sie isst, Löwenzahn, Salat, Gurke alles was sie so kann, den Brei nimmt sie auch, vor allem mit etwas Karotten-Babybrei, sehr gern. ^^

    Ich hab auch in dem Fall mal wieder keine Vorstellung, worauf ich mich da genau einlasse. Wie läuft so eine Behandlung? Wie lang dauert sowas?

    Dass wir so ziemlich an der maximalen Dosis der Schmerzmittel sind, hab ich mir schon gedacht, es ist immer hin das 3fache wie bisher und dazu das Novalgin. Ob man das nach der Behandlung etwas reduzieren kann oder nicht, wird einem wohl nur der Röntgen sagen können.

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